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HARVARD UNIVERSITY.

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MUSEUM OF COMPARATIVE ZOÖLOGY 71210

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Systematisches

Conchylien-Cabinet

von

Martini wa Chemnitz.

In Verbindung mit Dr. Philippi, Dr. Pfeiffer, Dr. Dunker, Dr. Römer, Clessin, Dr. Brot und Dr. v. Martens neu herausgegeben und vervollständigt

von

Dr. H. ©. Küster,

nach dessen Tode fortgesetzt von

Dr. W. Kobelt und H. C., Weinkauff.

Ersten Bandes zweiundzwanzigste Abtheilung.

Nürnberg, 1885.”

Verlags von Bauer & Raspe. (Emil Küster).

Die

Gattungen

Rissoina und Rissoa.

Breraserhrer ıitrert

H. ©, Weinkauff

in Creuznach.

Nürnberg, 1885.

Verlag von Bauer & Raspe. (Emil Küster.)

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Vorwort zu der Familie Rissoidae.

Die in neuerer Zeit nach dem Vorgang der Herren Forbes et Hanley zu einer besondern Familie zusammengefassten Genera Rissoa Freminville und Ris- soina D’Orbigny stehen in diesem Werk in Folge der Annahme und Festhaltens des Lamarck’schen Systems im Band I Abth. 20 in der Familie der Phytophageae zwischen Paludina und Truncatella-Paludinella. Nach der neuern Auffas- sung müsste die Familie in den Band II neben oder unter die Litorinidae zu stehen kommen. Es ist dies aber jetzt nicht mehr thunlich, da bereits 6 Tafeln mit der Bezeichnung I, 22 ausgegeben sind und dazu nur der Text fehlt, der hier nachgeliefert werden soll. Dieser Text liegt, soweit es sich auf die Tafeln 1—6 von I], 22 bezieht, noch von Dr. Küsters Hand geschrieben, im MS. vor und zwar in einer den Einrichtungen dieser Ausgabe entsprechenden Umschreibung eines von Schwarz von Mohrenstern zur Verfügung gestellten Manuscripts. Die Ge- sundheitsverhältnisse Dr. Küster’s und andere Umstände verzögerten den Druck des Textes, während schon im Jahr 1855 die Tafeln 1—4 mit der Lieferung 142 und im Jahr 1857 die 5. und 6. mit der 160. Lieferung in die Hände der Herren Abonnenten gelangt sind. Ich werde den Text, so wie er vorliegt, mit den Zu- sätzen, die nötbig sind, um auf den heutigen Stand der Kenntnisse zu kommen, zum Druck geben, bei den Rissoinen wird dies sehr wenig sein, bei den Rissoen da- gegen manches, selbst Aenderungen in der Auffassung. Der Herr Schwarz von Mohrenstern, dessen Manuseript hier eigentlich reproduzirt wird, das selbst in vielen Punkten mit seiner spätern Schrift „Ueber die Familie der Rissoiden, Wien

1860 wörtlich übereinstimmt, wird wohl gestatten, dass ich auch in diesem Vor- I. 22. 1

2

wort bei dem kurzen Abriss der Geschichte dieser Gattungen im Wesentlichen sei- nen Aufzeichnungen folge und abgekürzt wiedergebe. Das Genus Rissoa wurde von Freminville im Jahr 1813 zu Ehren Risso’s, des bekannten Naturforschers in Nizza, benannt und im Nouveau Bulletin de la SocietE Philomatique de Paris erwähnt, nachdem er erkannt hatte, dass diese Formen bei Turbo nicht verbleiben könnten, wohin sie von einzelnen Autoren gestellt waren. Aber erst Desmarest stellte 1 Jahr später in derselben Zeit- schrift die Gattung fest, indem er sie charakterisirte.e Es wurden dann nach und nach viele fossile und recente Arten beschrieben und auch schon gleich der Versuch gemacht, da man schon vielerlei Dinge, besonders aus den ältern geologischen Formationen hierher gestellt, das neue Genus in Gruppen zu bringen, so von Blainville in 4 und von Risso in 3, die ich nicht weiter verfolgen will, dann folgt die Gruppenzusammenstellung von Deshayes in der neuen Ausgabe von Lamarcks hist. nat. Eine wirkliche nothwendige Zerspaltung des Genus trat erst 1842 ein als D’Orbigny von seinen süddmerikanischen Reisen zurückkehrte; er stellte, nachdem er an der Schale und dem Deckel charakteristische Merkmale ge- funden hatte, der Gruppe 3 bei Deshayes entsprechend, den Subgenus Rissoina auf (Voy. dans l’Amerique meridionale 1842). Bei dieser Ausscheidung verblieb es lange, sie wurde sogar von einigen Seiten als unnöthige Abtrennung angesehen, dafür kamen aber eine Anzahl dünnschaliger Litorinellaarliger, besonders die Brack- wasser bewohnenden Schneckehen hinzu, die die Schärfe der Charakteristik des Genus stark beeinträchtigten. So nahte die Zeit der Gebrüder Adams, die in ihrem Werk Genera of Recent Mollusca das Mögliche in Zerspaltung geleistet. Sie bildeten eine eigene Familie Rissoidae. Diese Familie zerfällt bei ihnen in 10 Genera und 2 Subgenera und zwar 1. Genus Rissoina D’Orb. mit dem type R. Cumingi Reeve und 46 Arten. Subg. Zebina H. et A. Adams, mit 9 Arten.

2. Genus Rissoa Freminville type R. monodonta Phil. mit 44 Arten. Subg. Acme Hartmann (Zippora Leach) mit 3. Arten.

3. Genus Alvania Risso type A. abyssicola Forbes mit 18 Arten.

3

. Genus Onoba H. et A. Adams type 0. striata Mtg. mit 6 Arten.

. Genus Barleeia Clark type B. rubra mit 1 Art.

Genus Ceratia H. et A. Adams type C. proxima Alder mit 1 Art.

. Genus Setia H. et A. Adams type S. pulcherrima Jeffr. mit 3 Arten, . Genns Cingula Flemming type C. cingnlus Mtg. mit 23 Arten.

own om

. Genus Skenea Flemming type Sc. planorbis mit 1 Art. 10. Genus Hydrobia Hartmann type H. ulvae Penn. mit 30 Arten. 11. Genus Amnicola Gould type A. porata Say mit 10 Arten.

In neuerer Zeit stellte A. Adams in Folge seiner Forschungsreise nach Japan und aus anderer Veranlassung noch folgende Genera in der Familie Rissoidae auf: Pupilla, Microstelma, Stenotus, Hyala, Corena und Fenella, die kaum grösseres Anrecht auf Erhaltung haben werden, als die meisten der oben ge- nannten. Von Deshayes wurde Diastoma aufgestellt, das Eingang finden wird, sich aber auf fossile eocäne Arten beschränkt, daher hier ausser Betracht bleiben kann. Dr. Paul Fischer schied aus dem Subg. Cingula eine eigenthümliche Form unter dem Namen Plachiostyle aus, das ich noch nicht gesehen habe. Jef- freys handelte in Brit. Conch. die Arten unsrer Familie in seiner Familie Litto- rinidae ab, hielt als Genus nur Rissoina, Rissoa und Hydrobia aufrecht, unter Ausscheidung von Barleeia; für diese und Jeffreysia hat er eine be- sondere Familie Heterophrosynidae gegründet.

Ich selbst hatte in einer kleinen Schrift „Catalog der im Europäischen Faunen- gebiet lebenden Mollusken* die Familie Rissoidae angenommen, und darin als Genera Rissoina, Rissoa mit Subg.. Alvania und Cingula, Hydrobia, Bar- leeia und Jeffreysia aufgenommen. Hydrobia unter Beschränkung auf die der H. ulvae verwandten Arten, alles sonst zu diesem Genus gerechnete zu Bi- thynia und Amnicola verweisend, die zu den Paludinideen gehören. Skenea an sich ein gutes Genus hat keine Beziehung zu unserer Familie, die übrigen Adams’schen Genera acceplire ich nicht, die meisten nicht einmal als Subgenera. Schwarz von Mohrenstern rechnet 1860 aus den verschiedenen Schriften

587 Arten dieser Familie zusammen, meint jedoch, man könne 92 Arten ohne y no

4

Weiteres als andern Geschlechtern angehörig, abziehen, blieben immer noch die grosse Zahl 495 bestehen, wovon 128 Rissoina und 367 Rissoa-Arten; man müsse aber einer Anzahl doppelter Namen und solcher für blosse, Varietäten ab- rechnen und die Zahl auf 86 Rissoinen und 204 Rissoen feststellen. Seit dieser Zeit (1860) sind aber wieder eine ganze Menge neuer Arten dazu gekom- men und haben die Zahl so vermehrt, dass 100 Rissoinen und 300 Rissoen gewiss die heutige Ziffer sein wird.

Was nun den gegenwärtigen Zweck, zu den bereits ausgegebenen Tafeln den Text nachzuliefern, betrifft, so werde ich nur Rissoina und Rissoa festhalten. Was auf den Tafeln von Hydrobia und Barleeia enthalten ist, ebenso von den Subg. Alvania und Cingula, werde ich als Rissoa mit den andern Namen in ( ) aufführen. Das ganze zu veröffentlichende Material rührt, wie erwähnt, von Schwarz von Mohrenstern her, Dr. Küster hatte es nur in die für dieses Werk angenommene Form umgeschrieben, es soll daher stets am Schlusse einer jeden Artbeschreibung des Erstern Name in Klammer zugesetzt werden. Ich selbst habe nur das Litteraturverzeichniss so weit vervollständigt, als etwa seit 1860 zu- zusetzen war. Andere Zusätze tragen stets meine Chiffer Wk. Es ist dies eigent- lich selbstverständig und war in der Küster’schen Umschrift des Schw arz’schen MS. schon so gehalten, ich glaubte jedoch es noch besonders erwähnen zu müssen aus Pietät gegen den Mann, der der natürliche Bearbeiter der so schwierigen Familie für das Conchylien-Cabinet gewesen sein würde, setzte ihn nicht ein

schweres körperliches Leiden ausser Stand, unser Mitarbeiter zu werden.

Creuznach im December 1876.

DH. C. Weinkauf.

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Rissoina d’Orbigny.

Turbo et Helix ex parte Montagu; Mangelia pars Risso; Pyramis Brown; Melania Lamarck; Cingula et Eulima Thorpe; Phasianella Fleming; Rissoa Aut. relig.; Rissoina d’Orbigny, Schwartz. (Dr. Küster).

Gehäuse thurmförmig, gestreckt, bald mehr konisch und ziemlich gleichseitig, bald fast stockwerkartig abgesetzt, ohne Nabel oder Nabelritze, glatt oder längsgerippt, häufig zwischen den Rippen oder über die Fläche concentrisch gestreift, meist weiss, selten gelblich, noch seltner mit farbigen Binden geziert. Mündung schief gegen die Axe, halbmondförmig, ganzrandig, oben zugespitzt, unten mit einem rinnenartigen Ausguss oder kanalartig erweitert; die Aussenlippe durch eine oft sehr starke Wulst verdickt, nach unten zu ohrförmig nach vorn gezogen; Spindel glatt, mit anliegender, oft ziemlich dicker Innenlippe; die Basis der Spindel durch den Ausguss abgestumpft oder verkürzt. Deckel nach der Mündungsform bald halbmondförmig bald mehr länglich eiförmig, horn- artig, dick, bei manchen Arten selbst kalkartig, besonders gegen den Kern und an diesem selbst; der Rand ist ringsum aufgebogen, diese Aufbiegung nimmt gegen den Spindelrand an Breite zu und wendet sich an der unteren Hälfte dieser Seite rasch kreisförmig nach innen, den Centralpunkt der sehr feinen ziemlich geraden Spirallinien einschliessend und zugleich den Stützpunkt für den auf der unteren Seite befindlichen zahnartigen Fortsatz zu bilden. Dieser senkrecht aufsitzende Fortsatz ist gebogen, und auf der einen Seite rinnen-, bald löffelförmig ausgehöhlt.

Die Thiere zeigen einen Kopf mit vorgezogener Schnautze, fadenförmige unbehaarte Fühler, die auswärts an der Basis die Augen tragen. Kiefer und Zungen sind wie bei der Gattung Rissoa gebildet mit nur geringen Abänderungen in der Form der Zähne und der Anzahl der Sägezähne an den einzelnen Zähnen; ebenso ist der Mantel wie die Stellung der kammartigen Kiemen diesen Theilen der Rissoen vollkommen gleich.

Die Rissoinen sind ziemlich zahlreich, jedoch in ihrem Vorkommen weit beschränkter, wie die Rissoen. Während letztere bis in das nördliche Eismeer nordwärts, südlich bis zum Cap der guten Hoffnung gehen, finden sich die Rissoinen fast ausschliesslich in den tropischen Meeren, besonders an den Philippinen und in Westindien, nur drei Arten kom- men noch im mittelländischen Meere vor. Sie kommen nur im Meer und zwar in den obern Regionen vor und nähren sich wie die Rissoen von Seegräsern.

1. Rissoina striata Quoy sp. Taf. 4. Fig. 17. nat. Gr. 2. 8. vergr.

Testa magna, solida, lactea vel eburneo-alba, turrita; spira acuminata, interdum decollata; anfractibus 9I—10 convexiuseulis, sutura parum profunda junctis, superioribus clathratis, costis longi- tudinälibus exilibus, striis transversis elevatis, ultimo anfractu non costato; striis transversis elevatis, interdum striis elevatioribus intermixtis; apertura semilunata, magna, subobligua, superne acuta, inferne subeffusa; labro obtuso, antice subproducto, dilatato, extus incrassato; columella obliqua, canali paulum abbreviata.

Long. 17,6, diam. maj. 7.

Rissoa striata Quoy et Gaimard Voyag. d’Astr. Zool. p. 493 t. 33. _ Deshayes in Lamarck Anim. s. Vent. 8 p. 479, Rissoina grandis Philippi Zeitschr. f. Malakoz. 1847 p. 127. _ caelata Adams Proc. Zool. Soc. 1851. p. 267. _ _ A. Adams Ann. and Mag. N. H. 1854. p. 68. Rissoina striata Schwarz von Mohrenstern d. Gattung Rissoina p. 93 nr. 58 t. 8 f. 57,

Gehäuse gross, kräftig, gethürmt, fast glanzlos oder nur sehr wenig glänzend, bald milchweiss, bald elfenbeinweiss, mit kaum dunklerer Spitze. Das Gewinde ist lang kegelförmig, zugespitzt, oder auch die ersten Windungen abgebrochen, bei vollständigen Exemplaren 9 bis 10 wenig gewölbte, durch eine schwach eingezogene Naht verbundene Windungen, die Naht läuft regelmässig bis zur letzten Windung, wo sie stärker herab- gesenkt ist, so dass die vorletzte Windung höher wird, als sie der Richtung der übrigen nach werden sollte. Die oberen Windungen, meist auch noch die vorletzte, sind längs- faltig und durch feine erhobene Spirallinien gegittert, letztere setzen sich bis zur Basis der letzten Windung herab fort, und zeigen meist mehrere entfernter stärker erhobene Spiralstreifen zwischen den feinen. Mündung wenig schief, ziemlich gross, halbmond- förmig, oben zugespitzt, im unteren Winkel schwach erweitert und ausgussartig flach ausgebuchtet; die Aussenlippe zugerundet, etwas nach aussen umgebogen, kaum ge- schweift, unten rundlich vorgezogen, aussen mit einem schwachen, nach hinten allmählig verfliessenden Wulst; Innenlippe anliegend, schmal, oben neben dem Mündungswinkel stark schwielig verdickt, unten etwas breiter werdend; die Spindel durch die aussguss- förmige Ausbuchtung kaum abgestumpft.

Höhe 7-8“, Breite 3—31]'".

Aufenthalt: an den Philippinischen Inseln und an der Insel Vanikoro im austra-

lischen. Ocean. (Schwarz). Schwarz von Mohrenstern setzt in seiner Monographie der Gattung Rissoina ], c. p. 94

noch hinzu: „Die Abbildung ist nach dem Original-Exemplar von Quoy und Gaimard aus dem Pariser Mu-

seum; sie stimmen mit den mir zugesendeten Original-Exemplaren der Rissoina caelata Adams und

der Beschreibung der Rissoina grandis Philippi vollkommen überein.“ WE.

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2. Rissoina gigantea Deshayes. Tafel 4. Fig. 3. 4.

Testa magna, solida, nitidula, alba, turrita, spira elongata, saepius decollata, conico-acuta; anfractibus 9 convexis, primis longitudinaliter costatis, striis transversis tenuibus inaequaliter distri- butis costas longitudinales superantibus, tribus ultimis anfractibus non costatis striis transversis tenuissimis, tenuioribus etiam striis transversis intermixtis; ultimo anfractu inflato-globoso, striis transversis paene evanescentibus; sutura recta, profunda; apertura obliqua, semiovata, superne acuta, inferne effusa; labro obtuso, subsinuato, ad basim producto, extus subincrassato; labio reflexo, adnato, superne incrassato; columella obliqua, canali abbreviata.

Long. 28, lata 9 Mm.

Rissoa gigantea Deshayes Traite el&m. de Conch. p. 77 f. 18, 20. Rissoina Cumingi Reeve. H. et A. Adams Gen. rec. Moll. I. p. 327 t. 35 £. 1. _ gigantea Schwarz v. Mohrenstern Gatt. Rissoina p. 98 t. 8 f. 62.

Die grösste bekannte Art. Das Gehäuse solide, schwach glänzend, weiss, lang ge- thürmt, die Seiten gerade verlaufend, in die öfters abgebrochene Spite übergehend. Die Windungen sind gewölbt, durch eine gerade, ziemlich tiefe Naht verbunden, welche zwi- schen vorletzter und letzter Windung etwas stärker herabsinkt, vorn aber wieder an- steigt; sämmtliche Windungen sind fein spiralstreifig, die fünf ersten mit flachen Längs- rippen besetzt, welche weiter herab sich verflachen und dann ganz verschwinden, die letzte kugelartig aufgetrieben, fast glatt oder nur verloschen gestreift. Mündung schief, halbeiförmig, oben zugespitzt, unten mit scharf abgerundetem Winkel, unten ausgussartig ausgebuchtet. Aussenlippe etwas geschweift, unten vorgezogen, wenig nach aussen um- gebogen, aussen mit einem mässig starken, glatten, hinterwärts allmählig verflachten Wulst belegt. Innenlippe oben schmal und schwielig verdickt, nach unten wenig breiter; Spindelrand in der Mitte sehr schwach concav, die Spindel durch den Ausguss abgekürzt.

Aufenthalt: die Insel Tieao, eine der Philippinen. (Schwarz v. Mohrenstern).

3, Rissoina Orbignyi A. Adams. Taf. 4. Fig. 5. nat. Gr. 6. vergr.

Testa subulato-turrita, subpellucida, alba, vix nitidula; spira elongato-conica, anfractibus 10 convexiusculis, ad suturam obscure incrassato-marginatis, supremis costellatis, lineolis elevatis trans- versis et longitudinalibus decussatis; apertura lata, semiovali, superne acuta, inferne subcanaliculata, labro dilatato, subreflexo, subacuto; labio antice subcalloso.

Long. 16,7, lata 5 Mm.

Rissoina d’Orbigny A. Adams Proc. Zool. Soc. 1851. p. 265. _ _ A. Adams Ann. and Mag. Nat. Hist. 13 p. 66. _ _ Schwarz v. Mohrenstern Gattung Rissoina p. 100 t. 8 £. 64. _ Mac Andrew. Rep. GIf. Suez.

8

Den beiden vorigen Arten ähnlich, aber kleiner und schlanker, die Mündung anders. Gehäuse schlank, fast ahlenförmig, wenig solide, schwachglänzend oder matt, beinweiss, wenig durchscheinend. Das Gewinde fast kegelförmig, stumpfspitzig, die Windungen schwach gewölbt, durch eine wenig vertiefte Naht verbunden, der Oberrand neben der Naht etwas verdickt, so dass sie kaum merklich abgesetzt erscheinen, unter der Ver- diekung eine wenig merkliche Einschnürung; die oberen Windungen sind mit etwas schrägen, wenig erhobenen und abgerundeten Längsfalten besetzt, welche etwas über den Oberrand vorstehen und die Naht kerbenartig uneben erscheinen lassen; über diese Rip- pen laufen feine erhabene Spiralstreifen, welche nach unten schwächer aber häufiger wer- den, auf den letzten Windungen aber zwischen der nur durch Vergrösserung sichtbaren Querstreifung kaum mehr zu unterscheiden sind. Die Mündung gross, halbeiförmig, oben in einen spitzigen Winkel zugespitzt, unten erweitert und nur undeutlich kanalartig aus- gebuchtet. Aussenlippe abgerundet, in einen weiten Bogen heraustretend, unten vorge- zogen und wenig verdickt, ohne Aussenwulst; Spindelrand wenig schief, in der Mitte schwach concav, unten durch den Ausguss undeutlich abgestumpft. (Schwarz).

Aufenthalt: an der Insel Luzon. (Schwarz). Golf y. Suez (M’Andrew). (Wk.).

A, Rissoina clathrata A. Adams, Taf. 4. Fig. 12. nat. Gr. 13 vergr.

Testa eonico-turrita, solida, alba, nitidiuscula; spira acuminata; anfraetibus 9—10 convexius- eulis, lineis elevatis longitudinalibus et transversim decussatis, valde clathrata; anfractu ultimo an- tice, suleo transverso: instructo; apertura semioyali, antice subcanaliculata, labro flexuoso antice pro- ducto, margine extus varicoso,

Long. 12, lata, 4,5.

Rissoina clathrata Adams Proc. Zool. Soc. 1851. p. 265. _ Adams Ann, and Mag. Nat. Hist. 13 p. 66. _ Schwarz v. Mohrenstern Gattung Rissoina p. 86 t, 6 f. 49.

Eine ziemlich ansehnliche Art, besonders an der Basalwulst und der Sculptur kennt- lich. Das Gehäuse ist solide, weiss, schwachglänzend, kaum durchscheinend, langkegel- förmig, zugespitzt, mit fast geradlinigen Seiten. Die Windungen niedrig, schwach ge- wölbt, vor dem Oberrand und nahe dem Unterrand mit einem eckigen Absatz, die Naht tief eingezogen, die Oberfläche mit fast geraden, ziemlich starken Längsrippen, welche mit den erhobenen Querstreifen ein Gitter bilden, die Streifen bilden auf den Rippen ge- rundete Erhöhungen, bei gut erhaltenen Exemplaren zeigen sich zwischen den Streifen zahlreiche sehr feine Querlinien. Die letzte Windung ist kurz, bauchig gewölbt, unten schnell eingezogen und zeigt an der Basis eine schräge, dem Rand entlang verlaufende, ziemlich starke Wulst. Mündung gross, schief, fast halbeiförmig, im oberen Winkel fast rinnenförmig zugespitzt, im unteren ausgussartig breit ausgebuchtet; Aussenlippe ge- schweift, unten vorgezogen, aussen mit einer grob querstreifigen Wulst; Innenlippe oben

$)

schwielig verdiekt, durchaus schmal; die Spindel durch den Ausguss etwas abge- stumpft. (Schwarz).

Aufenthalt: an der Philippinischen Insel Bohol. (Schwarz v. Mohrenstern). Zeite Point (M’Andr.) Massaua (Jick.) im rothen Meer; Australien (Mus. Paris) (Wk.).

5. Rissoina decussata Montagu. Taf. 4. Fig. 9. nat. Gr. 10. 11. vergr.

Testa solida, vix pellueida, nitidula, albida; spira elongata conico-acuminata; anfractibus 8—9 planiuseulis, tenuiter costatis, costis 30—40 paulum sinuatis, inter costas striis transversis tenuissimis, versus basim eminentioribus; apertura semioyali, superne acuta, inferne subcanaliculata, labro sinuoso, ad basim valde producto, extus varice longitudinaliter striato incrassato, margine columellari obliquo, medio concavo; inferne canali subobtusato.

Long. 7,5, lata 3 Mm. $

Helix decussata Montagu Test. brit. p. 399. Maton et Racket in Trans. Linn, Soc. VII. p. 109. Montagu Suppl. t. 15 f. 7. Dorset Cat. p. 58 t. 19 £. 17.

Turbo decussatus Dillwyn Cat. II. p. 882. Phasianella decussata Fleming Brit. An. p. 302, Eulima decussata Thorpe Brit. Mar. Conch. p. 187. Maegillivray Moll. Aberd. p. 343. Rissoa decussata Forbes et Hanley Brit. Conch. III. p. 147. Rissoina decussata Schwarz von Mohrenstern Rissoina p. 81 t. 6 f. 44. 44a, Rissoa alata Menke Syn. II. p. 138.

_ pyramidata Brown Ill. Conch. Gr. Britt. p. 11 ?

_ striosa C. B, Adams Contr. to Conch. p. 116.

—_ Janus C. B. Adams Panama shells p. 538. Rissoina Janus Carpenter Report. West Coast. etc. p. 327.

_ striato-costata D’Orbisny in Sagra Hist, Cuba t. 12 f. 30—32.

Var. A. Testa longiore, minus conoidea, costis longitudinalibus exilibus creberrimis, ultimo

anfractu distineto spiraliter striato; labro inferne minus producto.

Das Gehäuse ist glatt und glänzend, weiss, mit geraden Aussenlinien und verlän- gertem, konisch zugespitzten Gewinde; die 8—9 fast flachen niedrigen Windungen durch eine einfache, Nache Naht verbunden, mit 30—40 etwas geschweiften, feinen und flachen Rippenstreifen, diese von feinen, meist nur zwischen den Rippen deutlicheren Querstreifen durchkreuzt, welche manchmal kaum wahrnehmbar sind, bei Exemplaren mit sehr vielen und feinen Rippen sind die Qnerstreifen auf der letzten Windung wieder deutlicher. Mündung schief, halbeiförmig, oben zugespitzt, unten schwach ausgussförmig ausgebuchtet. Aussenlippe geschweift, zuweilen etwas nach aussen umgeschlagen, unten vorgezogen, aussen mit einer flachen fein längsgestreiften Wulst belegt; Innenlippe schmal, oben etwas schwielig verdickt; Spindelrand schief in der Mitte schwach concav, unten wenig abgestutzt.

Höhe 3—31/,“, Breite 11/,— 11/5".

I. 22. 2

10

Aufenthalt: in den westindischen und nordamericanischen Meeren, subfossil und fossil in Griechenland, Sieilien, Italien, Frankreich und sehr häufig im Wiener Becken als R. cochlearella und subeochlearella. (Schwarz v. Mohrenstern).

6. Rissoina Bruguierei Payraudeau. Taf. 4. Fig. 14. 17. nat. Gr. 15. 16. 18. vergr.

Testa turrita, solida, lactea, interdum eburnea, opaca; spira convexiuscula, aufractibus 7—8 convexiusculis, costis longitudinalibus flexuosis striisque transversis tenuibus costas longitudinalibus superantibus et ad basim prominentibus; sutura paulum undulata; apertura oblongo-ovata, semilu- nata, superne acuta, inferne subeffusa; labro obtuso, subsinuato, ad basim producto, extus valde in- erassato, varice striis transversis ornato; columella concaviuscula, canali subabbreviato.

Long. 7,6, lata 3 Mm. h

Rissoa Bruguieri Payraudeau Moll. de Corse p. 113 t. 5 £. 17. 18. Deshayes Moll. de Moree III. p. 151. Philippi En. Moll. Sie. I. p. 125 II. p. 130. Potiez et Michaud Gal. de Doue p. 266. Deshayes- Lamarck 2 ed. VII. p. 483. Forbes et Hanley Brit. Moll. III. p, 146. Rissoina Bruguieri Hoernes foss, Moll. Wiener Becken p. 558 t. 48 £. 5. Schwarz von Mohrenstern Rissoina p.46 t.1 f.4. Weinkauff Mitt, Meer Conch. II. p. 316. Jeffreys Brit. Moll. p. 50. Petit Cat. p. 280. Monterosato nuove rivista p. 16. Mangelia reticulata Risso Eur. mer. IV. p. 211 £. 102. Strombus reticulatus Mühlfeld Verhandl. p. 207 4.8 £. 1. Rissoina reticulata Bronn Leth. geogn. p. 478. Mangelia Poliana Risso Eur. mer. IV. p. 211 £. 103. _ Polii Delle Chiaja Mem. storia Nap. t. 83 £. 5. 6. Rissoina decussata D’Orbigny Prodr. III. p. 30. f Cingula Bruguieri Thorpe Br. Mar. Conch. t. 41 f. 38.

Gehäuse etwas gedrungen, solide, glanzlos, weiss, seltner beingelb, gethürmt, mit etwas bauchigen Aussenlinien; das Gewinde rasch zugespitzt; die 7—8 Windungen schwach gewölbt, mit etwas schrägen, seicht geschweiften Längsrippen, welche die fHache Naht etwas wellenförmig machen, zwischen den Rippen und bei einer häufigeren Form auch über dieselben laufen feine, scharfe Querstreifen, die gegen die Basis an Stärke zu- nehmen. Mündung schmal eiförmig oder halbmondförmig, oben zugespitzt, unten mit einem wenig ausgebildeten rinnenförmigen Ausguss.. Mundsaum geschweift, unten vor- gezogen, aussen mit sehr starker Wulst, auf welcher die Querztreifen der Windungen scharf vorstehen und sie gekerbt erscheinen lassen. Nicht selten zieht sich zwischen der Wulst und dem Mundrand eine Furche herab, die sich auch um den Ausguss fortsetzt. (Schwarz v. Mohrenstern).

Aufenthalt: im mittelländischen und adriatischen Meer, im atlantischen Ocean, der Küste Portugal, Spanien (Wk.).

11

7. Rissoina Chesneli Michaud. Taf. 4. Fig. 19. nat. Gr. 20. 21. vergr.

Testa parvula, alba, nitida, semipellueida, turrita; spira elongata, acuta; anfr. 8 convexius- eulis, sımplieiter longitudinaliter costatis, costis 14 subsinuatis, interstitiis eadem latitudine; sutura subprofunda, paulum undulosa; apertura ovata, superne angulata, ad basim votundata; labro sinuato, obtuso, ad basim valde producto, extus varice lato incrassato; labio infra dilatato, rotundato.

Long. 3,6, lata 1,4 Mm.

Rissoa Chesneli Michaud Coq. nouy. p. 17. Potiez et Michaud Gal. de Douai p. 267. Deshayes-Lamarck 2 ed. VIII. p. 483.

Rissoina Chesneli Schwarz von Mohrenstern Monogr. Rissoina p. 73 t. 5 f. 38. 39.

Rissoa scalarella C. B. Adams Proc. Bost. Soc. II. p. 6.

Rissoina Catesbyana D’Orbigny Sagra’s Cuba t. 2 £. 1. 3.

Gehäuse klein, reinweiss, glänzend, halbdurchsichtig, gethürmt, wenig solide; die Aussenlinien etwas gerundet, das Gewinde oben rasch verschmälert und zugespitzt, Win- dungen wenig eonvex, mit abgerundeten, sanft geschweiften Längsrippen, welche so breit sind wie ihre Zwischenräume, die Naht etwas eingezogen und durch die Rippen schwach wellenförmig; die Zwischenräume durchaus glatt. Mündung etwas gross, eiförmig, im oberen Winke! wenig verenst, unten erweitert und gerundet, ohne Ausguss. Aussenlippe stark geschweift, unten weit vorgezogen, aussen mit breiter Wulst belegt, an der Innen- seite der Lippe zeigt sich öfters oben ein kleines Knötchen; Innenlippe oben schmal, nach unten verbreitert und stark umgeschlagen; Spindelrand ziemlich concav, unten wegen des fehlenden Ausgusses ohne Abkürzung.

Aufenthalt: an den antillischen Inseln, soll auch im mittelländischen Meere vor- kommen. Nicht bestätigt. (Wk.).

Durch die den Zwischenräumen gleichbreiten Rippen, besonders aber durch den Mangel der Ausgussrinne im Untertheil der Mündung und die unten breitere geschwungene Innenlippe unter- scheidet sich diese Art sehr gut von allen Verwandten mit glatten Zwischenräumen.

(Schwarz v. Mohrenstern),

8. Rissoina Inca d’Orbigny. Taf. 5. Fig. 1. nat. Gr. 2. 3. vergr. 4. Deckel.

Testa solida, albo-rosea, turrita, subventricosa, anfractibus 7—8 prope planis, costis elevatis erassis 17 subobliquis, striis transversis tenuissimis versus basin prominentibus ornatis'; sutura crenu- lata; peristomate continuo; apertura semiovata, superne subacuta, inferne subcanaliculata (effusa); labro obliguo ad basim produeto, extus varice incrassato, labio adnato basim versus paulum libro; margine columellari obliquato in medio subexcavato, columella canali abbreviato.

Long. 8,2, lata 3,3 Mm,

Rissoina Inca D’Orkigny Voyag. de l’Am. mer. p. 52 f. 11—16. _ Schwarz v. Mohrenstern, die Gatt. Rissoina p. 40 t. 1 £. 1. 2 =

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Die Schale ist sehr stark, matt, gelblichweiss, etwas ins Rosenrothe spielend. Das Gewinde ist thurmförmig mit ziemlich bauchigen Aussenlinien. Die 7—8 fast flachen Windungen sind mit 17 etwas schiefstehenden erhabenen starken Längsrippen besetzt, die vertieften Zwischenräume der Rippen sind fein quergestreift, nehmen aber am untern

Theil der letzten Windung an Stärke zu; die Naht ist deutlich und nach den Rippen etwas wellenförmig gebogen. Die Mündung ist schief, ganzrandig, halbmondförmig, im oberen Winkel zugespitzt, im unteren ausgussartig gebildet; der äussere Mundsaum ist etwas geschweift, nach unten zu vorgezogen, etwas ausgeschlagen und aussen mit einem Wulste verdickt, welcher Spuren einer Längsstreifung zeigt. Innenlippe aufliegend, nur unten etwas weniges freistehend. Spindelrand schiefliegend, in der Mitte durch die Mündung etwas eingedrückt; die Spindel selbst durch den kanalartigen Ausguss etwas abgekürzt.

Länge 4‘, Breite 11/,.

Fundort: Bolivia, Peru.

Diese interessante Schnecke war die Veranlassung, dass Herr D’Orbigny für alle verlängerten Formen der Gattung Rissoa, welche dieselben Eigenthümlichkeiten der Schale und des Deckels zeigten, das Subgenus Rissoina aufstellte, welches in der Folge von den meisten Conchyliologen als selbstständiges Genus aufgenommen wurde. Besonders die eigenthümliche Beschaffenheit des hornigen Deckels, der an seiner untern (innern) Seite einen Zahn zeigt, welcher mit dem deckeltra- genden Lappen eng verwachsen ist, rechtfertigt die Trennung von der Gattung Rissoa.

Diese Species ist also als Typus der Gattung Rissoina zu betrachten.

Die Thiere dieser Art, wie überhaupt aller Rissoinen, sind nur unvollständig bekannt und bis jetzt nur an getrockneten Exemplaren untersucht worden.

Sie zeigen nach- dem Baue des Kopfes mit vorgestreckter Schnautze, den fadenförmigen Füh- lern, an deren unterem Ende die Augen auf ihrer äusseren Seite auf kleinen Erhöhungen sitzen, den Kiefern und der Form der Zähne, welche auf der bandförmigen Zunge stehen, keine wesentlichen Unterschiede von den Thieren der Rissoen, daher sie jedenfalls in ihrer unmittelbaren Nähe zu ver- bleiben haben. Sie

Die Abbildung Äst nach Original-Exemplaren von D’Orbigny entworfen.

% (Schwarz v. Mohrenstern).

9. Rissoina distans Anton. Taf. 5. Fig. 5. nat. Gr. 6. 7. vergr.

Testa solida, laevi, splendida et alba, turrita; anfractibus 7 convexiusculis, costis 12 incrassatis prominentibus dorsato-rotundatis, nonnunguam leviter transversim striatis, anfractu ultimo antice callo circumdato; sutura distineta costas versus undulata; apertura semilunata superne subacuta, in- ferne canaliculata (effusa); labro sinuato ad basim producto, extus varice inerassato; labio adnato margine columellari obliqua; columella canali abbreviata.

Long. 9,1, lata 3,5 Mm.

Rissoina distans Anton Verz. p. 62. _ _ Schwarz v. Mohrenstern Gatt. Rissoina p. 122 t.2 f. 17.

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Schale stark, glatt, sehr glänzend, weiss, thurmförmig mit fast geraden Aussenlinien

% "und 7 wenig convexen Windungen, auf welchen 12 weit entferntstehende starke platte

Längsrippen stehen, die Rippen selbst sind wenig geschweift, und ihr Rücken ist ge- rundet, an der letzten Windung ziehen sie sich nach unten zusammen und endigen un- mittelbar vor einer glatten Halswulst, welche die Mündung umgiebt; die Naht ist deutlich und nach den Längsrippen wellenförmig gebogen. Die Mündung ist zusammenhängend halbmondförmig, im oberen Winkel mässig zugespitzt, im untern einen starken Ausguss bildend; Aussenlippe geschweift, unten vorgezogen und aussen mit einem glatten Mund- wulst stark verdickt, der sich um den Ausguss fortsetzt und vorne bis zum Spindelrand hinzieht. Innenlippe wenig umgeschlagen, Spindelrand sehr schief, nur wenig in der Mitte eingedrückt, Spindel selbst durch den Ausguss verkürzt und abgestumpft.

Fundort: die Philippinen.

Eine Varietät derselben Species von der Insel Burias beschreibt Arthur Adams in den Annal. and Mag. of Nat. Hist. Bd. 13 p. 66. Anno 1854 unter dem Namen Rissoina scalariana, sie gleicht im Habitus, der Anzahl der Windungen und den Rippen vollkommen der von Anton benann- ten Art, nur ist sie deutlich quergestreift.

Nach Original-Exemplaren aus der Sammlung des Herrn Anton in Halle abgebildet.

(Schwarz v. Mohrenstern).

10. Rissoina Antoni Schwarz. Taf. 5. Fig. 8. nat. Gr. 9. 10. vergr.

Testa solida, minus splendida, alba, conico turrita, anfractibus 7—8, superioribus prope gra- datis, striis 3 transversalibus plieisque longitudinalibus obtectis, inferioribus convexiusculis sublaevi- bus, ultimo plerumgue laevi et subgloboso; sutura depressa canaliculata; apertura obliqna, semi- lunata, superne coarctata, inferne effusa; labro sinuato infra valde producto et incrassato nec vero toroso; labio superne angustato; inferne dilatato, margine columellari perobliquo in medio non im- presso, columella canali abbreviata et obtusa.

Long. 7,8, lata 3 Mm.

Rissoina Antoni Schwarz v. Mohrenstern Gatt. Rissoina p. 167 t. 3 £. 63.

Das Gehäuse dieser Schnecke ist stark, wenig glänzend und weiss; ihr Gewinde konisch thurmförmig mit geraden Aussenlinien und 7—8 ziemlich bauchigen Windungen, welehe durch eine gerade rinnenförmige tiefe Naht getrennt sind. Die oberen mehr ebenen fast treppenförmig abgesetzten Windungen tragen 3 Querleisten, welche durch Längsfalten durchschnitten werden und ihnen ein perlschnurähnliches Ansehen verleiht, welches jedoch auf den folgenden mehr zugerundeten Windungen immer schwächer wird, so dass man kaum mehr die 3 kielartigen Querleisten erkennt, endlich die letzte mehr kugelige Windung erscheint zuweilen auch ganz glatt. Die Mündung ist sehr schief, halbmondförmig, im obern Winkel wenig zugespitzt, im untern kanalartig erweitert; Aus- senlippe sehr geschweift, unten sehr stark vorgezogen und stark verdiekt, ohne jedoch einen deutlichen Wulst zu bilden; die Verdiekung ist am Rande des Mundsaums am

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stärksten, rundet ihn ab und verliert sich allmählig in den Körper des Gehäuses; Innen- lippe oben schmal, nach unten zu sich verbreiternd; Spindelrand sehr schief und in der Mitte schwach eingedrückt; die Spindel durch den Ausguss abgekürzt und stark ab- gestumpft.

Vaterland: Java.

Ein einzelnes Exemplar dieser äusserst schönen Rissoine ist mir zuerst in der Sammlung des Herrn Anton in Halle aufgefallen; später erhielt ich durch Herrn Michaud mehrere Exemplare von Java, welche zwar etwas kleiner und schmächtiger waren, aber unverkennbar dieselbe Art sind. Sie ist sehr selten und bis jetzt nur von diesem einzigen Fundort bekannt.

Die Abbildung ist nach dem Exemplar des Herrn Anton in Halle entworfen, (Schwarz).

11. Rissoina Hanleyi Schwarz. Taf. 5. Fig. 11. nat. Gr. 12. 13. vergr.

Testa solida, minus splendida, lactea, lutea colore bifasciata; spira turrita, anfractibus 7 con- vexiusculis; costis planis subsinuatis 22—24 dense et subtiliter transversim striatis, costis striisque in parte inferiore anfractus ultimi evanescentibus; sutura non depressa; apertura semilunata obliqua, superne subacuta, inferne effusa; labro vix sinuato, infra paulum producto et incrassato nec vero varicoso; labro tenui, margine columellari in medio subimpresso, columella canali subabbreviata.

Long. 7,3 lata 2,3 Mm.

Rissoina Hanleyi Schwarz v. Mohrenstern Gatt. Rissoina p. 132 t. 4 f. 28.

Schale stark, wenig glänzend, milchweiss mit zwei orangegelben starken Binden auf jeder Windung, die obere schmälere Binde läuft nahe unter der Naht, die zweite breitere, welche zuweilen noch einen dunkleren Streifen in sich aufnimmt, etwas unter der Hälfte der Windung. Das Gewinde ist thurmförmig mit etwas bauchigen Aussenlinien und 7 mässig gewölbten Windungen; alle Windungen sind der Länge nach mit flachen etwas geschweiften Rippen versehen, von welchen man auf der letzten Windung, auf deren untern Hälfte sie verschwinden, 22—-24 zählen kann. Die Zwischenräume der Rippen sind mit diehtgedrängten feinen Querstreifen versehen; die Naht ist deutlich aber nicht tief. Die Mündung ist schief, halbmondförmig, im oberen Winkel zugespitzt, im unteren ein wenig ausgegossen; Aussenlippe fast geradestehend, unmerklich geschweift, unten nur wenig über die Mittellinie der Schale vorgezogen und mässig verdickt, ohne jedoch einen wirklichen Wulst zu bilden; Innenlippe schmal und fast aufliegend, Spindelrand schief, in der Mitte nur wenig eingedrückt; Spindel durch den schwachen Ausguss nur wenig abgestumpft. .

Länge 3:/,““, Breite 11/3".

Diese Art unterscheidet sich von der Rissoina fasciata A. Adams (Annal. and Mag. of Nat. Hist. Bd. 13 p. 66), welche ebenfalls bei Sidney gefunden wird, durch die orangegelben Binden, während die fasciata braun gefärbt ist und auf der Mitte der Windungen eine weisse Binde trägt, ferner durch die grössere Zahl aber geringere Erhabenheit der Längsrippen, von welchen man auf der Species von Adams nur 12—14 zählt. Dass sie keine Varietät dieser Art ist, zeigt der Umstand,

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ä ‚dass beide an denselben Fundorten unter gleichen klimatischen Verhältnissen aufgefunden werden, d die Anzahl der Rippen, bei der einen 22—24, bei der andern 12—14 constant bleibt.

Ich habe sie durch die freundliche Theilnahme des Herrn Hanley erhalten, dessen wohlwollen- den Mittheilungen ich so vieles zu verdanken habe. (Schwarz).

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12. Risssoina pyramidalis A. Adams”). Taf. 7. Fig. 1.2.

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? »Testa turrito-pyramidali, sordide alba, solida, anfractibus octo planiusculis, transversim - tenuiter striata, longitudinaliter plicata, plieis obliquis, confertis, subelevatis, interstitiis transversim i

striatis, apertura antice subcanaliculata, labio antice callo desinente, labro subdilatato, incrassato.< _ (A. Adams). Long. 8,5, diam. maj. 3,5 Mm, Rissoina pyramidalis A. Adams Proc. zool. Soc. 1851 p. 264 idem Ann. etMag. N.H. p- 66. Schwarz v. Mohrenstern Fam. der Rissoiden p, 108 t.1f.2.

Schale thurmförmig mit meist sehr augenfällig bauchigen Aussenlinien, matt, längs- . _ gerippt und spiral mit Leistehen umzogen, schmutzig weiss; Spira ausgezogen, besteht aus 7—8 wenig convexen Windungen, die 15—16 schiefe, engstehende, wenig erhabene Längsrippen tragen, in deren Zwischenräumen die Spiralleistehen stehen. Die Mündung ist schief, ganzrandig unten ausgussartig gebildet, oben spitz zulaufend; Mundrand leicht geschweift, nach unten etwas vorgezogen und ausgeschlagen, innen gelippt und aussen varixartis verdickt. Der Wulst trägt Spuren der Spiralstreifung; Spindel schief, - in der Mitte etwas eingedrückt, unten durch den Ausguss verkürzt. } Vaterland: Inseln Baclayon und Camaguing-Philippinen (Cuming). Diese Art gleicht in allen Detail’s der R. Inca, nur ist sie schlanker, als diese. Näch Schwarz wäre man bei Betrachtung der Originalexemplare in Cuming’s Sammlung und directem Ver-

gleich mit sichern Exemplaren der D’Orbigny’schen Art leicht geneigt, beide für eine Art zu halten, doch spricht die geographische Verbreitung hiergegen.

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*) Bis hierher reichte das Küster’sche Manuscript, das, wie im Eingang gesagt ist, nnr eine Umarbeitung der ihm von Schwarz von Mohrenstern übergebene Beschreibungen war, die ich nun zum Druck beförderte. Da der Bogen nicht voll wurde, und ich wegen der angefangenen andern Monographien noch nicht an eine selbstständige Bearbeitung des Genus, als Fortsetzung kommen konnte, so erlaubtefich mir noch einige weitere Arten aus dem Schwarz’schen Werk zu copiren, um ‘zu einem vorläufigen Abschluss zu kommen. Hoffentlich ist die Zeit nicht fern, die erlaubt, die Genera kleiner Arten für dieses Werk zu bearbeiten. Weinkauff.

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13. Rissoina fasciata A, Adams. Taf. 7. Fig.(3\4.

»Testa subulato-turrita, solida alborufo-fusco faseiata, anfractibus octo, convexiusceulis, trans- versim striata, longitudinaliter plicata, plieis obliquis acqualibus, subdistantibus; apertura semiovata, antice subcanaliculata; labro subdilatato.« (A. Adams).

Long. 6,8, diam. maj. 2,6 Mm.

Rissoina fasciata A. Adams Proc. zool. Soc. 1851 p. 264 idem Ann. et Mag. N.H. XIII p. 66. Schwarz v. Mohrenstern, Fam. der Rissoiden p. 109 t. 1 £. 3,

Schale thurmförmig, stark, längsgerippt und spiral mit Leistehen umzogen, schmutzig gelb mit 2 braunen Binden, die eine weisse Zone zwischen sich lassen; Spira lang ausgezogen, besteht aus 6 wenig convexen Umgängen, welche mit 12—14 leicht ge- schwungenen, etwas schiefen und flachen aber gekielten Längsrippen bedeckt sind, an der untern Hälfte der letzten Windung verflachen sich diese Längsrippen bis zum Ver- schwinden, sodass nur die äusserst feine Spiralseulptur sichtbar bleibt, die im Uebrigen die seichten Zwischenräume der Rippen auf allen Windungen ausfüllen; die Naht ist deutlich und durch die Rippen etwas undulirt? Mündung halbmondförmig, schief, im ebnen Winkel mässig zugespitzt, im untern mit einer ausgussartigen Erweiterung ver- sehen; Mundrand wenig erweitert, ausgeschweift, unten mässig vorgezogen und verdickt, ohne einen eigentlichen Varix zu bilden. Spindel in der Mitte etwas eingedrückt, unten verkürzt. Vaterland: Sydney (Cuming), Botanybai (Frauenfeld) in Neuholland. Diese Art variirt dadurch, dass die braunen Binden so breit werden, dass sie die Grundfarbe zu bilden scheinen, mit einer hellen Binde dazwischen. Es gibt aber auch Exemplare, bei denen die Bindeu in mehrere fadenartige Striche anfgelöst sind. Die nächste Verwandte ist R. Hanleyi Schwarz aus derselben Gegend stammend, die vielleicht nur eine Farbenvarietät unsrer Art ist.

Mit Benutzung der Schwarz’schen Darstellung bearbeitet. Wk.

14. Rissoina monilis A. Adams. Taf. 7. Fig. 3.

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„R. testa turrito-subulata. solida, fulva, anfracetibus 7 planis, granulis moniliformibus ad suturas longitudinaliter plicata; plieis confertis, angustis, aequalibus; interstitiis punctato-clathratis; apertura semiovata, antice subcanaliculata; labio subincrassato; labro extus valde varicoso, margine transver. sim striato.“ (A. Adams)

Long. 4,9, diam. 3 Mm.

Rissoina monilis A. Adams Proc. zool. Soc. London 1851 p. 264 idem in Ann. et Mag. Nat. hist. XIII p. 65. Schwarz von Mohrenstern Fam. der Rissoiden p. 114 t.1£ 7.

Schale thurmförmig ausgezogen, solid oder nur mässig stark, gelblich oder etwas dunkler braungelb; Spira ausgezogen, kegelförmig zugespitzt, besteht aus 7—8 flachen Windungen, die durch deutliche, etwas wellenförmig verlaufende Nähte getrennt sind, sie tragen viele dichtstehende, schmale Längsrippen, die gleichmässig, doch oben an den Nähten eingeschnürt sind und daselbst eine Reihe von Perlen bilden, die bis an das nicht sculpirte Embryonalende verfolgbar sind; die Zwischenräume tragen punktirte Spirallinien, Hauptumgang nur halbgerippt, die rippenlose untere Hälfte trägt mehrere starke Spiral- linien, d. h. die punktirten Spirallinien verstärken sich zu Streifen. Mündung schief, halbeiförmig, ziemlich gross, oben spitz auslaufend, unten mit einer Art schwachen Aus- guss versehen; Spindel wenig belegt, in der Mitte leicht concav, unten abgestumpft; Mundrand verdickt, wenig ausgeschweift, unten kaum vorgezogen, innen schwach ge- lippt, aussen mit diekem, stark gestreiftem Wulst versehen.

Vaterland: Insel Mindanao Philippinen (Cuming). Copie nach Schwarz.

15. Rissoina micans A. Adams. Taf. 7. Fig. 4.

„R. testa turrito-subulata, alba, solida, anfractibus convexis novem, longitudinaliter plicata; plieis elevatis, subdistantibus, aequalibus, interstitiis transversim striatis; anfractu ultimo antice valde sulcato; apertura semiovata, antice subeanaliculata, labro flexuoso, antice subproducto, extus vari- c0oso.“ (A. Adams).

Long. 4,7; diam. 1,7 Mm.

Rissoina micans A. Adams Proc. zool. Soc. London 1851 p. 265 idem in Ann. et Mag. Nat. hist. XII p. 66. Schwarz von Mohrenstern Fam. der Rissoiden pP. Most. 17628:

Schale gethürmt, stark, weiss oder schmutzig gelb, sehr glänzend, halbdurchschei- nend; Spira pfriemenförmig ausgezogen, besteht aus 9 gewölbten Umgängen, die durch

tiefe Nähte getrennt sind, sie tragen 16—18 entfernt stehende glatte und abgerundete I. 22. 3

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Rippen und vertiefte, fein quer gestreifte oder auch glatte Zwischenräume, der Hauptum- gang trägt unten starke Streifen; Embryonalende glatt; Mündung schief, halbei- förmig, unten mit schwachem Ausguss versehen, oben stumpf ausgezogen; Spindel ver- kürzt und abgestutzt, weit kürzer als der Mundrand, leicht geschweift und schmal belegt, Mundrand geschweift, unten vorgezogen und länger als die Spindel, innen gelippt, aussen umgeschlagen und mit breitem, diekem Wulst, über den die Streifen laufen, ver- sehen. 3 Vaterland: Insel Mindanao (Cuming). Copie nach Schwarz.

16. Rissoina nivea A. Adams. "Taf. 7. Fig. 5.

„R. testa parvula, subulato-turrita, subpellucida, nivea, subnitida, anfractibus convexiuscnlis, longitudinaliter plicata; plieis obliquis, antice subobsoletis; apertura semiovata, antice subcanaliculata, labro subdilatato extus incrassato.“ (A. Adams).

Long. 3,7; diam. maj. 1,5 Mm.

Rissoina nivea A. Adams Proc. zool. Soc. London 1851 p. 265 idem in Ann. et Mag. Nat. Hist. 1854 p. 66. Schwarz von Mohrenstern Fam. der Rissoiden p. 115 t. 2 £. 10.

Schale ziemlich klein, gethürmt, fast durchscheinend, glatt, schneeweiss; Spira spitz ausgezogen, besteht aus 7—8 gewölbten durch feine Nähte getrennten Umgängen, die alle, ausser dem glatten Embryonalende flache, etwas gebogene Längsrippen tragen, auf der Hauptwindung stehen deren 14—-16, die nach unten allmählig schwächer werden, um ganz unten zu verschwinden wogegen hier eine feine Querstreifung eintritt; Mün- dung schief, halbeiförmig, oben spitz endigend, unten verengt zu einer ausgussartigen Erweiterung; Spindel in der Mitte concav, unten abgestutzt; Mundrand gebogen, unten etwas vorgezogen, innen schmal gelippt, aussen mit quergestreiftem Varix versehen.

Fundort: Port Lincoln in Neuholland, Copie nach Schwarz.

17. Rissoina elegantissima D’Orbigny. Taf. 7. Fig. 6.

„R. testa elongata, crassa, albido-lutescente, longitudinaliter costata, transversim tenmuissime striata; spira elongata, subinflata, apice acuminata; anfractibus octonis, convexis, ultimo transversim, impresso; suturis excavatis, marginatis; apertura semilunari, antice posticeque canaliculata; labro crasso, sinuoso, externe longitudinaliter plicato.“ (Schwarz).

Long. 3,5, diam. 1 Mm.

Rissoina elegantissima D’Orbigny in Ramon de la Sagra’s Hist. nat. de Cuba. t. 12 f. 27—29, Schwarz Fam. der Rissoiden p. 118 t. 2 f, 12. Mörch in Mal. Bl. 1876 p. 51 ;

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Schale gethürmt, stark weisslich ins gelbe; Spira verlängert mit spitz ausgezo- genem Ende, mit zahlreichen, regelmässigen, etwas schiefen Längsrippen geziert, welche von feinen Spirallinien gekreuzt werden, besteht aus 8 gewölbten Umgängen, deren letzter mit einer vertieften Spiralfurche versehen ist, Nähte vertieft, schwach rinnenartig und von einem stumpfen Rand begränzt: Mündung halbeiförmig, an beiden Enden canal- artig ausgezogen; Spindel abgestumpft; Mundrand verdickt, stark ausgeschweift, unten stark vorgezogen, aussen mit senkrecht gestreiftem Varix versehen, innen ebenso wie die Spindel schwach gelippt.

Vaterland: Antillen und zwar Haiti (D’Orbigny) Cuba (Deshayes) St. Thomas (Krebs) Copie nach Schwarz).

Nach Schwarz, der die D’Orbigny’schen Originale benutzte, stimmt die D’Orbigny’sche Ab- bildung schlecht zur Beschreibung, da sie die charakteristischen Merkmale, die Einschnürung an der Naht, die Halswulst am untern Theil der Hauptwindung und den längsgestreiften Varix nicht erken- nen lasse, die in der Beschreibung hervorgehoben seien. Mörch eitirt in Folge dieses Monitum’s die D’Orbigny’schrn Figuren 27—29? zu R. multicostata C. B. Adams,

18. Rissoina burdigalensis D’Orbigny. Taf. 7. Fig. 7.

„M. testa elongato-turrita, gradata, anfractibus S—9 planiusculis, subscalariformibus; costis longitudinaliter subobliquis; dorso acutis, superne ad suturam prominentibus; striis transversis inaequa- libus, tenuissimis; ultimo anfractu antice sulco eircumdato; sutura subundulata; apertura subobliqua, semilunata, superne acuta, ad basim effusa; labro obtuso, subsinuato, inferne subproducto, extus varice, striis longitudinalibus et transversis incrassato; columella paulum excavata, canali abbreviata.“ (Schwarz).

Long. 7,3, diam. 2,4 Mm.

Rissoina burdigalensis D’Orbigny Prodrome III p. 30. Hoernes Fossile Moll. des Wien, Beckens p. 559 t. 48 f. 6. Schwarz von Mohrenstern Fam. der Rissoiden p. 119 t. 2 £. 13.

Schale gethürmt, durchscheinend weiss, glänzend; Spira schlank, oben schnell ausgespitzt, beinahe treppenförmig abgesetzt, besteht aus 8—9 ebenen Umgängen, die durch undulirte Nähte getrennt sind, sie tragen alle mit Ausnahme des nicht sculpirten

- Embryonalendes schiefe, in der Mitte scharfe und an den Nähten am stärksten vortre-

tende Längsrippen von fast lamellenartigem Ansehen, die von feinen Spirallinien in den Zwischenräumen deutlicher hervortretend geschnitten werden, der Hauptumgang trägt ausserdem unten noch eine vertiefte Spiralfurche; Mündung schief, halbeiförmig, oben spitz ausgezogen, unten ausgussartig verlängert, sonst wohl gerundet und wenig vorge- zogen, Spindel wenig concav, unten abgestutzt mit schmaler Lippe; Mundrand innen und aussen verdickt, aussen mit einem decussirten breiten Varix versehen.

Vaterland: Insel Mauritius. Copie nach Schwarz.

Kommt auch Fossil vor. 3:

19. Rissoina obeliscus Recluz. Taf. 7. Fig. 8.

„R. testa solida, alba, nıtidula, semipellucida, turrita; spira scalariformi, elongata, conico-acu- minata; anfractibus 8—9 convexiusculis, costatis, costis longitudinalibus 12—13 rectis, elevatis, ad basim ultimi anfractus profundo sulco transversali truncatis; striis transversalibus confertis, tenuis- simis; ultimo anfractu antice callo nodoso eircumdato; apertura obliqua, angusta, semilunata, superne acuta, inferne effusa; labıro sınuato, medio parte impresso, ad basim producto, extus varice latissima nodosa incrassato; labio angusto, sinuato; margine columellari subimpresso, canali abbreviata.“

(Schwarz.)

Long. 4,5, diam. 2 Mm. Rissoina obeliscus Recluz MS. Schwarz von Mohrenstern Fam. d. Rissoiden p. 121 t. 2 fig. 15. Deshayes Moll. Reun. p. 62. Mus. Godeffroy Cat. V p. 102. _ Schwarziana Dunker Mus. Godeffroy Cat. IV.

Schale gethürmt, stark, wenig glänzend, halbdurchsichtig, weiss; Spira länglich, kegelförmig ausgezogen mit eingedrücktem Ende, treppenartig abgesetzt, besteht aus 8—9 leicht gewölbten Umgängen die mit graden, vorstehenden Längsrippen geziert und durch feine Nähte getrennt sind, in den breiten furchenartigen Zwischenräumen verlaufen sehr feine Spirallinien, auf dem Hauptumgang steht unten eine Einschnürung, die die Rippenenden zusammendrückt und von einer Spiralschwiele, die die Mündung umgibt, trennt, deren Krausen von den Rippenenden gebildet zu sein scheinen; Mündung sehr schief und gedrückt-halbmondförmig, oben ausgespitzt, unten ausgussartig und vorgezogen, innen gelippt, aussen sehr stark varixartig verdickt und durch starke Spiralleisten höckerig gemacht; Spindel fast grade, schwach gelippt, unten am Ausguss abgestumpft.

Vaterland: Mauritius (Recluz), Reunion (Desh.), Upalu (Schmeltz). Copie nach Schwarz.

20. Rissoina costata A, Adams. Taf. 8. Fig. 1.

„R. testa subulato-turrita, alba, opaca, solida, anfractibus septem, convexiuseulis, longitudina- liter costata; costis crassis, elevatis, postice subangulatis, anfractu ultimo antice sulco transverso “valido instructa; apertura semiovata, antice subcanaliculata; labio antice tuberculo terminato, labro subdilatato; margine varicoso, flexuoso.“ (A. Adams.) Long. 5,7; diam. maj. 1,8 Mm. Rissoina costata A. Adams ‚Proc. zool. Soc. London 1851 p. 266 idem Ann. et Mag. Nat. Hist. 1854 p. 67. Schwarz von Mohrenstern Fam. d. Rissoiden p. 121 t. 2 f. 16. Deshayes Moll. Reunion p. 62.

Schale gethürmt, ziemlich stark, matt weiss, halbdurchscheinend; Spira sehr spitz und lang ausgezogen, besteht aus 7 gewölbten längsgerippten Haupt- und 2 glatten An-

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fangswindungen, die Längsrippen sind stark, erhoben, oben winklig umgebogen, die Spiralsculptur derselben ist entweder ganz obsolet oder nur unter der Loupe als feine Streifehen sichtbar, der letzte Umgang mit 16 Längsrippen, besitzt unten eine deutliche Spiralfurche und einen spiralgestreiften schwachen Halswulst; Mündung schief, halbei- förmig, oben spitz unten durch einen Ausguss endigend; Mundrand seitlich vorgezogen, unten am Ausguss knopfförmig verdickt, innen sehr schwach gelippt, aussen umgeschlagen und wulstig verdiekt; Spindel leicht gebogen, schmal gelippt, abgestutzt.

Vaterland: Philippinen (Cuming), Reunion (Desh.), Cobija in Peru (Schwarz). Copie

nach Schwarz. Es ist dies eine eigenthümliche geographische Verbreitung, die mehrere Male wiederkehrt und

entweder in ungewöhnlichen Verhältnissen oder ungenügender Unterscheidung ihren Grund hat.

21. Rissoina canaliculata Schwarz: Taf. 8. Fig. 2.

„R. testa solida, alba, semiplieata, opaca, turrita, spira elongata, acuminata; anfractibus 9. 10 subeonvexis; costis longitudinalibus 16—18 elevatis, subrectis, dorso acutis, utringue in angulum ob- tusatum desinentibus, ad basim ultimi anfractus sulco transverse valide truncatis; ultımo anfractu antice crasso, collari circumdato; apertura subovata, superne canaliculata, acuminata, inferne effusa; labro subsinuato, inferne producto, extus varice longitudinaliter striato, incrassato; margine columellari in medio subimpresso, inferne canali abreviato.“ (Schwarz).

Long. 10,6; diam. maj. 4,1 Mm.

Rissoina canaliculata Schwarz von Mohrenstern Fam. d. Rissoiden p. 123 t. 2 £. 18,

Schale gethürmt, solid, halbdurchscheinend, matt weiss; Spira lang und spitz ausgezogen, besteht aus 9—10 etwas gewölbten Umgängen, die durch tiefe und wellen- förmige Nähte getrennt sind, sie sind mit 16 bis 18 beinahe graden, in der Mitte schar- fen, unten und oben gebogenen Längsrippen geziert, an der Hauptwindung sind sie durch die starke Einschnürung unten wie abgeschnitten, diese trägt ausserdem einen starken spiralen Halswulst, der die Mündung umfasst; Mündung etwas mehr als halbeiförmig, oben in einen spitzen Kanal, unten in einen Ausguss auslaufend; Spindel sehr verkürzt und kaum gelippt; Mundrand etwas winkelig unten vorgezogen, innen gelippt, aussen mit längsgestreiftem verdicktem Varix versehen.

Vaterland: Philippinen (Schwarz). Copie nach Schwarz.

Nächst verwandt mit R. distans Anton; doch auch der vorigen gleichend.

22. Rissoina scalariana A. Adams. Taf. 8. Fig. 3.

„R. testa subulato-turrita, alba, solida, anfractibus octo, convexiusculis, transversim tenuissime striata, longitudinaliter costata, costis elevatis, aequalibus, subdistantibus, anfractu ultimo antice callo

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circumdato; apertura semiovali, antice subcanaliculata; labio antice callo desinente; labro flexuoso, antice subproducto.* (A. Adams). Long. 8,5; diam. 3,2 Mm. Rissoina scalariana A. Adams Proc. zool. Soc. London 1851 p. 265 idem Ann. et Mag. nat. hist. 1854 p. 66. Schwarz von Mohrenstern Fam. d. Rissoiden p. 194 t. 5 f. 19.

Schale gethürmt, stark, weiss, mässig glänzend, durchscheinend ; Spira ausgezogen, kegelförmig mit stumpflichem Ende, besteht aus 8 etwas convexen Umgängen, die durch wellenförmige starke Nähte getrennt sind, sie tragen aufrecht stehende, gleichstarke ge- schweifte entfernt stehende Längsrippen, 11—12 an der Zahl, die breiten, ausgehöhlten Zwischenräume sind fein spiral gestreift, Hauptumgang unten eingeschnürt und mit Hals- wulst versehen; Mündung schief, halboval oben wenig ausgespitzt, unten mit fachem aber deutlichen Ausguss versehen; Spindel geschweift und abgestutzt, schmal gelippt; Mundrand aufrecht, wenig gebogen, unten vorgezogen und stark’ gegen die Spindel verlängert und ausgebreitet, innen gelippt, aussen mit längsgestreiftem Varix.

Vaterland: Insel Burias Philippinen (Cuming). Copie nach Schwarz.

23. Rissoina subangulata C. B. Adams. Taf. 8. Fig. 4.

„R. testa solida, alba, nitidula, semipellueida, subturrita, spira scalariformi, conico-acuminata; anfractibus 7—8 convexiusculis, superne inferneque gradatis; sutura profunda, undulata; costis longi- tudinalibus 11—12 subdistantibus elevatis, acutis, transversim confertis, tenuissime striatis; ultimo anfractu magno; apertura magna, oyato-&ubobliqgua, subdilatata, superne angustata, ınferne rotundata; labro sinuato; inferne valde producto, extus incrassato; labio inferne valde reflexo,; margine columellari non abbreviato.“ (Schwarz).

Long. 5,8%; diam,. maj. 2,5 Mm.

Rissoa subangulata C. B. Adams Contr. to Conch. p. 113. Rissoina subangulata Schwarz von Mohrenstern Fam. der Rissoiden p. 124 t. 3 f. 20 Mörch in Mal. Bl. 1876 p. 49,

Schale breitgethürmt, stark, weiss, wenig glänzend, halbdurchscheinend; Spira ausgezogen kegelförmig mit stumpflichem Ende, besteht aus 7—8 abgesetzten wenig ge- wölbten Umgängen, die durch tiefe, wellenförmige Nähte getrennt sind, sie tragen 11—12 entfernt stehende, erhabene, in der Mitte geschärfte, gleichmässige an den Enden gekrümmte Rippen und dicht gedrängt stehende sehr feine, oft nur unter starker Vergrösserung sicht bare Spiralstreifehen; Hauptumgang gross und unten wenig eingeschnürt; Mündung gross, wenig schief-eiförmig, im obern Theil verengt, doch nicht ausgespitzt, im untern bogenförmig erweitert und etwas weniger ausgebuchtet; Spindel schief, wenig gebogen und unten nicht abgestutzt; Mundrand gebogen, unten stark vorgezogen und umgebogen,

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innen unten weit umgebogen, ziemlich stark gelippt, aussen varixartig doch nicht stark verdickt.

Vaterland: Antillen Jamaica (C. B. Adams) Terrafirma (Hornbeck) Mau- ritius (Schwarz). Copie nach Schwarz.

Dies ist wiederum eine schwer verständliche, geographische Verbreitung, die an einen Irrthum in der Bestimmung glauben lässt. Uebrigens bin ich der Meinung C. B. Adams, dass diese Art besser bei Rissoa als bei Rissoina untergebracht ist und zwar in der Gruppe, wozu die fossile R. Nysti D’Orb. aus den olicacänen Schichten gehört.

24. Rissoina plicata A. Adams. Taf. 8. Fig. 5. 6.

„R. testa turrito-subulata, subpyramidali, alba, sordida, anfractibus octo, planis, longitudinaliter valde plicata, plicis elevatis, postice subangulatis; interstitiis transversim striatis; apertura semiovata, labro antice subdilatato, margine inerassato.“ (A. Adams).

Long. 5,6, diam. 2,5 Mm.

Rissoina plicata A. Adams Proc. zool.Soc. London 1851 p. 264, idem Anr. et Mag. Nat. hist. 1854 p. 65. Schwarz von Mohrenstern Fam. d, Rissoi- den p. 125 t. 3 £. 21. _ denticulata Schwarz von Mohrenstern 1. c. p. 126 t. 3 f. 23 non Turbo denti- culatum Montagu.

Schale gethürmt, stark, weiss, wenig glänzend, halbdurchscheinend; Spira bei- nahe pyramidal, vergleichsweise ziemlich kurz, besteht ausser dem stumpflichen glatten Embryonalende aus 7 flachen, abgesetzten Umgängen, die von stark-undulirten Nähten umfasst sind, sie tragen 10-12 starke, erhobene in der Mitte abgerundete, oben nach den Nähten hin gekrümmte Rippen und in den breitausgehöhlten Zwischenräumen stehen sehr feine Spiralstreifehen; die Hauptwindung ist gross, unten eingeschnürt und mit breitem, gekörnelten Halswulst umzogen; Mündung ziemlich gross, schief, halbeiförmig, oben zugespitzt, unten kanalartig abgerundet; Spindel eingedrückt und unten abgestutzt; Mundrand oben fast grade, unten wenig vorgezogen, abgerundet, innen schmal gelippt, aussen durch einen längsgestreiften Wulst verdickt.

Vaterland: Insel Masbate Philippinen (Cuming). Ins. Java (Schwarz). Copie nach Schwarz. ö

Schwarz hat den Hanley’schen Missgriff den Montage’schen Turbo denticulatum auf eine Ris- soina zu deuten, für richtig angesehen und schlecht erhaltene Exemplare von Java dafür zu nehmen gesucht, von den er dann sagte, sie schienen ihm gerollte Stücke der R. plicata zu sein, bei denen die Halsschwiele abgewittert seien, wie er auch glaube, dass die von Montagu erwähnten zwei Zähne auf der innern Mündungswand, Folge gleicher Umstände sein möchten. Er übersah aber, ebenso wie sein Vorgänger Hanley, dass Montagu von einer gezähnten Innenlippe spricht, auf der unten in der Nähe der Rippen (Varix) noch zwei Knötchen ständen; er spricht ausserdem davon, dass er diese Art mit der vorigen (Turbo coniformis) von Weymonth erhalten und für eine einfache Varietät

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des Turbo coniformis gehalten aber erst bei genauerem Vergleich gefunden habe, dass sie doch verschieden sei. Dieser Turbo eoniformis ist aber nach Beschreibung und guter Abbildung eine Columbella und man kann doch von einen so feinen Beobachter, wie Colonell Montagu es war, nicht unterstellen, dass erst ein genauerer Vergleich für ihn nöthig war, eine Columbella von einer Rissoina zu unterscheiden, wenn er auch beide in sein ausgedehntes Genus Turbo gestellt hatte. Für mich ist der Turbo denticulatus ebenso wie der T. coniforwis eine Columbella und darf trotz der Hanley’schen Angabe in keiner Synonymie einer Rissoina figuriren. Die Schwarz’sche R. denticulata ist aber nach seiner eigenen Angabe eine Verwitterungsform der R. plicata, darf daher nicht mehr als selbständig bestehen bleiben, muss vielmehr in der Synonymie derselben aufgehen.

25. Rissoina scalariformis C. B. Adams. Taf. 8. Fig. 7.

„R. testa elongata, ovato-conica, albida; costis validis compressis, prominentibus, acutis, con- tinuis, 11 ad singulos anfractus; strijs spiralibus, exilissimis, eostas ascendentibus, haut superantibus; apice acute; spira subconoidea; anfractibus 8 convexis, sutura impressa; apertura perobliqua, ovata, utrinque effusa; labro subincrassato, ad mediam partem producto. Div. 33; long. 3,3, lata 1,27. Spirae longa. 2,08 Mm.“ (C. B. Adams).

Rissoina scalariformis C. B. Adams Panama Cat. p. 528. Carpenter Report p. 326. Deshayes Moll. Reun. p. 61. Mac Andrew Rep. Roth. Meer p. 14. Lienard Moll. Maur. p. 45.

Schale gethürmt, schmutzig weiss, matt, halbdurchscheinend; Spira kurz ausge- zogen kegelförmig, mit einem etwas gebogenen, doch spitzen Ende, besteht aus 7—8 ge- wölbten, rasch zunehmenden Umgängen, die durch eingeritze Nähte verbunden sind, sie tragen circa 11 starke, aufrechtstehende, in der Mitte scharfe, etwas schiefe Längslinien, die so geordnet sind, das die der vorhergehenden und folgenden Windungen eine eontinuir- liche Linie bilden, deren Zusammenhang nur durch eine leichte Krümmung, an der Naht unterbrochen erscheint, die Zwischenräume sind mit äusserst feinen Spiralstreifehen besetzt, die etwas an den Seiten der Rippen hinaufgehen, die Schärfe derselben aber freilassen. Mündung schief, oval, oben ausgespitzt, fast ausgegossen, unten abgerundet und schwach gebuchtet, kaum ausgegossen; Spindel schief, wenig eingedrückt und schwach abgestutzt; Mundrand gebogen, an der Seite vorgezogen, innen breit umgeschlagen und gelippt, aussen varixartig verdickt. B

Vaterland: Panama (C. B. Adams, Carpenter), Mauritius (Lienard), Reunion (Des- hayes), Rothes Meer (Schwarz), Zeite Point (MA). Copie nach Schwarz.

Diese Art zeigt wenig den Rissoinencharakter, sie wird von Deshayes unter Rissoa und von Carpenter fraglich zu diesem Genus gerechnet, ist also eine jener Uebergangsformen, die die scharfe Charackterisirung der Genera erschweren. Hier kann nur die Untersuchung von Thier und Deckel entscheiden.

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26. Rissoina fortis C. B, Adams. Taf. 8. Fig. 8.

„R. testa elongata, ovata-conica, albida, costis robustis approximatis 22 ad singulos anfractus, ad inferam extremitatem minoribus productis; apice acuto; spira conoidea; anfractibus 10 subcon- vexis; anfr. ultimo ventricoso; apertura ovata, profunde effusa; labro infra producto, crassissimo; um- bilieo nullo. Div. 33, long. 7,4, lat. 5, spira long. 4,5 Mm.“ (C. B. Adams.)

Rissoina fortis C. B. Adams Panama shells Cat. p. 402. 538. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 130 t. 3 f. 25. Carpenter Report p. 327.

Schale verlängert, gethürmt, weiss; Spira conoidisch mit spitzem Ende, besteht aus 10 mässig gewölbten, etwas abgesetzten Umgängen, die durch eine eingedrückte Naht getrennt sind, sie tragen 20—25 stark hervortretende, nahe bei einander stehende Längs- rippen, die am untern Ende zusammengedrückt und dünn sind; Hauptumgang bauchig; Mündung schief, eiförmig, oben eingezogen und unten tief ausgeschnitten; Mundrand unten vorgezogen, innen schmal gelippt, aussen sehr verdickt; Spindel kurz, diekgelippt, ohne Nabel.

Vaterland: Tabago in der Bai von Panama (Adams), Philippinen (Schwarz). Copie nach Schwarz.

Es ist ein leiser Zweifel gestattet, ob die von Schwarz abgebildeten Typen von den Philippinen, die richtige Adams’sche Art darstellen, Hauptwindung bauchig und labro crassissimo stimmen schlecht zu dem Schwarz’schen Bild.

27. Rissoina ambiqua Gould. TMafs97 Rio.

„R. testa minuta, albida, inperforata, ovato-subulata, costis longitudinalibus exilibus ad viginti ornata, intervallis spiraliter striatis; spira acuta, anfractibus ad decem planulatis; apertura auricu- lata, antice subeffusa; columella callosa, gibbosa, antice sinuata, labro simplici, incrassato.“ (Gould).

Long. 7,3, lata 2,6 Mm.

Rissoina ambiqua Gould Proc. Bost. Soc. nat. hist. 1879 p. 118 idem Unit. States Expl. shells p. 213. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 131 t. 3 £. 27. v. Martens Don. Bismarkianum p. 42.

Schale klein, gethürmt, undurchbohrt, weisslich oder schmutzig weiss, Spira lan- zettförmig spitz ausgezogen, besteht aus 10 fast flachen Windungen, die durch eine deut- liche Naht getrennt sind, sie tragen gegen zwanzig feine Längsrippchen und deren Zwi- schenräume sind sehr fein und dicht spiralgestreift; Mündung ohrförmig, kleiner als 1/; der Länge der Schale, oben ausgespitzt unten flach ausgeschnitten (kein eigentlicher Ausguss); Spindel verdickt, convex, unten winklig; Mundrand einfach, aussen verdickt.

Vaterland: Poumotus Insel (Gould), Neuholland (Schwarz). Copie nach Schwarz. I. 22. 4

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Pease versandte unter dem Namen R. ambiqua ein Schneckchen, das sich nur auf eine unge- bänderte und dickschalige Form der R. myosoroides Recluz deuten lässt. Es scheint indess, dass v. Martens in Don. Bismarkianum ein anderes, der Schwarz’schen Darstellung entsprechenderes Exem- plar vorgefunden hat, denn er citirt diese Species ohne Bemerkung.

28. Rissoina pusilla Brocchi Sp. Taf. 9. Fig. 2.

„R testa solida alba, nitida, semipellucida, turrita; spira subeylindracea, apice subobtusa, an- fractibus 8—9 convexiusculis, simplieiter costatis; costis longitudinalibus circa 24—28 rectis, sutura distincta; apertura ovato-semilunari, utrinque attenuata, superne acutiuscula ad basim effusa; labro recto ad basim subprominente extus valde incrassato, varice longitudinaliter striato, labro inferne signato, dilatato; columella in medio excavata; infra canali interrupta.“ (Schwarz).

Long. 5,7; diam. maj. 2 Mm.

Turbo pusillus Brocchi Conch. Foss. subapp. t. 6 f. 5.

Rissoa pusilla Deshayes-Lamarck 2 Ed. VIII p. 479 ex parte.

Rissoina pusilla Hoernes Foss. Moll. des Wiener Beck. p.557 t.48 £.4. Schwarz v. Mohren- stern Rissoid. p. 133 t. 4 f. 29. Schmeltz Mus. C. Godefroy Cat. Nr. 5.

_ striolata Dunker Mus. Godeffroy Cat. Nr. 4. _ cincta _ _ => >=

Schale gethürmt, stark, schmutzig weiss, durchscheinend, glänzend; Spira eylin- drisch ausgezogen, stumpflich, besteht aus 8—9 convexer, durch deutliche Nähte getrenn- ten Umgängen, die einfach längsgerippt sind, die Rippen sind fast grade, abgerundet und ungefähr so breit als die Zwischenräume, es sind deren 20 bis 30 vorhanden, Spiralstreif- ung ist nur auf dem untern Theil der Hauptwindung und dies nur unter starker Ver- grösserung vorhanden. Mündung schief, halbeiförmig, seitlich erweitert, oben ausge- spitzt, unten mit deutlichem Ausguss versehen; Spindel ausgehöhlt, schwach gelippt, nur unten etwas stärker. Basis abgestumpft; Mundrand fast grade, wenig geschweift, unten wenig vorgezogen, aussen mit breitem, längsgestreiftem Wulst, innen mit dicker Lippe versehen, die sich in der Nähe des Ausgusses breit umlegt und etwas ausschweitt.

Vorkommen: Insel Mauritius (Schwarz), Viti-Levu und Upolu (Schmeltz), Sandwich Inseln (Schwarz). Copie nach Schwarz. Fossil weit verbreitet in europäischen miocän.

und pliocänen Bildungen.

Diese Art scheint nach Schwarz der Ausgangspunkt zahlreicher Arten zu sein von denen er glaubte, dass eine bessere Kenntniss sie als blosse Varietäten erkennen lassen würden, die Autoren bekundeten dagegen eine entgegengesetzte Meinung und machten noch 1/; Dutzend Arten dazu.

29. Rissoina myosoroides Recluz. Taf. 9. Fig. 3.

„R. testa subsolida, minus splendida, rufescenta vel alba, luteo unifasciata, semipellucida,

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ovato-turrita, apice elongato-muricata; anfractibus 9 convexiusculis, sex primis embryonalibus laevi- bus, tribus inferioribus simpliciter costatis; costis longitudinalibus circa 24—28 subrectis et subsinuatis; sutura distincta; apertura subovata, superne acutiuscula, inferne effusa, labro subsinuato, inferne sub- prominente, extus varice longitudinaliter striato valde incrassato, labio angusta, inferne sinuato; mar- gine columellari obliquo in medio excavato, inferne canali abbreviato.“ (Schwarz). Long. 4,9; diam. 1,9 Mm. Rissoina myosoroides Recluz MS. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 134 t. 4 f. 30. Deshayes Moll. Reun. p. 62.

Schale eiförmig gethürmt, mässig stark, röthlich oder weiss mit einer orangegelben Binde, mässig glänzend, durchscheinend; Spira eiförmig mit ausgespitztem Ende, oben rasch abnehmend; besteht aus 6 glatten (inclussive des Embryonalendes) und 4 einfach gerippten Umgängen, die leicht gewölbt von deutlichen Nähten umzogen sind; die Rippen sind 20—24 an der Zahl wenig geschweift, aufrecht stehend, abgerundet, die Zwi- schenräume, enger als die Rippen, sind mit Ausnahme des untern Theils der Hauptwin- dung, glatt, diese trägt wenige mikroscopische Streifehen. Mündung schief, mehr als halbeiförmig, im obern Winkel zugespitzt, im untern abgerundet und mit einen breiten Ausguss versehen; Mundrand wenig gebogen, von der Mitte nach unten vorgezogen, aussen mit einem starken der Länge nach gestreiften Wulst verdickt, innen schmal ge- lippt, unten ausgeschweift und umgeschlagen; Spindel in der Mitte eingedrückt, unten abgestutzt, schwach gelippt.

Vaterland: Mauritius (Reeluz), Reunion (Deshayes),

Aus der Verwandtschaft der R. pusilla,

30. Rissoina dubiosa C. B. Adams, Taf. 9. Fig. 4. 5.

„R. testa solida, sordide alba vel flavescente, semipellucida, turrita, spira conico-elongata sub- acuta, anfractibus 7—8 subconvexis; sutura impressa, undulata; costis longitudinalibus circa 18—20

zectis elevatis, apertura semiovata, superne angustata, inferne effusa; labro ad mediam et inferiorem

partem prominente, extus varice longitudinaliter striato incrassato; labio angusto, inferne dilatato et sinusto; margine columellari obliquo, media parte impresso, inferne canali abbreviato.“ (Schwarz). Long. 5, diam. maj. 2 Mm. Rissoina dubiosa C. B. Adams Contr. to Conch. p. 114. Schwarz von Mohrenstern Ris- soiden p. 125 t. 4 fig. 31. 3la. Mörch Mal. Bl. 1876 p. 49.

—_ Dunkeri Pfeiffer Coll.

Schale gethürmt, stark, durchscheinend, schmutzig weiss oder gelblich; Spira ver- längert-kegelförmig, nicht sehr spitz; besteht aus 7—8 etwas gewölbten Umgängen, die durch eine eingedrückte, undulirte Naht getrennt sind, sie tragen mit Ausnahme des glatten Embryonalendes 18—20 gerade, erhobene Rippen. Mündung halbeiförmig,

oben verengert, unten mit Ausguss versehen; Spindel schief, in der Mitte eingedrückt, 4*

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schwach gelippt, unten abgestutzt; Mundrand in der Mitte und unten vorgezogen, innen schmal gelippt, nur unten erweitert und Biel aussen stark verdickt zu breitem, längsgestreiften Varix. \

Vaterland: Antillen-Jamaica (Adams)? udn (Pfeiffer), St. Thomas (Krebs).

Mörch 1. c. eitirt nur die Schwarz’sche Beschreibung Nr. 35 hierher, die Figuren aber? zu R. »

multicostata C. B. Adams, wohin er bereits die D’Orbigny’sche Figuren der R. elegantissime gestellt hatte. Für R. multicostata (Ad.) Schwarz Nr. 49 gibt er dann einen neuen Namen R. Krebsi. Dies ist ganz unzulässig, denn die Beschreibung von Schwarz ist doch nach den Originalen seiner selbst gezeichneten Figuren entworfen, stellten sie die Adams’sche R. dubiosa nicht vor, was ja möglich ist, so müsste auch die darnach gemachte Beschreibung diese nicht vorstellen und Beschreibung wie Figuren müssten gleicher Weise falsch sein. Ich habe nach dieser Inconsequenz keine Veranlassung dem Mörch’schen Vorgang, auch die Darstellung der R. multicostata bei Schwarz für unrichtig zu

halten und seinen neuen Namen R. Krebsi zu acceptiren.

31. Rissoina Montagui Weinkauff. Taf. 9. Fig. 6

„R. testa subsolida, alba, subpellucida, turrita; spira conico-elungata, apice obtuso; anfractibus 6—7 convexiusculis, supremis paulum contabulatis, costatis; costis longitudinalibus 12—14 subrectis, dorso rodundatis, superne ad suturam anfractibus supereminentibus; interstitiis infra tenuissime con- fertis, transversim striatis; sutura flexuoso-crenata; apertura subobliqua, semiovata, superne angustata, inferne effusa; labro sinuato ad basim producto, extus varice longitudinaliter striato valde incrassato; labio angusto; margine columellari in medio subimpresso, inferne canali subobtusato.* (Schwarz). Long. 5,4; diam. 1,9 Mm. Rissoina Montagui Weinkauff. coniformis Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 136 t. 4 f..33 non Turbo coniformis Montagu.

Schale gethürmt, mässig stark, weiss, wenig glänzend, durchscheinend; Spira ver- längert-kegelförmig, mit stumpfen Apex, besteht aus 6—7 leicht gewölbten Umgängen, wovon die obersten etwas treppenförmig abgesetzt sind, sie sind durch eine undulirte Naht getrennt und tragen 12 bis 14 oben leicht gebogene, hier etwas überstehende, sonst grade, abgerundete Rippen; die Zwischenräume sind besonders deutlich, doch fein spiral- gestreift. Mündung wenig schief, mehr als halb-oval oben mässig zugespitzt, unten weit aber schwach ausgerandet; Spindel eingebogen und abgestutzt, schmal gelippt; Mund- rand gebogen, unten vorgezogen, innen schmal gelippt, unten wenig geschweift und un- deutlich von dem Ausschnitt geschieden, aussen durch eine längsgestreifte Wulst stark verdickt.

Vaterland: Mauritius (Schwarz). Copie nach Schwarz.

Die Beziehung dieser Art auf Turbo coniformis Montagu durch die englischen Autoren ein- schliesslich Forbes u. Hanley ist durchaus irrthümlich. Diese Montagu’sche Ars ist nach der Abbil- dung eine deutliche Columbella und dem wiederspricht auch nicht die Beschreibung. Selbst Jeffreys

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macht keine Ausnahme, er folgt dem älteren Usus. Nun wollte Cantraine gar die vorliegende Art von Montagu selbst empfangen haben und diese Exemplare wurden von Schwarz als Originale ver- wendet. Ich verstehe aber nicht, wie letzterer sagen konnte, Montagu habe die schmale Lippe und den Ausguss besonders hervorgehoben, während er nur sagt, die Innenlippe sei nicht umgeschlagen. So ist es auch mit der übrigen Beschreibung, von der man höchstens sagen kann, sie passe zur Noth, nicht aber wie Schwarz sagt, sie stimme in Allem vollkommen. Man könnte also höchstens die Art Rissoin&a coniformis (Mont.) Auct.ängl. non Montagu nennen, dies wiederstrebt aber meinem Sinn für ernsthafte Nomenclatur, darum taufe ich sie lieber um. Die einzige Reserve, die ich mache ist die, dass ich das Montagu’sche Original nicht benutzt habe, sondern die Uebersetzung von Chenu. Hier müsste also, wären die englischen Autoren im Recht, der Uebersetzer einen colossalen Bock ge- schossen und der Abbildung einer Rissoina diejenige einer Columbella untergeschoben haben, was mir uudenkbar erscheint.

32. Rissoina Bryerea Montagu. Taf. 9. Fig. 8.

„L. testa solida, lactea, nitida, subpellucida, turrita; spira ovata-conica, subacuta; anfractibus 7 convexiusculis, simplieiter costatis, costis rectis longitudinalibus, subsinuosis circa 18—22; interstitiis eadem latitudine, ad inferam extremitatem productis; sutura paulum nudulosa; apertura ovata, superne angulata, inferne rotundata, subdilatata, non effusa; labro ad mediam partem producto, extus varice longitudinaliter striato valde incrassato; labio valde reflexo, inferne rotundato; columella non abbre- viata.“ (Schwarz).

Long. 5,5; diam. maj. 2,3 Mm.

Turbo Bryereus Montagu Test. brit. p. 313 t. 15 f. 8. (Ed. Chenu p. 150.6 £.3 idem. Suppl. p. 124. Dillwyn Cat. p. 853. Wood Ind. test. t. 31 f. 102, Cingula Bryerea Flemming Brit. An. p. 307. Thorpe Brit. mar. Conch. p. 173.

Rissoa _ Maegillivray Moll. Aberd. p. 341. Brown Ill. Conch, p. 11 t. 9 £. 78, Forbes et Hanley brit. Moll. III p. 149 pars. Jeffreys brit. Conch. IV p-

_ scealaroides C. B. Adams Contr. to Conch. p. 113. lactea Brown, 1ll. Conch, p. 11 t. 8 f. 77 pars. Rissoina scaloroides Philippi Zeitschr. für Mal. 1848 p. 13. _ Bryerea Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 139 t. 5 f. 36. 36a. Mörch Mal. Bl. 1876 p. 49.

Schale gethürmt, stark, weiss, glänzend, durchscheinend; Spira kegelförmig, nicht sehr spitz ausgezogen, besteht aus 7 leicht convexen durch schwach undulirte Naht ge- trennten Umgängen, die 13—22 Längsrippen tragen, die einfach, grade nur an den Nähten gekrümmt sind; Zwischenräume gleich breit. Mündung nicht schief, eiförmig im obern Winkel kantig zngespitzt, im untern abgerundet, ohne Ausguss, doch hier verbreitert; Spindel schief, kaum gebogen, unten nicht abgestutzt; Mundrand in der Mitte ausge- breitet, innen weit umgeschlagen-gelippt, unten ausgedehnt-gebogen, aussen durch einen breiten langsgestreiften Wulst verdickt.

Vaterland: Antillen: St. Thomas(Riise, Krebs), Bahama (Riise). Copie nach Schwarz.

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33. Rissoina firmata 0. B. Adams. Taf. 10. Fig. 1.

„R. testa elongata, ovato-conica; sordide alba; costis robustis, prominentibus, 12 ad singulos anfractus, ad inferam extremitatem productis; apice acuta, spira conoidea; anfractibus 7 convexis, sutura impressa; apertura subovata, utrinque effnsa; labro ad mediam partem producto, a varice erasso firmato; umbilico nullo. Div. 30°, long. 4,7, lat. 1,9, spirae long. 3,3 Mm.“ (Adams).

Rissoina firmata C. B. Adams Panama Cat. p. 401. 537. Carpenter Report p. 327... Museum Godeffroy Cat. V p. 103. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 140 t. 5 f£. 37. Mörch Mal. Bl. 1876 p. 50.

Schale gethürmt, schmutzig-weiss, glänzend, halbdurchscheinend; Spira verlän- gert, kegelförmig mit spitzem Ende, besteht aus 7 convexen mit starken, vortretenden, am Ende etwas verschärften Rippen gezierten Umgängen, die Rippen des Hauptumgangs setzen bis unmittelbar an die Mundränder fort, die Naht ist eingeschnitten und stark. Mün- dung schief, beinahe voll oval an beiden Enden, oben spitz, unten stumpf und flach ausgegossen; Mundrand gebogen, in der Mitte vorgezogen, innen ziemlich gleichmässig gelippt, aussen mit breitem, dickem längsgestreiftem Randwulst verstärkt; Spindel schief, eingedrückt, wenig abgestutzt, ohne Nabel.

Vaterland: Panama (C. B. Adams). Viti-Levu (Schmeltz), das abgebildete Exemplar

angeblich von Cuba. Matansas (Pugg). Nach Schwarz.

Auch hier ist Zweifel erlaubt, ob Schwarz die Adam’sche Art richtig gedeutet hat. Er selbst hält die Art für eine Varietät der vorigen und ist nicht sicher, ob er die Adams’sche richtig habe. Es wird wohl besser sein diese Darstellung auf eine Var. der R. Bryerea Mtz. zu deuten und M, fir-

mata besonders zu behandeln,

34. Rissoina reticulata Sowerby sp. F.g. 10. Taf. 2.

„R. testa subsolida, nitudula, albida, conico-turritas; spira subulato-acuta; anfractibus 10—12 planiuseulis, contiguis, tenuissimis striis transversis et longitudinalibus aequaliter dense reticulatis sutura subplana; apertura obliqua, semilunari, angulo superiori acuta, inferiori subcanaliculata, labro sinuato, ad basim producto, extus subincrassato; labio angusto, adnado; margine columellari haud impresso, inferne canali parum obtusato.“ (Schwarz).

Long. 14, diam. 5 Mm,

Rissoa reticulata Sowerby Genera of shells t. 208 f. 1. Reeve Conch. Syst. p. 152,

Rissoina Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 142 t. 5 f. 40 Rissoa princeps dC. B. Adams Contr. to Conch. p. 116. Rissoina Mörch Mal. Bl. 1876 p. 47.

Schale gethürmt-kegelförmig, mässig stark, wenig glänzend, weisslich; Spira spitz ausgezogen, besteht aus 10—12 fast ebenen, zusammenschliessenden Umgängen, die durch

al

eine fast flache Naht getrennt sind, sie sind mit äusserst feinen Längsleistehen (nahe zu 70 auf der vorletzten Windung) und noch feineren Spiralstreifehen gegittert; Mündung schief, halbmondförmig, im obern Winkel zugespitzt im untern zu einer unbedeutenden ausgussartigen Bucht erweitert; Spindel leicht eingedrückt, schwach gelippt, kaum sicht- bar abgestutzt, vielmehr unmerklich in die Bucht übergehend; Mundrand abgerundet, ziemlich geschweift und unten vorgezogen innen schmal gelippt, aussen mässig verdickt in einen flachen längsgestreiften Wulst.

Vaterland: Antillen Ins. Cuba (Riisse), Jamaica (Ad.), St. Thomas (Krebs u. A.), Neu Providence (Krebs), Philippinen (Cuming), Mauritius (Recluz) Copie nach Schwarz.

Eine geographische Verbreitung die vielen Zweifeln Raum lässt.

Mörch führt diese Art unter dem Namen R. princeps C. B. Adams auf und behauptet R. reti- culata Sowerby sei R. striata Q. et G., was zu bezweifeln ist, Ich würde eher geneigt sein, den Namen R. princeps auf die Antillen und R. reticulata auf die ostindische Form zu beschränken, also die erste ganz neu zu bearbeiten, da die Beschreibung und Abbildung nach Cuming’schen Exemplaren von den Philippinen genommen ist, also schwerlich die richtige R. princeps sein kann. Hierüber ist Mörch die Auskunft schuldig geblieben, die jedenfals mehr Werth gehabt hätte, als das erwähnte.

35- Rissoina coneinna A. Adams. Taf. 10. Fig. 3.

„R. testa subulato-turrita, alba, solida, nitida, anfractibus septem, planiusculis, longitudinaliter plicata plieis antice evanidis, transversim striata, striis creberrimis, confertis; apertura semiovata, antice subcanaliculata; labio calloso, labro margine valde incrassato et rotundato.“ (A. Adams).

Long. 5, 3; diam. maj. 2 Mm.

Rissoina concinna A. Adams Proc. zool. Soc. London 1851 p. 266 idem Ann, et Mag. Nat. Hist. 1854 p. 67. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 153 t. 6 f. 47.

Schale gethürmi, stark oder mässig stark, weiss, glänzend, durchscheinend; Spira lang ausgezogen mit etwas gewölbten Aussenlinien, oben schnell abnehmend, besteht aus 7—8 wenig gewölbten Umgängen durch schwach eingedrückte, etwas gekerbte Naht ge- trennt, die mit feinen, gedrängt stehenden, wenig schiefen und abgerundeten Längsripp- chen, von noch feinern, diehtern Spiralstreifehen durchschnitten, geziert sind, am untern Theil des Hauptumgangs verschwächt sich meistens die Sculptur und hier lässt sich die Anzahl der Längsrippchen auf 24 bis 28 zählen; Mündung gross, halbeiförmig, oben ausgespitzt, unten bogenförmig erweitert und ausgussartig abgeschlossen; Spindel sanft eingedrückt, schwach gelippt, unten durch den Ausguss abgestutzt oder abgebogen; Mund- rand stark gebogen, innen gebogen und verdickt gelippt, aussen weit umgeschlagen, verdickt, der Varix ist längsgestreift und nach unten stark vorgezogen.

Vaterland: Inseln Burias und Cagayan Philippinen (Cuming).

36. Rissoina multicostata C. B, Adams, Taf. 10. Fig. 4.

„R. testa alba, semipellucida, turrita, spira ovato-conica, acuta, anfractibus 7 convexis, costis longitudinalibus, tenuibus, regularibus, subsinuatis, circa 28, transversim striis creberrimis confertis decussata; apertura semiovata, angulo superiori acuto,. inferiori effuso, labro sinuato, subdilatato, ad mediam partem et basim producto, extus varice incrassato; labio angusto; margine columellari obli- quo, inferne canali subobtusato.“ (Schwarz).

Long. 3,5; diam. maj. 1,0.

Rissoa multicostatäa C. B. Adams Contr. to Conch p. 114, Rissoina _ Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. ı54 t. 5 f. 48, _ Krebsi Mörch Mall. Bl. 1876 p. 50.

Schale gethürmt, schmutzig-weiss, wenig glänzend, durchscheinend; Spira eiför-.

mig-konisch oben schnell abnehmend und spitz, besteht aus 7 convexen, unten und oben kantigen durch eine tiefe Naht geschiedenen Umgängen, die durch Längsrippen und Quer- streifen decussirt sind, die Längsrippen 28—32 an der Zahl sind dünn und scharf, etwas schief, regelmässig, die Spiralstreifen sind dünner und durchsetzen auch die Kanten der Rippen, Letztere verfeinern sich auf der untern Hälfte der Hauptwindung, wogegen die Spiralseulptur hier gröber wird und schärfer hervortritt; Mündung schief, halbeiförmig, oben verengt, unten zu einem Ausguss zusammengezogen, seitlich erweitert; Spindel schief, schwach eingebogen, unten durch die Bucht verkürzt und abgebogen; Mundrand stumpf, gebogen, unten vorgezogen, innen schwach und schmal gelippt, aussen durch einen quer gestreiften Wulst verdickt.

Vaterland: Antillen: Cuba (Schwarz), Jamaica (Adams), St. Thomas (Krebs). Copie

nach Schwarz. Steht der vorigen Art ungemein nahe und ist wohl nur eine Varietät derselben. Siehe das bei

R. dubiosa gesagte.

37. Rissoina bicollaris Schwarz. Taf. 10. Fig. 5.

„R. testa crassa, alba, subsplendida, semipellucida, turrita; spira elongata, conico-acuminata; primi anfractus embryonales desunt, ceteris 6 subplanis, longitudinalibus et transversis decussatis valde clathrata; anfractu ultimo antice collaribus duobus transverse instructo; apertura obliqua, sub- ovatäa, margine obtusata, angulo superiori subangustato, inferiori rotundato, effuso; labro subsinuato, subrecto, inferne subproducto, extus varice elevato, transverse striato valde incrassato; labio angusto inferne sinuato, margine columellari excavato, inferne canali abbreviato et obtusato.

Long. 7,3, lata 2,9 Mm.

Rissoina bicolaris Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p, 155 t. 7 f. 50. Mörch Mal. Bl. 1876 p. 52.

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Schale stark, gethürmt, weiss, mässig glänzend, halbdurchsichtig; Spira lang, kegelförmig mit fehlenden Embryonalwindungen, besteht aus 6 fast ebenen Windungen, die durch vertiefte, canalartige Nähte getrennt sind, sie sind durch Längs- und Spiralleisten grob gegittert, nahe am untern Ende der Hauptwindung verengert sich diese ziemlich rasch und bildet zwei durch eine Rinne getrennte Ialswülste, von welchen der obere stark hervortritt und durch Uebersetzen der Längsleisten rauh gemacht wird; während der untere schwächer bleibt, den Ausguss umgibt und sich in dem Mundwulst verliert. Mündung halbeiförmig, schief gestellt, oben spitz auslaufend, unten vorgezogen und ausgerandet; Spindel oben eingedrückt, schwach gelippt, unten abgestutzt; Mundrand von oben grade, dann winkelig umgebogen und vorgezogen, innen gelippt, aussen mit verdicktem, erhobenem spiralgeleistetem Varix versehen.

Vaterland: Insel Cuba, woher sie Schwarz direet erhielt. Copie nach demselben.

Der folgenden Art sehr verwandt.

38. Rissoina fenestrata Schwarz. Taf. 10. Fig. 6.

„R. testa solida, alba, semipellucida, sabsplendida, turrita, spira elongata, conico-acuminata, anfractibus convexis 7, sutura profunda divisis, striis longitudinalibus transversisque robustis valde fenestrata; anfractu ultimo antice callo noduloso circumdato; apertura semiovata, angustata, angulo superiori acuto, inferiori elargato-effusa; labro sinuato, inferne valde producto, extus varice longitudi- nali exili et transverso crasse striato valde incrassato; labio angusto inferne subsinuato; margine eolumellari subobliquo, in medio impresso, infra canali abbreviato et obtusato.“ (Schwarz).

Long. 4,3; diam. 1,7 Mm.

Rissoina fenestrata Schwarz von Mohrenstern Rissoiden t. 7 f. 51. Mörch Mal. Bl. 1876 p. 52.

Schale gethürmt, stark, weiss, halbdurchsichtig, ziemlich glänzend; Spira schlank- kegelförmig mit fehlender Spitze, besteht aus 7 gewölbten durch tiefe Nähte getrennten Umgängen, die durch grobe Längs- und Spiralleistehen gegittert sind und fensterartige Räume zwischen sich lassen, oben sind 2, unten 5 Spiralleisten und 12—14 Längsleisten zu zählen, die Hauptwindung ist unten von einem deutlichen Halswulst umgeben, der durch die Rippen knotig gemacht wird; Mündung nicht sehr schief, schmal, halbeiför- mig, im obern Winkel zugespitzt, im untern breit ausgerandet; Mundrand geschweift, unten stark vorgezogen, innen schmal gelippt, aussen verdickt und umgeschlagen, der Varix ist spiral geleistet und fein längsgestreift; Spindel mässig schief, in der Mitte leicht eingedrückt schmal gelippt, unten abgestutzt.

Vaterland: Insel Cuba (Deshayes). Copie nach Schwarz.

39. Rissoina pulchra C. B, Adams. Taf. 10. Fig. 7.

Testa turrita, subsolida,nitidula, translueida, alba; spira acuminata, apice acutiusculo, sutura profunde divisa, anfractibus 10 convexis, lirulis longitudinalibus spiralibusque cancellatis, anfractu ultimo basi sulcato et eingulis tribus nodulosis circumdato; apertura subovata, superne acutiuscula, inferne late emarginata; columella medio concava, sublabiata, inferne abbreviata; labrum arcuatum, inferne productum, intus vix labiatum, extus varicosum, varice spiraliter crasse lirato et longitudina- liter exiliter lineato.

Rissoına pulchra C. B. Adams Contr. to Conch. p- 14. Mörch Mal, Bl. 1876 p. 51. _ cancellata Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 157 pars t 7 f. 52a. Mörch Mal. Bl. 1876 p. 52.

Sehale gethürmt, ziemlich solid, etwas glänzend, weiss und durchscheinend; Spira lang, spitz ausgezogen und mit spitzlichem Ende, besteht aus 10 convexen durch tiefe Nähte getheilten Umgängen, die durch Längs- und Spiralleistehen gegittert sind, Hauptum- gang scheidet sich unten durch eine tiefe und breite Rinne und unter derselben durch einen aus drei geknoteten Spiralringen zusammengesetzten Halswulst von der Mündung ab; Mündung gross, wenig schief, über halbeiförmig, oben spitz ausgezogen, unten breit und flach ausgeschnitten; Spindel leicht einwärts gebogen, sehr schwach gelippt, unten durch den Ausschnitt abgestumpft; Mundrand stark gebogen, unten stark vor- gezogen, innen kaum gelippt, aussen verdickt, der breite Varix ist grob spiral geleistet und fein längsgestreift.

Vaterland: Cuba und Jaimaica (Pfeiffer und Adams), St. Thomas (Krebs), Vieques u. Bahama (Riise). Copie nach Schwarz).

Ich bin hier nicht der Meinung Schwarzens gefolgt und habe die westindischen Exemplare von den Philippinischen getrennt, wenngleich die Unterschiede unerheblich sind. Bei solcher geographischen Verbreitung thut man wohl, auf die kleinsten Unterschiede Werth zu legen und so ganz klein sind sie hier doch nicht. ‘Die Furche sowohl als die 3 Ringe des Halswulstes sind doch bedeutend mehr bei unsrer Art entwickelt als die der R. cancellata. Ausserdem ist diese Letzte noch mit sehr deutlichen Querbinden gezeichnet. Dies genügt vollkommen bei solcher geographischen Verbreitung die Arten zu scheiden. Diese Art hatte Schwarz unter dem Namen R. Philippiana Pfeiffer Ms.

40. Rissoina cancellata Philippi. Taf. 10. Fig. 8.

„R. testa subsolida, subsplendida, semipellucida, lactea, colore luteo bifaseiata, turrita; spira elongata acuta, lineis elevatis longitudinalibus transversisque cancellata; anfractibus 10 eonvexis, su- tura profunda divisa; lineis longitudinalibus circa 16—18, transversis4—5 in anfractibus superioribus, 7—8 in ultimo, anfractu ultimo inferne sulco transverso profundo et eingulis tribus confertis nodu- losis torum formantibus eircumdato; apertura subobliqua, subovata, angulo superiori acuminata, in-

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feriori effusa, labro valde sinuato, inferne producto, extus varice transversaliter crasso et longitudi- naliter exile striato, incrassato, margine columellari in medio impresso, inferne canali abbreviato et obsusato“. (Schwarz). Long. 6,4, diam. 2. 3 Mm. Rissoina cancellata Philippi Zeitschr. für Malacozoologie 1847 p. 127. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 157 t. 7 f. 52 excl. fig. 52a.

Schale gethürmt, mässig stark, schwach glänzend, durchscheinend, milchweiss mit zwei dottergelben Spiralbinden gezeichnet; Spira lang und spitz, besteht aus 10 con- vexen durch eine tiefe Naht getrennten Umgängen, die durch rechtwinklich sich kreu- zende Längs- und Spiralleistehen deutlich gegittert sind, die Längsleisten 16—18, Spiral- leisten der obern Windungen 4-5, der Hauptwindung 7—8 an Zahl sind ziemlich gleich stark, am Fusse der letzten Windung die Spindelparthie umfassend, verläuft unter der letzten Leiste eine tiefe Furche minder breit als bei voriger Art und unter dieser ein aus 3 gegliederten Reifen gebildeter Halswulst; Mündung gross mehr als halbeiförmig, oben spitz ausgezogen, unten mit abgerundetem Ausguss versehen; Spindel oben eingedrückt, schwach gelippt, unten durch den Ausguss abgestutzt; Mundrand geschweift, unten vorgezogen, innen schmal gelippt und unten geschweift, aussen durch einen Wulst ver- diekt, der quer geleistet und der Länge nach fein linürt ist.

Vaterland: Philippinen (Cuming), Bolivia (Philippi).

41. Rissoina nitida A. Adams, Tab. 11. Fig. 1.

„R. testa turrito-subulata, alba, solida, nitida, anfractibus novem, convexiusculis, longitudinaliter eostata, transversim lirata, liris ad costas nodulosis; apertura semioyata, antice subcanaliculata labio antice callo desinente; labro extus incrassato, margine subacuto, antice diaphono producto.“ (A. Adams).

Long. 5,5, diam, 2,2 Mm.

Rissoina nitida A. Adams Proc. zool. Soc. London 1851 p. 266 idem in Ann. et Mag, nat. hist, 1354 p. 67. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 158 t. 7

fig. 53,

Schale gethürmt, mässig stark, weiss oder gelblich, glänzend; Spira lang ausge- zogen mit stumpflichem Ende, besteht aus 8—9 wenig convexen Umgängen, die von einer vertieften und graden Naht begrenzt sind, sie sind durch Längsrippchen und Spiral- leisten gegittert, bei stärkeren Hervortreten der Erstern und knopfförmiger Verdickung der Kreuzungspunkte; Hauptumgang mehr gewölbt und unten stark eingeschnürt, ist von einer breiten Furche und glattem Halswult umgeben, er trägt neben 16—18 Rippen 5—6 Spiralleisten, gegen 3 beziehungsweise 2 auf den obern Windungen; Mündung schief, halbeiförmig, oben verengert und zugerundet der hier gezeichnete Zahn ist ein

Zeichnenfehler unten einen starken Ausguss bildend; Spindel etwas eingedrückt, 5*

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schwach gelippt, unten abgestumpft; Mundrand geschweift, unten vorgezogen, innen oben schmal, unten weit gelippt und gerandet, aussen umgeschlagen und mit stark ge- wölbtem Längswulst versehen, der stark spiral geleistet ist.

Vaterland: Insel Camaguing Philippinen (Cuming).

42. Rissoina Sagrayana D’Orbigny. Taf. 11. Fig. 2.

„BR. testa solida, alba, nıtida, semipellucida, turrita; spira elongata conico-acuminata, anfrac- tibus 8—9 convexis, sutura profunda divisa; primis anfractibus embryonalis laevibus, ceteris costis longitudinalibus reetis elevatis, rotundatis et striis transversis granulato-decussatis 6—7, ultimo ad basim callo granuloso circumdato; apertura subobliqua, angustata, subovata, angulo superiori acuto, inferiori effuso; labro sinuato, inferne subproducto extus varice transversim crasse et longitudinaliter exiliter striato valde incrassato; labio angusto, inferne sinuato; margine columellari ad mediam par- tem impresso, inferne canali abbreviato et valde obtusato.“ (Schwarz).

Long. 4,3; diam. 1,5 Mm.

Rissoina Sagrayana D’Orbigny in Ram. de la Sagra’s Cuba t. 12 f. 4. 5. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 158 t. 7 fig. 54. Mörch Mal. Bl. 1876 p- 51.

Schale gethürmt, stark, weiss, glänzend, durchscheinend; Spira lang und spitz ausgezogen, besteht aus 8—9 convexen, durch eine tiefe Naht geschiedenen Umgängen, wovon die obern, embryonalen glatt und die übrigen durch grade, erhabene, abgerundete Längs- und Spiralleisten gegittert sind mit Knöpfehen an den Kreuzpunkten, auf dem Hauptumgang sind 6—7 Spiralleisten und am Fuss ein granulirter Halswulst zu zählen; Mündung etwas schief, verengt, halbeiförmig, oben spitz auslaufend, unten ausgussartig ausgerandet; Spindel in der Mitte eingedrückt, gelippt, unten durch den Ausguss ab- gestutzt und stark verkürzt; Mundrand geschweift, unten vorgezogen, innen oben schmal- unten breit-gelippt, aussen umgeschlagen und zu gewölbtem, spiral stark- der Länge nach sehwach-gestreiftem Wulst verdickt.

Vaterland: Martinique und St. Thomas Westindien (D’Orbigny). Copie nach Schwarz.

43. Rissoina Deshayesi Schwarz. Taf. 11. Fig. 3.

„R. testa solida, lactea, splendida, semipellucida, turrita, spira conico-elongata, acuta, anfracti- bus 9—10 subconvexis, costis longitudinalibus et striis transversis eleganter celathrata; sutura im- pressa, subundulata; costis rectis elevatis 22—24, striis transversis non minus elevatis et aequalibus, nodulato-decussatis, ultimo anfractu inferne constricto et cingulo toroso circumdato; apertura obliqua, angustato-semiovata, angulo superiori contracta, inferiori valde effusa et incisa; labro sinuato inferne

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produeto, extus varice transversim crasse et longitudinaliter exile striato, valde incrassato, intus sul- cato; labio angusto versus basim elärgato-dilatato, sinuato; margine columellari in medio impresso, inferne canali valde abbreviato et obtusato.“ (Schwarz). Long. 9,4; diam. maj. 3,3 Mm. Rissoina Deshayesi Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 159 t. 7 f. 55.

Schale gethürmt, stark, milchweiss, glänzend, durchscheinend; Spira länglich- kegelförmig, spitz, besteht aus 9—10 leicht gewölbten durch eine tiefe etwas wellenförmig verlaufende Naht getrennten Umgängen, die regelmässig durch Längs und Spiralleisten gegittert sind, auf den Kreuzpunkten stehen schwache Knötchen, auf der letzten Win- dung sind 22—24 Längs- und 8—9 Spiralleisten zu zählen, der letzte Leisten ist etwas verstärkt und bildet an der Mündung den Halswulst, der durch eine starke Einschnürung von den übrigen getrennt ist; Mündung schief, schmal halbeiförmis im obern Winkel verengt und spitz, im untern mit einem stark eingeschnittenen Ausguss nach Art der Cerithien versehen; Spindel schief, in der Mitte eingedrückt, unten durch den Ausschnitt verkürzt und abgestumpft; Mundrand geschweift und unten vorgezogen, durch den Ausguss stark gebuchtet, innen gelippt, die Lippe oben eng unten erweitert, Mündungs- wand gefaltet, aussen gewölbt, durch einen, durch grobe Spiral und feine Längsseulptur, gezeichneten Wulst verdickt. Die Faltung der innern Wand ist der Eindruck, den die groben Spiralrippen nach innen machen.

Vaterland: Insel Mindanao Philippinen (Cuminsg).

44. Rissoina labrosa Schwarz. Taf. 11. Fig. 4.

„R. testa solida, laetea, subsplendida, semipellueida, turrita, spira elongata, conico-acuminata, anfractibus 9—10 subplanis, decussatis, sutura distineta, subcarinata divisis; costis longitudinalibus 24—26 rectis, elevatis, striis transversis 8—9 minus elevatis costis superantibus; apertura obliqua, semiovata, angulo superiori coarctata, inferiori valde effusa, fere sinuato-incisa; labro tumido, crasso, parum sinuata, versus basim subproducto, extus varice lato, longitudinaliter transversimque striato, eximie incerassato; labio angusto ad basim sinuato, margine columellari in medio impresso, infra canali abbreviato et obtusato.“ (Schwarz).

Long. 9,5 diam. maj. 3,7 Mm.

Rissoina labrosa Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 162 t. 7 fig. 58. Mörch Mal. Bl. 1876 p. 5l.

Schale gethürmt, stark, milchweiss, wenig glänzend, durchscheinend; Spira lang, konisch-langausgezogen, besteht aus 9—10 fast ebenen Umgänge, die durch eine deutliche etwas ausgehöhlte Naht getrennt sind, sie sind durch ungefähr 25—28 grade, erhobene Längsrippchen und eirca 8-9 minder hohen Spiralleisten gegittert, doch ist die Gitterung durch das stärkere Hervortreten der Längsrippen nicht vollkommen; Mündung schief, halb- eiförmig, oben eng und ausgespitzt, unten erweitert und weit ausgeschnitten, Mundrand

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stark verdickt, fast grade, nach unten vorgezogen, innen oben schmal, unten ausgedehnt gelippt, aussen durch sehr breiten, gegitterten Wulst ungewöhnlich stark verdickt, trotz- dem doch wenig abgesondert erscheinend; Spindel sehr verkürzt und abgestutzt, in der Mitte etwas eingedrückt, sehr schwach gelippt.

Vaterland: Cuba (Schwarz), St. Thomas (Krebs). Copie nach Schwarz.

45. Rissoina media Schwarz. Taf. 11. Fig. 5.

„R. testa solida alba vel luteola, subsplendida, semipellucida, turrita; spira conico-ovata, apice acuto; anfractibus 38 subconvexis, primis duabus embryonalibus laeyibus, ceteris striis longitudinalibus transversisque deceussatis; sutura distineta sed angusta; ultimo anfractu costis circa 18—22 rectis, elevatis, paribus striis transversis 7—9 obtecta ad basim cingulis tenuibus tribus torum formantibus circumdato; apertura obliqua, angustato-semiovata, angulo superiori subacuto, inferiori valde effusa; labro sinuato, inferne- producto, ertus varice transversim crasso et longitudinaliter dense striato in- cerassato; labio angusto versus basim sinuato; margine columellari in medio excavato, inferne canali abbreviato et valde obtusato.“ (Schwarz).

Rissoina media Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 160 t. 7 £. 59,

Schale gethürmt, stark, weiss oder gelblich, etwas glänzend, durchscheinend; Spira breit-kegelförmig mit spitzem Ende, besteht aus 8 etwas gewölbten Umgängen, die durch eine feine aber deutliche Naht getrennt sind, davon sind die beiden obersten embryonal und ohne Seculptur, die übrigen tragen eine Gitterung aus Längs und Spiralleistehen be- stehend, wovon 18—22 auf die ersten und 3—4 resp. 7—8 auf die letzten kommen, am untern Ende der bauchigen Hauptwindung stehen noch 3 erhabene Spiralleisten, welche nach Art eines Halsbandes die Mündung umgeben, doch vergleichsweisse sehr schwach sind; Mündung schief-verschmälert, halbeiförmig, oben mässig verengt, unten weit aus- geschnitten; Spindel eingedrückt, verkürzt und unten abgerundet; Mundrand ge- schweift, unten mässig vorgezogen, innen gelippt, Lippe schmal, unten ausgebreitet, aussen mit einen stark quer gestreiften und dazwischen längsgefalteten breiten Wulst verdickt.

Vaterland: Ceylon, Jave, Nicobaren (Schwarz), dessen Bilder copirt sind.

2. Rissoina striata Quoy et Gaimard. Taf. 11. Fig. 7.

Zur bessern Erkennung dieser auf Taf. 5 Fig. 7, 8 von Dr. Küster gegebenen Art, lasse ich hier noch eine Copie des schönen Schwarz’schen Bildes fig. 57 folgen.

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46. Rissoina erythraea Philippi. Taf. 11. Fig. 6.

„R. testa solida, subsplendida, semipellucida, alba, nonunquam colore luteo unifasciata, turrita; spira elongata, conico-acuminata; anfractibus 7—8 subplanis, sutura canaliculata divisis, longitudi- naliter costatis et striis transversis decussatis; .costellis circa 16—13 ad basim ultimi anfractus evanes- eentivus; ceingulis transversis quatuor in anfractibus superioribus, septem in ultimo; apertura parva, vix tertiam longitudinis partem aequante, angulo superiori angustäta, inferiori effusa; labro recto, extus varice longitudinaliter striato inerassato; margine columellari ad mediam parte impresso, in- ferne canali abbreviato et valde obtusato.“ (Schwarz).

Long. 3,3; diam. maj. 1,2.

Rissoina erythraea Philippi Zeitschr. für Mal. 1851 p. 98. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 163. Issel mar rosso p. 207. Schmeltz Mus. Godeffr. Cat. V p. 103. —_ cerithiiformis Dunker in Mus. Godeffroy Cat. IV.

Schale gethürmt, solid, schwach glänzend, schmutzig weiss mit oder ohne eine dottergelbe Spiralbinde; Spira gestreckt, konisch-spitz ausgezogen, besteht aus 7—8 bei- nahe ebenen durch ausgehöhlte Naht geschiedenen Umgängen, die mit Längsrippchen und Querleistehen decussirt sind, die ersteren erreichen auf dem Hauptumgang die Zahl von 16 bis 18, die letztern auf den obern Windungen 4 und auf der letzten 7; zwei Em- bryonalumgänge ohne jede Sculptur sind noch hinzuzufügen; Mündung klein, kaum !/; der Länge einnehmend, oben verengt, unten mit deutlichem Ausguss; Spindel verkürzt und abgestumpt, in der Mitte eingedrückt und gelippt; Mundrand vorn scharf, grade unten umgebogen und nicht vorgezogen, innen schwach gelippt, aussen mit längsgestreif- tem Wulst verdickt.

Vaterland: Rothes Meer Suez (M’Andrew), Maksur (Ehrenberg), Djedda (Jickeli) Aden (Philippi), Mauritius (Schwarz), Sandwich Inseln (Schwarz); Upalu, Samoa (Schmeltz).

Durch den graden, unten etwas zurücktretenden Mundrand leicht erkennbar.

47. Rissoina bellula A. Adams. Taf. 11. Fig. 8.

„R. testa subulato-turrita, alba, semipellucida; anfractibus octo, convexiusculis, cingulis trans- versis elevatis, granulosis, interstitiis longitudinaliter concinne clathratis ornata; anfractu ultimo sulco profundo instructo; apertura semiovata, antice subcanaliculata; labio antice callo terminato; labro flexuoso margine extus valde varicoso.“ (A. Adams).

Long. 5, diam. maj. 2 Mm.

Rissoina bellula A. Adams Proc. zool. Soc. London 1851 p. 266 idem Ann. and Mag. nat. hist. 1854 p. 68. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 164 t. 8 f. 60.

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Schale gethürmt, mässig stark, durchscheinend, weiss, wenig glänzend; Spira ge- streckt, ausgezogen-konisch, besteht aus 8-9 etwas gewölbten durch deutliche Naht ge- trennte Umgängen, die durch erhabene, gekörnelte Spiralgürtel geziert und durch lamel- lenartige Längsrippchen durchkreuzt sind, auf den oberen Windungen ausser den glatten Embryonalenden stehen 2, an den mittlern 3 und am Hauptumgang 5 solche Perlgürtel, am Ende des Letztern steht, durch eine tiefe Furche getrennt noch ein sechster, der gleichsam eine Halswulst bildet; Mündung schief, halbeiförmig, oben stumpf-ausge- spitzt, unten canalartigausgerandet; Spindel schief, wenig verkürzt, eingedrückt und gelippt, unten abgestumpft; Mundrand scharf, geschweift, etwas vorgezogen, innen oben schmal unten breiter gelippt, aussen durch gewölbten, spiral geleisteten und längsgestreiften, breiten Wulst verdickt.

Vaterland: Insel Calapan und Mindoro Philippinen (Cuming).

48. Rissoina nodicincta A. Adams. Taf. 12. Fig. 1.

„R. testa subulata, turrita, alba, solida, anfractibus 10—12 convexis, longitudinaliter plicatis, plieis angustis, distantibus transversim tenuissime striata, in medium anfraetum cingula elevata ad plicas nodosas ornata, sutura nodulis moniliformibus cincta; apertura semiovata, antice subcanali- culata; labio antice callo terminato; labro dilatato, extus incrassato, margine flexuoso.“ (A. Adams).

Long. 10,6 diam. maj. 4,2. Ä

Rissoina nodicincta A. Adams Proc. zool. Soc. London 1851 p. 266 idem Ann. and Mag. nat. hist. 1854 p. 68. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 164 t, 8 £. 61.

Schale gethürmt, solid, durehscheinend, porzellanartig glänzend, weiss, Spira spitz ausgezogen-konisch; besteht aus 9—10 kantigen Umgängen, die durch eine deutliche aber nicht sehr tiefe Naht getrennt sind, sie tragen etwa 18 bis 20 schief nach links gerich- tete, enge entfernt stehende von äusserst feinen Querlinien gekreuzte Längsrippehen und einen Hauptspiralgürtel in der Mitte und einen schwächeren an der Naht, die an den Kreuzungsstellen mit den Längsrippen knotige Verdiekungen erzeugen, am Nahtgürtel zuweilen zu Perlen werden, auf den Hauptumgang: stehen 4 Spiralgürtel, dieser ist unter- halb des letzten Gürtels stark eingeschnürt und mit schwachen Leisten unter der Rinne versehen. Mündung wenig schief, nicht ganz halbeiförmig, oben verengt und abgerun- -det, unten ausgussartig ausgerandet; Spindel abgekürzt eingebogen, schmal gelippt; Mundrand gerundet, stark geschweift, unten stark vorgezogen, aussen durch eine breit6, sculpturlose Wulst verdickt, Lippe flach und aufliegend.

Vaterland: Philippinische Inseln allerwärts (Cuming). Copie nach Schwarz.

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49. Rissoina deformis Sowerby. Taf. 12. Fig. 2.

„R. testa solida, lactea laevi, subsplendida, semipellucida, elongato-turrita; anfractibus 7—8 subplanis laevibus; apertura subrecta, semiovata, angulo superiori acuta, inferiori parum effusa; labro obtuso, recto, ad basim parum producto, incrassato, sed non vere varicoso, labio reflexo, adnato in- ferne subsinuato, margine columellari subobliquo in medio subimpresso, inferne canali subobtusato.“ (Schwarz).

Long. 23 Mm., diam. 7 Mm.

Rissoa deformis Sowerby Gen. of shells f. 20. Reeve Conch. Syst. p. 151. Rissoina _ Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 168 t. 8 f. 75.

Schale gethürmt, stark, glatt und ziemlich glänzend, durchscheinend weiss; Spira ausgezogen, mit stumpfem Ende, besteht aus 7—8 fast ebenen durch eine deutliche aber flache Naht geschiedenen Windungen, wovon einzelne verschoben und missgestaltet sind; Mündung gross, wenig schief, oben spitz, unten schwach ausgerandet; S-pindel nicht verkürzt, nur abgestumpft, gelippt und nicht sehr schief; Mundrand abgestumpft, doch ein wenig umgeschlagen, fast grade und etwas unten vorgezogen, Lippe umgeschlagen und aufliegend, aussen verdickt ohne grade einen Wulst zu bilden.

Vaterland: Insel Capul Philippinen (Cuming). Copie nach Schwarz.

Schwarz meinte die beiden ihm bekannt gewordenen Exemplare schienen ihm abgerieben und es sei nicht sicher zu erkennen, ob sie nicht ursprünglich spiral gestreift gewesen seien, dann hätte er von der Veröffentlichung Abstand nehmen müssen. Die Worte „subpellueida, subsplendida“ in der Diagnose stimmen aber zu solcher Annahme schlecht, dies ist die Ursache, dass ich die Art nicht einfach aus der Liste streiche, denn Arten, deren Erhaltungszustand so beschaffen ist, dass ihre Kenn- zeichen nicht erkannt werden können, dürfen in eine richtige Monographie nicht aufgenommen wer- den, gleichviel ob Deshayes oder Cuming sie für würdig hielten, sie in ihre Sammlungen zu nehmen

50, Rissoina striolata A. Adams. Taf. 12. Fig. 3.

„R. testa subulato-turrita, alba, tenui, pellueida; anfractibus 11; supremis longitudinaliter pli- catis, planulatis, prope suturam subangulatis, transversim striatis, striolis confertis concentrieis; aper- tura semiovata, antice subcanaliculata, labio postice incrassata, antice callo- desinente, labro dilatato. margine incrassato subreflexo.“ (A. Adams).

Long. 9, diam. 3 Mm,

Rıssoina striolata A. Adams Proc. zool. Soc. London 1851 p. 266 idem Ann, and Mag. Nat. hist. 1854 p. 67. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 170 t. 8 i. 66.

Schale gethürmt, dünn, durchscheinend, weiss; Spira lang ausgezogen, mit con-

vexen Seiten, besteht aus 11 fast ebenen, an der deutlichen und graden Naht, etwas I. 22. 6

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kantigen Umgängen, wovon die obern die glatten Anfangswindungen ausgenommen längsgerippt und spiral gestreift sind, die 3 untersten sind ohne Längssculptur, dagegen von sehr feinen, dichtstehenden, Spiralstreifehen besetzt; die Hauptwindung trägt unten einen nur quer gestreiften Halswulst; Mündung gross, nicht schief, verlängert eiförmig der Zeichnung nach nicht halbeiförmig oben spitz auslaufend, unten abgerundet, schwach ausgerandet, Spindel ziemlich grade, gelippt, in der Mitte eingedrückt, unten nur wenig abgebogen, knopfförmig verdiekt; Mundrand fast grade, unten wenig vorge- zogen, sonst abgerundet und wenig umgeschlagen, innen fein und fest aufliegend gelippt, aussen einfach verdickt, doch umfasst dieser flache Wulst den ganzen untern Theil der Mündung und der Spindel.

Fundort: Insel Bohol und Barclayon Philippinen (Cuming). Copie nach Schwarz.

Ist der R. spirata Sowerby so nahe verwandt, dass der Vergleich grösserer Mengen von Exemplaren vielleicht eine Einziehung und Anrcihung als Varietät der R. spirata zur Folge haben könnte.

51. Rissoina spirata Sowerby. Taf. 12. Fig. 4.

„R testa subsolita, subsplendida, pellucida, lactea, turrito-elongata; anfractibus 8—-9 planu- latis, contabulatis, primis 6 praecipitanter acuminatis, costatis; costis circa 18—20, striis transversis tenuibus ornatis; infimi duo anfractus cylindrici, tenuissime transversaliter striati; sutura anfractum superiorum crenata, inferiorum recta; apertura semiovata, superne acuta, inferne subeffusa, labro ob- tuso, sinuato, medio parte producto, extus paulum incrassato; columella subobliqua, in medio sub impressa.“ (Schwarz).

Long. 10,3; diam. 3,3 Mm.

Rissoa spirata Sowerby Gen. of shells t. 208 f. 2. Reeve Conch. Syst. p. 152. Rissoina _ Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 169 t. 9 f. 67. M’Andrew Rep. GIf. Suez.

Schale gethürmt, nicht sehr solid, wenig glänzend, durchscheinend, milchweiss; Spira spitz ausgezogen, lang, nach der Spitze schnell abnehmend, besteht aus 8—-9 fast ebenen Umgängen, von denen die 6 obern durch eine gekerbte Naht getrennten mit 18— 20 Längsrippen und sehr feinen Spiralstreifehen geziert sind, die zwei untern walzenför- migen Umgänge entbehren dagegen jeder Längsseulptur und sind nur fein und zart spiral- gestreift, zuweilen sind sie nächst der einfachen graden Naht etwas eingezogen; Mün- dung wenig schief, mehr als halbeiförmigs, oben läuft sie spitz, fast rinnenförmig, unten ausgussartig aus; Mundrand abgerundet, geschweift, in der Mitte und unten vorgezogen, innen gelippt, aussen breit doch flach gewulstet; Spindel wenig schief, wenig concav, wohl gelippt und diese etwas abgelöst, unten wenig abgestumpft.

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Fundort: Rothes Meer (Deshayes) Zeite Punkt (M’Andr.), Djedda (Jickeli), Phi- lippinen (Cuming); Insel Rawak im australischen Ocean (Deshayes). Copie nach Schwarz. Diese Art bildet mit R. Orbignyi und striolata (siehe vorher) eine gute Gruppe.

52. Rissoina albida C. B. Adams. Taf. 12. Fig. 5.

„R. testa magna, diaphana, albida; apice acutissima; anfractibus 10, costatis et strlis exilis- simis decurentibus, eleganter decussatis; striis juxta suturas profundioribus; anfractibus angustiori- bus; labio a labro supra sinu disjuncta.“ (C. B. Adams).

Long. 6,2; diam. 2,5 Mm.

Rissoa albida C. B. Adams Proc. zool. Soc. Boston 1845 p. 6 t. affiniis— -—-.—- _ 2.7 Rissoina albida Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 171 t. 9 f. 68. Mörch Mal. Bl, 1876 p. 48.

Schale gethürmt, gross, dünnschalig, durchscheinend-weiss oder gelblich, Spira lang und sehr spitz ausgezogen, besteht aus 10 durch eine tiefe Naht getrennten Um- gängen, von denen die beiden sehr kleinen Embryonalwindungen glatt, die folgenden mit 20—24 feinen, flachen Längsrippchen versehen sind, über die und deren Zwischenräume äusserst feine Spirallinien laufen, die in der Nähe der Naht, da wo die Umgänge am stärksten eingeschnürt sind, mehr vertieft sind, am vorletzten Umgang werden die Rippen mehr und mehr obsolet und fehlen am aufgetriebenen Hauptumgang ganz, während die Spiralseulptur bis zur Basis anhält; Mündung nicht schief, eiförmig, oben spitz, unten abgerundet und nur mit Andeutung einer Ausrandung versehen; Mundrand vorn scharf schief, unten vorgezogen etwas umgeschlagen, innen gelippt, aussen mit schwachem Wulst versehen, der sich unten herumzieht und ausserhalb der Spindel eine Art von Halswulst bildet; Spindel schief, breit gelippt, nicht abgestutzt, nur unten abgelenkt und los- gelöst.

Fundort: Cuba und Jamaica (C. B. Adams), St. Thomas (Rise), Porto Plata (Krebs). Copie nach Schwarz.

R. affinis ©. B. Adams ist nach Schwarz nur eine schlanke Varietät dieser Art, die mir bei Rissoina schlecht untergebracht erscheint. Nur der Deckel, der meines Wissens nach nicht be- kannt ist, könnte die Frage entscheiden, ob wir es mit einer Rissoa oder Rissoina zu thun haben.

53. Rissoina semiglabrata A. Adams. Taf. 12. Fig. 6.

„R. testa subulato-pyramidali, alba solida, nitida, anfractibus convexiusculis, supremis trans- versim striatis, inferioribus glabratis; apertura semiovali, antice subcanalıculata, labio incrassato, labro dilatato, crasso, intus tubereulis crassis instructo, margine subflexuoso.“ (A. Adams).

Long. 9, diam. 3,8 Mm.

Rissoina semiglabrata A, Adams Proc. zool. Soc. London 1851 p. 279. 6*

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Schale gethürmt, stark, porzellanartig glatt und glänzend, undurchsichtig gelblich- weiss, die letzte Windung zuweilen rosenroth oder orangegelb angelaufen; Spira ei- förmig-pyramidal mit scharf ausgespitztem Ende, besteht aus 9—10 gewölbten Umgänger, die durch eine deutliche doch wenig vertiefte Naht getrennt sind, wovon die obersten ausser dem glatten Apex längsgefaltet und spiral sehr fein gestreift, die folgenden nur fein quergestreift sind, die sehr verdiekte Hauptwindung ist völlig glatt; Mündung nicht schief zur Axe, oben ausgespitzt, unten zugerundet-erweitert, kaum angedeutet aus- gerandet; Mundrand stumpf, umgeschlagen, erweitert, wenig geschweift, unten stark vorgezogen, innen gelippt, Lippe mit 3 zahnartigen Erhöhungen geziert, aussen verdickt, ohne eigentlichen Wulst. Spindel dick gelippt, aufliegend, wenig schief, nicht verkürzt noch abgestutzt.

Vaterland: Delequete auf Cuba. (Schwarz dessen Bilder copirt sind).

Eine eigerthümliche Art, die wohl noch ins Subgenus Zebina gehört, obgleich dasselbe auf die indo-pacifische Provinz beschränkt zu sein scheint.

54. Rissoina insignis Adams et Reeve. Taf. 12. Fig. 7.

„R. testa solida, crassa, porcellanea, splendida, alba, ultima anfractu rosea vel lutea, subovata, contabulata, apice obtuso; anfractibus 5—6 ultimo inflato-globoso, superioribus convexiusculis, prope suturas parum constrietis et angulato-contabulatis, striis transversalibus tenuissimis, confertis et pli- cis longitudinalibus obscuris, distantibus ornatis; apertura subrecta, ovata, patula, angulo superiori acuto, inferiori rotundato; labro sinuato, crasso, obtuso, dilatato, ad mediam partem et basim pro- ducto, intus dendato, labio angusto, versus basim elargato-dilatato; margine columellari subobliquo, inferne non abbreviato.“ (Schwarz).

Long. 9: diam. 4,5 Mm,

Rissoina insignis Adams et Reeve Voy. Samarang p.53 t.11 f. 20. Schwarz von Moh- renstern Rissoiden p. 172 t.9 £.70.

Schale sehr stark, dick, porcellanartig, glänzend, weiss oder gelblich, die Haupt- windung rosenroth oder dottergelb, wenig gethürmt mit stumpfem Ende; Spira eiförmig- verlängert, besteht aus 5— 6 kantigen Umgängen die treppenartig abgesetzt und durch einfache Naht getrennt sind, sie sind an der Naht wenig eingeschnürt und tragen feine, etwas unregelmässige, dicht gestellte Spiralstreifen, die obern ausserdem noch flache, breite, wenig in die Augen fallende Längsfalten, die an der vorletzten Windung schon ganz verschwunden sind; Hauptwindung. kugelig abgerundet; Mündung nicht schief zur Axe, eiförmig, unten und seitlich vorgezogen, unten abgerundet, ohne Ausschnitt, oben ausge- spitzt; Mundrand stumpf, verdickt, etwas umgeschlagen, in der Mitte und unten vor- gezogen, innen gezähnt mit 10 faltenartigen Kerben; Spindel wenig schief, gelippt, Lippe oben schmal, unten erweitert und abgelöst, nicht abgestutzt.

Vaterland: China (Adams und Reeve), Copie nach Schwarz.

Ganz eigenthümliche Art, die wohl für sich eine Untergruppe im Subgenus Zebina bilden wird.

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55. Rissoina tridentata Michaud. "Taf. 12. Fig. 8.

„R. testa solida, alba, laevissima, splendida, semipellueida, conoidea, anfractibus septimis con- vexiusculis, fere planis, superioribus duobus nonnunquam obsolete subcostatis, ultimo anfractu magno; sutura plana; apertura subovata, obliqua, angulo superiori acutissima, fere incisa, inferiori rotundato subeffusa; labro obliquo tumido, incrassato (sed varicem non formante) non sinuato, subdilatato, ad basim in obligquum valde producto, intus tridentato; labio valde reflexo, adnato, ad basim inferne valde expanso et sinuato, margine columellari obliguo, in medio paulum inflexo, ad basim sub- obtusato.

Long. 8; diam. maj. 4 Mm.“ (Schwarz).

Rissoa tridentata Michaud Deser. de Cog. nouy. p. 6. Deshayes-Lamarck 2 Ed. IX. p. 482. Rissoina —. Schwarz von Mohrenstern Fam. der Rissoiden p. 175.1. 9 f. 74.

Schale konisch, stark, weiss, glatt und glänzend, halbdurchscheinend; Spira spitz mit fast geraden Aussenlinien, besteht aus 7 fast flachen, durch eine ziemlich ebene Naht getrennten glatten Windungen, wovon zuweilen die beiden obern flach gerippt sind; die Hauptwindung ist im Verhältniss zu der andern gross; Mündung beinahe eiförmig, schief, oben sehr spitz auslaufend, beinahe eingeschnitten, unten gerundet mit fast aus- gussartigem Ende; Spindelplatte weit umgeschlagen, angewachsen, unten erweitert und ausgeschweift; Spindelrand schief, etwas eingedrückt und unten abgestumpft; Mundrand etwas verdickt, gebogen, aussen stumpf und wenig umgeschlagen, innen gelippt, Lippe wenig stark, nach unten stark vorgezogen und mit 3 entferntstehenden Zahnfalten besetzt.

Vaterland: Im rothen Meer, an der Insel Negroes-Philippinen - Mauritius und Sand- wich-Inseln. (Schwarz).

Gehört in die Untergattung Zebina H. et Adams,

56. Rissoina bidentata Philippi. Taf. 13. Fig. 1.

„R. testa solida, laevissima, splendida, alba, parum pellucida, ovato-elongata; anfractibus sep- tenis subconvexis, superioribus tribus longitudinaliter plicatis; sutura subimpressa; apertura obliqua, subovata, angulo superiori acutissima fere ineisa, inferiori rotundato subeffusa; labro obliquo, tumido, inerassato (sed non vero.varicoso,) rotundato, subdilatato, inferne in obliguum valde producto, intus bidentato; labio valde reflexo, adnato, ad basim valde expanso, margine columellari obliquo, in me- dio paulum inflexo, ad basim non abbreviato.“ (Schwarz).

Long. 6,5; lata 2,3 Mm.

Rissoina bidentata Philippi in Wiegmann’s Archiv 1845 p. 64. Schwarz von Mohren- stern Fam. Rissoiden p. 176 t. 9 f. 75.

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Schale solid, glänzend glatt, weiss, wenig durchscheinend, länglich - eiförmig ; Spira kegelförmig, besteht aus 7 etwas convexen Umgängen, von denen die 3 obersten (ohne die glatten embryonalen) längsgerippt sind, Naht wenig vertieft; Mündung schief, beinahe eiförmig, oben sehr eng und in sehr spitzem Winkel endigend, unten abgerun- det und schwach zu einer ausgussartigen Rinne ausgeschnitten oder besser ausgedrückt; Mundrand schief verdickt und stumpf, ohne Wulst zu bilden, innen schwach gelippt und mit zwei Zähnen versehen; Spindel gebogen, innen stark gelippt, umgeschlagen, anliegend, unten stark ausgebreitet, aussen scharf, schief, etwas eingedrückt, unten nicht abgestutzt.

Vaterland: Insel Mauritius und Freundschaftsinseln. (Philippi, Recluz).

Steht der vorhergehenden Art so nahe, dass man sie wohl für eine Varietät mit nur zwei Zäh- nen ansehen möchte.

57. Rissoina eulimoides A. Adams. Taf. 13. Fig. 2.

„R. testa subulato-pyramidali, alba, solida, nitida; anfractibus planiusculis, suturis impressis; apertura semiovata, antice subcanaliculata, labio laevigato, subincrassato,; labro margine crasso, in medio dilatato, intus tubereulo minuto instructo,“ (A. Adams).

Long. 6; diam. 2,6 Mm.

Rissoina enulimoides A. Adams Proc. zool. Soc. 1851 p.259, Schwarz von Mohrenstern Fam. d. Rissoiden p. 177 t. 10 £.76.

Schale stark, glänzend, glatt, weiss, halbdurchsichtig; Gestalt konisch; Spira py- ramidal- ausgezogen, besteht aus 7—8 wenig convexen, fast fachen Windungen, von welchen die zwei obersten undeutlich längsgerippt sind; die Naht ist deutlich, aber we- nig vertieft; Mündung halbeiförmig, oben spitz verlängert ausgezogen, unten gerundet und leicht ausgussartig vorgezogen; Spindellippe stark umgeschlagen, aufliegend, un- ten stark verbreitert; Mundrand verdickt, doch aussen kaum varixartig, geschweift, nach unten vorgezogen, innen gelippt und nahe dem Ausguss mit einem Zahn versehen.

Vaterland: Insel Capul-Philippinen auf Korallenriffen. (Cuming). Gehört noch in die enge Gruppe der beiden vorhergehenden und der folgenden Art.

58. Rissoina coronata Recluz. Taf. 13. Fig. 3.

„R. testa solida, laevi, splendida, alba, semipellucida, turrita, spira ovato-elongata, acuta, an- fractibus 7—8 subconvexis, superioribus 1—3 costis longitudinalibus, planis, obsoletis ornatis; sutura subimpressa; apertura oblique semiovata, dilatata; angulo superiori acutissima, fere incisa, inferiori elargato-rotundata; labro subsinuato, versus basim valde producto, paulum incrassato (sine varice),

_

AT

labio valde reflexo, adnato, ad basim valde expanso; margine columellari obliquo, in medio paulum inflexo, inferne non abbreviato.“ (Schwarz).

Long. 5,3; diam. 2,3 Mm,

Rissoina coronata (Reclux nomen) Schwarz von Mohrenstern Fam. der Rissoiden p. 177 t. 10 8.77.

Schale solid, glatt und stark glänzend, weiss halbdurchscheinend,, spitz eiförmig; Spira gethürmt, spitz, besteht aus 7—8 etwas convexen glatten Umgängen, wovon die 2—3 obersten mit flachen, stumpfen Längsrippen versehen sind; Naht etwas eingesenkt; Mündung schief, halbeiförmig, erweitert ausgeschlagen; obere Ecke sehr ausgespitzt und etwas eingeschnitten, unten zugerundet-erweitert; Spindel schief, etwas einge- drückt, unten nicht abgestutzt, innen stark gelippt. Lippe umgeschlagen, aufliegend, nach unten erweitert; Mundrand verdickt, doch ohne aussen eine Wulst zu bilden, geschweift, nach unten vorgezogen.

Vaterland: Mauritius (Recluz), Copie nach Schwarz.

Gehört auch noch in die Gruppe der vorigen Arten, für die die Gebrüder Adams das Subge- nus, Zebina gegründet haben.

99. Rissoina Browniana D’Orbigny. Taf. 13. Fig. 4.

„R. testa solida laevissima, lucida albo-lutescente, rufo fasciata*), turrita; spira elongata ovato-conica, acuta; anfractibus 8— 9 convexiusculis**) ultimo magno rufo trifasciato;, sutura non excavata; apertura subovata, angulo superiori acuminata, inferiori subeffusa; labro sinuoso, a media parte ad basim valde producto, subdilatato; margine valde incrassato; labio adnato, inferne valde

dilatato et expanso, margine columellari obligquo, in medio subimpresso, inferne canali obtusato,“* (Schwarz).

Long. 4,7; diam. 2 Mm,

Rissoina Browniana D’Orbigny in Sagras Hist. Nat. de I’Ile de Cuba t. 12 £. 33. 35. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 178 t. 10 f. 738. Mörch in Mal. Bl. 1876 p. 46. (Zebina).

_ laevissima C. B. Adams Contr. to Conch. p. 115.

Schale konisch-eiförmig, solid, sehr glatt und glänzend, durchscheinend, blassgelb, roth gestreift; Spira verlängert, spitz, besteht aus 83—9 beinahe ebenen Umgängen, wovon der grosse Hauptumgang zwei- oder dreimal roth gestreift ist; Naht nicht ausge- höhlt. Mündung beinahe eiförmig, das obere Ende ist lang ausgezogen, spitz, das untere beinahe ausgussartig vorgezogen; Mundrand winklig in der Mitte gegen die Basis zu verlängert und verbreitert, stark verdickt, die innere Lippe zweigezähnt; Spin-

*) „Plerumque in anfr. ult. rufo bifasciata et semper aperturam versus bimaculata.“ (D’O.) *%) „Anfr. 8—9 planiusculis.“ (D’O.)

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del schief gebogen, mit angewachsenem, unten erweitert und ausgedehntem Blait, das sich hier nach beiden Seiten umschlägt, innen den ausgussartigen Kanal abstumpft und einengt.

Vaterland: Cuba (Schwarz), Jamaica (Adams), St. Thomas (D’Orbigny-Cante, Riise Krebs), Haiti (Cante), Martinique (Cante), Copie nach Schwarz.

Die Colorirung ist etwas zu lebhaft ausgefallen, das Gelbe viel zu dunkel, die Bandirung be- schränkt sich meistens nur auf den Hauptumgang und verliert sich nach oben zu meistens ganz, oft fehlt sie selbst dem Hauptumgang und ist durch zwei Flecken ersetzt, die in solchen Fällen immer vorhanden sind. Die völlige Glätte der Schale zeichnen diese Art aus und lassen sie selten mit den Verwandten verwechseln. Dr. Schwarz hat die beiden Zähne des Mundrandes zwar gezeichnet, in der Beschreibung aber nicht erwähnt.

60. Rissoina laevigata C, B. Adams, Taf. 13. Fig. 5.

„R. testa alba, laevigata, nitida, pellueida, turrita; spira elongata, conico-oyata, acuta; an- fractibus 7 convexiusculis, sutura mediocriter impressa, interdum sub sutura fascia tenui alba (quae sicut anfractum translucentium sutura interior apparet); apertura subovata, angulo superiori acumi- nata, inferiori subeffusa; labro sinuosa a media parte ad basim valde producto, subdilatato, extus incassato; labio adnato, inferne elargato-reflexo; margine columellari obliquo, in medio subimpresso, inferne canali subobtusato,* (Schwarz).

Long. 2,9; diam. maj. 1,3 Mm. =

Rissoa laevigata C. B. Adams Contr. to Conch. p. 114, Rissoina Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 179 t. 10 f. 79. Mörch in Mal. Bl. 1876 p. 45. (Zebina).

Schale eiförmig-konisch, glänzend-glatt und durchscheinend weiss; Spira schlank: thurmförmig, spitz, besteht aus 7 leicht gewölbten glatten Umgängen, die durch eine mässig eingelassene Naht getrennt sind, unter welcher eine weisse dichte Spiralbinde als durchscheinende innere Naht verläuft; Mündung fast eiförmig, oben in eine spitze lang ausgezogene Ecke auslaufend, unten wenig deutlich ausgussartig gebogen; Spindel stark gebogen, etwas oberhalb der Mitte eingeschnürt, das Spindelblatt ist wenig ausge- dehnt, aufgewachsen, nur unten breiter umgeschlagen, etwas abgebogen und am Ausguss abgestutzt; Mundrand geschweift, verdiekt von unterhalb der Mitte an bis zur Basis stark lappenartig vorgezogen und etwas umgebogen.

Vaterland: Insel Jamaica (Adams), St. Thomas (Riise).

Der vorigen Art sehr verwandt, doch viel kleiner, ohne Färbung und ohne Zähne in der Mündung.

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61. Rissoina Sloaniana D’Orbigny. Taf. 13. Fig. 6.

„R. testa crassa, alba, laevigata, lucida, turrita; spira eonico-ovata, acuta, anfractibus 5—6; sutura subplana; apertura ovali, angulo superiori acuminata, inferiori subeffusa; labro obliquo, ob- tuso, inferne producto, extus inerassato, apud nonnulla exemplaria intus dentibus duabus mamillari- bus instructo; labio inferne elargato-dilatato; margine columellari obliquo, non impresso nee abbre- viato.“ (Schwarz).

Long. 3,8; diam. 1,9 Mm.

Rissoina Sloaniana D’Orbigny in Sagra Nat. Hist. de l’Ile de Cuba t. 12*). Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 180 t. 10 f. 80. Mörch in Mal. Blät- ter 1876 p. 46.

Schale eiförmig-konisch, stark und dickschalig, glatt und glänzend, weiss; Spira thurmförmig, spitz, besteht aus 5 bis 6 ziemlich flachen Umgängen, die durch eine wenig eingedrückte Naht getrennt sind. Mündung eiförmig, oben lang und spitz ausgezogen, unten schwach ausgussartig ausgebogen; Spindel gebogen, schief, nicht eingedrückt noch abgestutzt, die Platte ist unten etwas in die Breite ausgedehnt, sonst fest auflie- gend; Mundrand schief, stumpf, unten ziemlich weit vorgezogen, aussen verdickt, innen gelippt und zuweilen durch zwei zahnartige Verdiekungen verengt, die sehr wohl im Sinne der meisten vorherbeschriebenen Arten als Mündungszähne anzusprechen sind. (Mörch bemerkt auch bei R. Browniana ut sequente (A. Sloaniana) saepe labro bi- dentato).

Vaterland: Jamaica (Cande), St. Thomas in Astropectine (Rise, Krebs), St. Croix (Ovesen). Bilder nach Schwarz copirt.

62. Rissoina vitrea C. B. Adams. Taf. 15. Fig. 7.

„R. testa tenui, vitrea, laevissima **), nitidissima, transparente, turrita, spira elongata, conico- ovata, acuta; anfractibus 9— 10 subconvexis, sutura mediocriter impressa divisis; subsutura tenui fascia alba (instar interioris suturae translucentium anfraetuum); apertura subovata, angulo superiori acuminata, inferiori rotundato-subeffusa; labro sinuoso, subinerassato, inferne valde producto et sub- dilatato; labio adnato angusto, margine columellari subobliquo, inferne non abbreviato nec obtusato.“ (Schwarz).

Long. 4,5; diam. maj. 1,7 Mm.

*) Nach Mörch sollen die Fig. 36—38 auf der Taf. 12 nicht vorhanden sein, die Schwarz eitirt, er sagt aber nicht, welche andere Figuren die Art darstellen, setzt einfach Taf, 12 hin und überlässt es jedem, sie sich zu suchen, dies ist ein eigenthümliches Verfahren,

**) Doch sagt Adams in seiner Diagnose „striae incrementi paucae obsoletissimae,“

I. 22. 7

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Rissoa vitrea C. B. Adams Contr. to Conch. p. 115. Rissoina Schwarz von Mohrenstern Rissoiden p. 18% t. 10 f. 82. Mörch in Mal. Blätter 1876 p, 45. (Zebina).

Schale schlank, kegelförmig, zart, glasartig (hydrophan sagt Adams, das wäre also nur dann glasartig, wenn das Exemplar nassgemacht wird), sehr durchsichtig, sehr glänzend-glatt trotz einiger eingeritzten undeutlichen Streifen, farblos doch mit matt- weissem Nahtstreifen und Mundrand; Spira gethürmt, spitz, besteht aus 9—10 etwas gewölbten Umgängen, die durch eine feine, mässig tief eingesenkte Naht begrenzt sind; die Transparens ist so gross, dass man die innern Theile deutlich sehen kann, namentlich lässt sich die Spindelsäule ganz verfolgen. Mündung ziemlich eiförmig, deren oberer Winkel ist lang und spitz ausgezogen, der untere dagegen kaum ausgerandet oder bei- nahe ganz; Spindel gebogen, etwas schief, unten weder abgestutzt noch stumpf, ver- läuft völlig in den Mundrand; Spindelblatt aufgewachsen, schmal; Mundrand ge- bogen, wenig verdickt, unten stark vorgezogen und etwas ausgebreitet, innen gelippt.

Vaterland: Jamaica (Adams), St. Thomas (Riise).

Nach Mörch soll die Mündung des Schwarz’schen Bildes, das ich copirt habe, nicht gut ge- vathen sein, er sagt aber nicht wie sie sein sollte. Zu dem Fundort St. Thomas Riise setzt er Spm. 1. Das ist also sein ganzer Besitz, darauf würde ich kein Urtheil gewagt kaben.

63. Rissoina suleifera Troschel. Taf. 13. Fig. 8.

„R. testa turrita, crassa, transversim profunde sulcata, anfractibus convexiusculis, sutura pro- funda divisis; suleis transversis 4 in anfractibus superioribus, 10 in ultimo, basalibus angustioribus caeteris aeque distantibus.“ (Troschel).

Long. 12 Mm.; diam. 4 Mm.

Rissoina sulcifera Troschel in Wiegmanns Archiv 1852 p. 154. Schwarz von Mohren- stern Rissoiden p. 182 t. 10 £. 83.

Schale eiförmig-konisch, stark, spiral tief gefurcht; Spira gethürmt, spitz, be- steht aus 8—9 leicht gewölbten Umgängen, wovon die obern mit 4 Spiralfurchen, der letzte mit deren 10 versehen sind. Naht ziemlich eingedrückt; Mündung eiförmig, im obern Winkel lang und spitz ausgezogen, im untern mit ausgussartigem Ausschnitt; Spindel gebogen, in der Mitte etwas winklig, unten zur Begrenzung des Ausgusses schwielig verdickt; Mundrand nicht verdickt, unten wenig verbreitert, doch innen leicht gelippt.

Vaterland: Peru (Tehudi), Bild nach Schwarz.

Diese Art hat auf den ersten Blick allerdings etwas fremdartiges, indessen das Fehlen der Mundrandverdickung ist noch kein hinreichendes Motiv sie von den Rissionen auszuschliessen. Man muss aber eine neue Abtheilung gründen, wenn sie nicht in eine derjenigen passt, die A. Adams später gegründet hat und die mir nicht zugänglich sind, vielleich schon Cingulina A. Ad.

Fe

öl

64. Rissoina subconeinna Souverbie. Taf. 14. Fig. 1. 4.

„Test. subabbreviato-fusiformis, apice acuta, longitudinaliter costulata, basi spiraliter striatula, alba vel rubella, vel alba rubello balbeata; anfr. 10 convexi (embryonales 11/, laevigati) sutura im- pressa disereti costis numerosis impressi, subelevati, usque ad basim continuantibus et in ultimo an- fractu striis spiralibus decussatis; apertura obliqua, semilunaris, inferne subcanaliculata, labro obtu- sulo, postice subincrassato, sinistro appresso, inferne intus tubereulato. Long. 6—8,5; lat. max. 2,3. Var. 8 costis magis remotis, paulo validioribus.“ (Souverbie). Rissoina subconeinna Souverbie Journ. de Conch. XX. p. 364 XXT. t. 4 £. 6.

Schale eiförmig-konisch, sehr spitz, der Länge nach gerippt, Rippen fein und zahl- reich ; weiss oder röthlich oder weiss, röthlich-gebändert; Spira gethürmt, besteht aus 10 convexen Umgängen, wovon die obersten 11/, embryonalen glatt, die übrigen mit zahlreichen Längsrippen, der Hauptumgang noch mit Spirallinien geziert sind, alle durch eine einge- drückte nicht sehr scharf markirte Naht getrennt; Mündung schief, halbmondförmig, obere Ecke nicht sehr lang ausgezogen, untere ausgussartig; Spindel gebogen mit aufliegen- dem Blatt und am Ausguss mit einer Verdiekung endigend und hierdurch abgestutzt; Mundrand ausgeschweift, wenig verdickt, stumpf und unten nicht vorgezogen, sondern eingezogen. Die Art variirt durch minder zahlreiche und ein wenig stärkere Rippen.

Vaterland: Insel Art Neucaledonien (Montrouzier). Der Rissoina concinna ähnlich doch durch das? Fehlen der Spiralsculptur, die Färbung und

anders geformte Rippen verschieden.

65. Rissoina Artensis Montrouzier: Taf. 14. Fig. 2. 3.

„Test. fusiformis, apice acuminata, turriculata, basi subcompressa alba, saepe sedimento nigres- cente vel rubello induta; anfr. 10 subconvexi spiraliter dense et tenuissime impresso-striati, primi 2 embryonales laevigati, seguentes 4—5 lente accrescentes, scaliformes, costulis obliquis interstitia haud aequantibus ornati, sutura profunda disereti, costulis erenulati, caeteri sat rapide crescentes, sutura depressa, crenulata separati, ultimus subascendens, basi subdepressus; apertura alba subobliqua, se- milunaris, superne angulata, inferne subcanaliculata; margine dextro subacuto, infra medium expan- siuseulo, extus vyaricose marginato, varice eirca basin marginis columellaris appressi continuante.

Long. 8,5; lat. max. 2,5 Mm.; apert. 2,75 Mm. longa; 1,75; lata.“ (Montrouzier).

Rissoina Artensis Montrouzier in Journ. de Conch. XX. p. 364 XXI. t. 4 £. 5.

Schale ausgezogen kegelförmig, glatt, weiss, meistens von einem schwarzen oder rothen Ueberzug bedeckt; Spira lang ausgezogen, spitz thurmförmig, besteht aus 10 wenig gewölbten, spiral dicht und sehr fein gestreiften Umgängen, wovon die beiden

ersten embryonalen glatt, die folgenden 4 langsam verdickten mit scalariaartigen schie- 7 *

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fen Rippen geziert, deren Nähte tief eingeschnitten sind, die folgenden rascher zuneh- menden, sind ohne Rippen, jedoch durch crenulirte Nähte getrennt; Mündung ein wenig schief, halbmondförmig, oben stumpfeckig endigend, unten mit ausgussartiger Ausran- dung versehen; Spindel wenig gebogen, kurz und abgesetzt, das Blatt ist schmal und aufgewachsen; Mundrand scharf ausgeschweift und verbreitert, aussen varixartig ver- diekt, der Varix verlängert sich bis zur Vereinigung mit der Spindel.

Vaterland: Insel Art Neucaledonien (Montrouzier), Copie nach dem Journ. de Conch.

66. Rissoina incerta Souverbie. Taf. 14. Fig. 5.

„Testa fusiformis, pyramidata, apice acuta, inferne subturgidula, longitudinaliter costata, spi- raliter striatula, basi sulcata, alba; anfr. 91/, 10 sutura impressa discreti (embryonales 11/, laevıi- gati) vix convexi, ultimus turgidulus, inferne subplanatus, costis subremotis, subcompressis, promi- nentibus, medio anfractus ultimi infra oblique suleati evanescentibus impressus, interstitiis costarum transverse et dense striatulis; apert. obliqua, semilunaris, utraque extremitate angulata, inferne ca- naliculata; margine destro subacuto, pone labrum incrassato, sinistro appresso inferne extus sub- inflexo.

Long. 8,5; lat. max. 3,5; apert. longa 2; lata 1,75 Mm.“ (Souverbie).

Rissoina incerta Souverbie Journ. de Conch. XX. p. 53 t. If 4,

Schale ausgezogen-kegelförmig, unten ein wenig aufgetrieben, der Länge nach gerippt und spiral fein gestreift, Basis gefurcht, weiss mit einem Stich ins gelbe; Spira pyramidal spitz, besteht aus 91/,--10 Umgängen, die durch eingedrückte Naht getrennt sind, die 1'/, obersten sind embryonal und glatt, die folgenden kaum gewölbt, der un- terste etwas aufgetrieben; die Rippen sind stark, etwas zusammengedrückt, ein wenig auseinandertretend verlieren sich gegen die Basis des Hauptumganges, woselbst die Spi- ralfurchen beginnen, die Zwischenräume zwischen den Rippen sind allerwärts breiter als diese und in ihnen verlaufen die Spiralliniien. Mündung schief, halbmondförmig, oben und unten kantig, unten mit Ausguss versehen; Spindel gebogen, Blatt aufgewachsen, aussen etwas ausgedehnt; Mundrand nicht scharf, aussen verdiekt, wenig erweitert nach unten.

Vaterland: Insel Art Neu Caledonien (Montrouzier).

67. Rissoina fimbriata Souverbie- Taf. 14. Fig. 6.

„Testa fusiformis, turrieulata, apice acuminata, solida, longitudinaliter costata, basi spiraliter costulata et funiculata, omnino alba; anfr. 10 plano-convexi, sutura perdepressa discreti, 2 primi (embryonales) laevigati; sequentes costis longitudinalibus vix obliquis, validis, prominentibus, subeom-

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pressis, in ultimo anfraetu costulis spiralibus (superne basin anfractus praecedentis occupante) et

funieulo terminali valido nodulatim deeussatis impressi. Apert. obliqua, subanguste semilunaris, inferne canali sat profundo et subeffuso terminata; margine dextro subacuto, extus valide varicoso

' et costulis transversis fimbriata; sinistro appresso, inferne extus perinflexo.

Long. 6,5; lat. 2,5 Mm.“ (Souverbie). Rissoina fimbriata Souverbie in Journ. de Conch. XX. p.5ölt.1f. 3.

Schale eiförmig-konisch, solid, der Länge nach gerippt, an der Basis mit spiralen Rippchen und einem Halswulst versehen, ganz weiss (aber gelb gemalt!); Spira ge- thürmt mit lang ausgezogener Spitze, besteht aus 10 wenig gewölbten Umgängen, wovon die beiden ersten (embryonalen) glatt sind, sie sind durch eine stark ausgedrückte Naht getrennt; die Rippen sind kaum schief, stark, vortretend, etwas zusammengedrückt, auf dem Hauptumgang sind die Rippen durch Spiralstreifen durchkreuzt, welche an den Uebergangspunkten knopfförmige Erhöhungen bilden, der letzte stärkste geknotete Reif umzieht als Halsband den Kanal der Mündung, wogegen sich der oberste schwächste über die Basis des vorletzten Umgangs hinzieht und dann verschwindet. Mündung eng-halbmondförmig, unten in einen ausgussartigen Kanal endigend, der kurz, ziemlich tief und etwas gedreht ist; Mundrand ein wenig scharf, aussen varixartig verdickt, über den Varix laufen die verdiekten Enden der Spiralstreifen und machen ihn rauh, innen ausgeschweift, ausgebogen und gelippt; Spindel gebogen mit aufliegender breiter Lippe, aussen unten sebr verbreitert, vom Halsband umgeben.

Vaterland: Insel Art Neu Üaledonien (Montrouzier).

68. Rissoina Lamberti Souverbie. Taf. 14. Fig. 7. 8.

„R. fusiformis, turriculata, apice acuminata, basi subcompressa, omnino alba, nitida; anfr. 11 plano-subconvexi, sutura profunda disereti, 2 primi (embryonales) laevigati, caeteri usque ad octavum spiraliter nodoso-funieulati; antipenultimus spiraliter plus minusve funieulatus et striatus, penultimus ultimusque spiraliter subimpresso-striati; apertura obliqua, semilunularis, superne angulato, inferne subprofunde canaliculata; labro continuo, margine dextro subobtuso, sinistro appresso.

Long. 9—11; diam. maj. 3,5—4; apert. lorg. 5—3,5; lata 1,5—2 Mm.“ (Souverbie).

Rissoina Lamberti Souverbie Journ. de Conch, XVII. p. 425 t. 14 f£. 6.

Schale schlank-kegelförmig, mit etwas gepresster Basis, glänzend, weiss (auf dem Bild gelb); Spira gethürmt und spitz, besteht aus 11 Umgängen, von denen die beiden ersten embryonalen glatt sind, die folgenden bis zum 8 haben eine aus geknoteten Strei- fen oder Halsbändern bestehende Spiralsculptur, der nun folgende vorvorletzte Umgang diese Sculptur mit blossen Streifen wechselnd und auf dem Vorletzten und Letzten ver- schwinden die Knoten ganz und die Spiralstreifen sind fast nur noch eingeritzte. Mün- dung schief, halbeiförmig, oben in eine spitze Ecke auslaufend, unten zu einer ausguss- artigen Ausrandung, die aber sehr flach ist, gebildet; Spindel gebogen, schmal gelippt,

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unten kaum abgestutzt; Mundrand geschweift, unten kaum erweitert, aussen -verdickt, innen stumpf.

Vaterland: Insel Art Neu Caledonien (Montrouzier), Copie nach dem Jour- nal de Conchyliologie. ®

69. Rissoina Duclosi (Montrouzieri) Souverbie. Taf. 14. Fig. 9.

„Testa fusiformis, apice acuminata, basi subcompressa, longitudinaliter costata, inferne trans- versim funiculata et, tenuissime striata, omnino alba, nitidula; anfr. 8—8!/, plano-convexi, sutura impressa discreti; costis subliquis, validis, remotis, basi anfr. ultimi funiculo submarginali, crasso, subnodulato interruptis; apert. obliqua semilunaris, superne angulosa, inferne subprofunde canali- culata, margine dextro acuto, extus varicoso; columellari levissime arcuato calloso, appresso.

Long. 4,75 —5,25; diam. 2—2,25 Mm. (Souverbie).

Rissoina Duelosi Montrouzier in schedis Souverbie Journ. de Conch. XIV. p. 257 t.9 f.8.

Schale eiförmig-konisch, unten wenig zusammengedrückt, der Länge nach gerippt, unten fein quergestreift und von einem Wulst umzogen, ziemlich glänzend, ganz weiss (man sehe das Bild, das noch etwas heller ist als das Original!); Spira gethürmt mit ausgezogener Spitze, besteht aus S—81/, wenig gewölbten Umgängen, die durch eine eingedrückte Naht getrennt sind; die Rippen sind etwas schief, stark, entfernt stehend, an der Basis des Hauptumgangs sind sie durch ein Halsband, das stark und geknotet ist, unterbrochen. Mündung schief, halbmondförmig, oben winklig, unten ziemlich tief ausgeschnitten; Mundrand scharf, aussen varixartig verdickt, im Verlauf nach un- ten ausgeschweift; Spindel wenig schief, stark gelippt und unten abgestutzt.

Vaterland: Insel Art Neu Caledonien (Montrouzier).

70. Rissoina exasperata Souverbie, Taf. 14. Fig. 10.

„Testa fusiformis, apice acuminata, basi subeompressa, costis longitudinalibus subobtusis et lineis spiralibus elevatis costas clathratim decussantibus et ad intersectionem exasperatis ornata, omnino alba; anfr. 8—9 convexi, sutura profunda disereti; apertura obliqua, semiovalis, superne an- gulata, inferne canaliculata; labro acuto erenulato, extus varicoso, sinistro appresso. \

Long. 3,5—4,5; diam. maj. 1,25—1,75 Mm,“ (Souverbie).

Rissoina exasperata Souverbie in Journ. de Conch. XIV. p. 259 t. 9 f. 10.

Schale eiförmig-konisch mit etwas zusammengedrückter Basis, mit Längsrippen die ziemlich stumpf und durch erhabene Spiralstreifen gekreuzt werden, an den Kreuz- punkten erheben sich Knötchen, die neben der Regelmässigkeit der Gitterung der Schale ein sehr elegantes Aussehen geben, wovon aber auf den Bildern Original wie Copie

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wenig zu sehen ist, weil sie von einer braunen Schmierfarbe bedeckt sind; ganz weiss; Spira gethürmt, spitz ausgezogen, besteht aus 8—9 convexen Umgängen, die durch eine tiefe Naht getrennt sind. Mündung schief, halboval, oben eckig, unten in einen Aus- guss auslaufend; Mundrand scharf ausgezackt, aussen varixartig verdickt, innen schwach gelippt, gegen die Basis ausgedehnt und wenig vorgezogen.

Vaterland: Insel Art Neu Caledonien (Montrouzier).

71. Rissoina spiralis Souverbie. Taf. 14. Fig. 11.

„Testa elongato-fusiformis, acuminata, basi subcompressa et spiraliter sulcata, longitudinaliter costata, omnino alba; anfr.9 subplano-convexi, sutura impressa discreti; costis longitudinalibus rectis interstitiae aequantibus, basi anfr. ultimi suleis spivalibus decussatis; apert. obliqua, semilunaris, su- perne angulosa, inferne subprofunde canaliculata; labro continuo, margine dextro subacuto, extus incrassato, sinistrali appresso.

Long. 5; diam. maj. 1,75 Mm. (Souverbie).

Rissoina spiralis Souverbie in Journ. de Conch. XIV. p. 358 t. 9 £. 9.

Schale schlank- kegelförmig, mit etwas zusammengepresster Basis, die spiral ge- furcht ist, längsgerippt, ganz weiss; Spira lang und spitz ausgezogen, thurmförmig, besteht aus 9 leicht gewölbten Umgängen, die durch eine vertiefte Naht getrennt sind; die Längsrippen der Windungen sind gerade, und in ihrer Breite der der Zwischenräume gleich, die Basis des Hauptumgangs wird durch Uebersetzen der Rippen der dort vor- handenen Furchen gegittert. (Auf dem Bilde Fig. 2 scheint es, dass die ganze Schale so decussirt sei, dies ist ein Fehler, die Striche sollen Schattirung sein); Mündung schief halbmondförmig, oben in eine stumpfe breite Ecke verlängert, unten mit wenig vertieftem Ausguss; Mundrand wenig vorgezogen, innen egal gelippt, aussen verdickt bildet mit der ebenfalls egalen Spindellippe ein ganzes, daher „labro continuo.“

Vaterland: Insel Art Neu Caledonien (Montrouzier), Copie nach dem Journ. de Conch. ;

72. Rissoina funiculata Souverbie. Taf. 14. Fig. 12.

„Testa elongato-fusiformis, acuminata, basi subcompresea, omnino alba; anfır, (ob spiram frac- tum 6 superst.) subconvexi, sutura impressa discreti, costis longitudinalibus, subarcuatis, subrotun- datis, validis, interstitia subaequantibus ornati; costis basi anfr. ultimi subito excurvatis et funicu- lum validum, terminatem formantibus; apert. obliqua, semilunaris, superne angulata, inferne sub- profunde canaliculata; labro continuo; margine dextro subacuto, extus valide incrassato, sinistro appresso.

Long.? diam. maj. 2 Mm.“ (Souverbie).

Rissoina funiculata Souverbie Journ. de Conch. XIV. p. 256 t. I £, 7.

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Schale eiförmig-konisch mit etwas zusammengepresster Basis und Längsrippen, ganz weiss; Spira ausgezogen gethürmt, besteht aus (die Zahl lässt sich nicht angeben, weil an dem einzigen Exemplar der obere Theil von 5. Umgang an abgebrochen war), etwas convexen Umgängen, die durch eine eingesenkte Naht getrennt sind, die Längs- rippen sind leicht gebogen und etwas abgerundet, stark, den Zwischenräumen an Breite gleich, an der Basis des Hauptumgangs biegen sie sich plötzlich um, die Mündung um- ziehend als starkes Halsband, das an dem oberen Theil der etwas losgelösten Spindel- lippe etwas absteht und hier eine nabelartige Vertiefung bildet; Mündung schief, halb- eiförmig, oben in eine stumpfe Ecke, unten in einen wenig vertieften Ausguss auslau- fend; Mundrand stark geschweift, innen gelippt und etwas geschärft, aussen varix- artig verdickt; Spindel ohne sichtbare Unterbrechung mit dem Mundrand zusammen- hängend, seitlich zusammengedrückt, daher ziemlich steil absteigend, in der Mitte zahn- artig verdickt, gelippt und diese aufliegend.

Vaterland: Insel Art. (Montrouzier).

Es ist hier der Ort zu moniren, dass die Figuren 7—10 der Tafel 9 des Journal de Conch. die Originalien zu meinen Fig, 9—12 mit einer dieken Schmiere von Sepia überdeckt sind. also anzuneh- men war, dass die Gegenstände auch dunkelbraun gefärbt seien. Mein Copist hatte sie denn auch getreulich, wenn auch weniger geschmiert, so colorirt. Nun sind alle 4 Arten in der Beschreibung als „omnino alba“ bezeichnet, durften also höchstens eine leichte Tuschung an der Schattenseite er- halten, wes ich auch ausführeu liess.

73. Rissoina granulosa Pease. Taf. 14. Fig. 13. 14.

„Testa fusiformi-ovata, rubido-fusca, transversim granuloso-costata, longitudinaliter obsolete costata; anfr. 4 convexis, apertura abbreviato -ovata. Long. 2; lat. 0,75 Mm.“ (Pease). Rissoina granulosa Pease in Journ. de Conch. X. p. 382 t. 13 £. 10.

Schale länglich-eiförmig, spiral gekörnt-gerippt, der Länge nach undeutlich ge- rippt, röthlich-braun an dem letzten Umgang gefleckt; Spira ausgezogen, besteht aus 4 convexen Umgängen (die Embryonalen wohl abgebrochen, denn auf dem Bild sind deutlich noch 2 glatte Embryonalwindungen gezeichnet), durch eine vertiefte Naht ge- trennt; Mündung abgestutzt-eiförmis; Mundrand und Spindel zusammenhängend, gelippt, eine Ausbuchtung nicht zu beobachten.

Vaterland: Sandwichs-Inseln (Pease), Copie nach dem Journ. de Conch.

Der Autor war schon in Zweifel, ob dies kleine Ding richtig hier untergebracht sei, es fehlen der Mündung alle die für Rissoina charakteristischen Kennzeichen, darum wird man wohl thun die Art bei Rissoa unterzubringen und neu zu benennen, weil es schon eine R. granulosa gibt.

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74. Rissoina Montrouzieri Souverbie. Taf. 14. Fig. 15.

„Testa fusiformis, apice turrieulato-acuminata, basi subcompressa, alba, nitidula, subtransluci- dula, saepe sedimento nigro, crasso induta; anfractus 11 subplano-convexi, 6—-7 primi lente crescen- tes, scalariformes, costulis subobliquis, interstitia subaequantibus sculpti, sutura profunda separati, costulis erenulatis; caeteris rapide erescentibus, sutura minus impressa, submarginata, ultimo subas- cendente, bası subeompresso, omnibus spiraliter densissime et tenuissime striatis. Apertura alba, subverticalis, suboblique semilunaris, utringue extremitatibus subcanaliculata; margine dextro recto, subacuto, infra medıum expansiusculo, superne inferneque cum sinistro inaequangulatim juncto; co- Jumellari levissime arcuato, appresso, superne inerassato.“ (Souy.).

Long. 151/3; lat. 43), Mm.; apert. 43/; Mm. longa 21/, lata.

Rissoina Montrouzieri Souverbie Journ. Conch. X. 1862 p. 237 t.9 £. 5.

Schale ausgezogen konisch, am Fusse leicht eingezogen, glatt, glänzend, durch- scheinend, weiss, oft mit einem schwarzen, dieken Absatz bekleidet; Spira lang und spitz ausgezogen, gethürmt, besteht aus 11 wenig convexen Umgängen, wovon die 6—7 obersten langsam zugewachsenen, scalariaartig mit etwas schiefen Rippchen geziert sind, die etwa gleichbreit als deren Zwischenräume sind, die Umgänge sind durch eine tiefe Naht getrennt und die Rippchen erenulirt; die folgenden schnell zuwachsenden das Bild widerspricht dem sind durch eine weniger tiefe und etwas gerandete Naht ge- trennt, sie sind wie der abfallende und an der Basis etwas zusammengedrückte Haupt- umgang äusserst fein und dicht spiral gestreift. Mündung fast vertical, wenig schief halbeiförmig, an beiden Enden mit ausgussartigen Kanälen versehen; Mundrand grade, etwas geschärft, nach unten erweitert, unten und oben mit der Spindel ungleich wink- lig verbunden; Spindel sehr leicht gehogen, unten am Ausguss abgestutzt, mit auflie- ‘gender Lippe.

Vaterland: Insel Art Neu Caledonien (Montrouzier).

Aus der Verwandtschaft der R, gigantea steht diese Art in dieser Gruppe der R. Orbignyi A. Adams am nächsten.

Rissoina laevis Sowerby. Taf. 14. Fig. 16.

Dies ist eine fossile Art aus dem Jura, die irrthümlich mit abgebildet worden ist, Copie nach Schwarz Fig. 84.

75. Rissoina scolopax Souverbie. Taf. 15. Fig. 1. 4.

„Testa pyramidata, fusiformis, apice (fracto)? longitudinaliter costata, costis sat validis, sub-

flexuosis, sat numerosis, prope basin anfractu ultimi funiculo valido, subnodulato circumdata, omnino I. 22. - 8

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alba. Anfr. 10 (Spec. omnibus apice fractis anfr. 8 numerantis)? subconvexis, sutura impressa dis- eretis, ultimo 1/s longitudinis testae non aequante, antice lente subascendente. Apcrt. aublunari, obli- qua, margine dextro subacuto, antice subprotracto, sinietrali juxtu columellam exacte appresso.“ Long. 12; lat. max. 5 Mm.; apert. 4 Mm. longa; 2 lata. (Souverbie). Rissoina scolopax Souverbie Journ. de Conch. XXV. p. 75 t. 1.3.

Schale länglich-kegelförmig, der Länge nach gerippt, ganz weiss; Spira pyra- midal mit abgebrochener Spitze, besteht ausser der abgebrochenen Spitze aus 10 Um- gängen, die durch eine eingedrückte Naht getrennt sind, ihre Rippen sind stark, zahl- reich und etwas geschweift, an der Basis des Hauptumgangs, der !/, der Länge der Schale nicht erreicht, verläuft ein starker, knotiger Wulst um die Mündung herum. Mündung halbeiförmig, schief, oben und unten ausgebuchtet, ziemlich scharf, ein we- nig vorgezogen; Spindel sehr schief mit breit aufliegender Lippe. Mundrand ziem- lich scharf, etwas vorgezogen.

Vaterland: Insel Art, Nou et Lifou (Loyalitätsgruppe) Neu Caledonien (Mon- trouzier et Lambert). Copie nach dem Journal de Conch.

76. Rissoina hystrix Souverbie. : Taf. 15. Fig. 2.3.

„Testa fusiformi, pyramidata, aspera, apice subobtuso, costis longitudinalibus, validis et trans- versis subminoribus (usque ad marginem labri euntibus) ad intersectionem tuberculatim exasperatis clathrata, ad basin funiculo spirali, subterminali, valido, subnodulato, a costis transversalıbus sulco sublato separato circumdata, nitida, suberystalino-alba; anfr. 91/g sutura impressa discretis; primis 11/g (embryonalibus) albis, laevigatis, sequentibus cum penultimo subplanis, ultimo subconvexo, 1/3 longi- tudinis testae non aequante. Apert. semilunari, obliqua, margine dextro subobtuse acuto, extus late varicoso, antice subprotracto, sinistrali subinerassato, juxta columellam appresso.“ (Souverbie).

Long. 7,5; late max. 2,5 Mm.; apert. 1,5 Mm. longa; 1 lata.

Rissoina hystrix Souverbie in Journ. de Conch. XXV. p. 74 t. 1.4.

Schale schlank-kegelförmig, rauh durch die Knötchen, die entstehen durch das Uebersetzen der Spiralleisten über die wenig stärkern Längsrippen, glänzend, beinahe krystallweiss; Spira pyramidalisch, lang ausgezogen, doch oben stumpflich, besteht aus 91/, durch vertiefte Nähte getrennten Haupt- und 1!/, glatten Embryonalumgängen, die ersten sind beinahe eben, längsgerippt und quer geleistet und die Leisten gehen bis zum Mundrand und sind ein wenig schwächer als die Rippen, der letzte Umgang !/; der Länge der Schale nicht gleichkommend, ist convex und ist an seiner Basis von einer starken Spiralwulst umgeben, die etwas kantis und durch eine Furche von den letzten Spiralleisten getrennt ist. Mündung halbeiförmig, schief, vorn vorgezogen, sonst stark gebogen, abgestumpft-schief, gekerbt, aussen weit varicös verdickt; Spindel gebogen,

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ziemlich verdiekt, mit aufgewachsener Lippe, unten abgestutz. Mundrand stumpf zu- geschärft, unten vorgezogen, aussen varixartig verdickt.

Vaterland: Ins. Art und Ins. Nou Neu Caledonien (Montrouzier und Lam- bert), Copie nach dem Journ. de Conch.

177. Rissoina insolida Deshayes. Taf. 15. Fig. 5. 8.

„R. testa minimina, candidissima, elongato-turrita, apice obtusiuscula; anfractibus 7, costie duabus inaequalibus pro@minentibus cinetis; majore prope suturam posita, eleganter granoso-crenu- lata; ultimo anfractu breviusculo, transversim quadricostato; apertura minima, ovata, angusta.“ (Deshayes).

Long. 3; lat. 1 Mm.

Rissoina insolida Deshayes Moll. Reunion p. 63 t. 13 f. 15. 16.

Schale schr klein, verlängert-kegelförmig, milchweiss; Spira thurmförmig mit stumpflicher Spitze, besteht aus 7 durch eine enge, rinnenartige Naht getrennten Um- gängen, die mit zwei sehr ungleichen Spiralreifen geziert sind, wovon der obere stärkere nahe der Naht hinziehende mit perlenförmigen Kerben besetzt ist, während der untere, kleinere glatt ist; auf dem letzten Umgang verlaufen vier Reifen, die alle glatt sind, die Kerben auf dem obersten haben sich verloren, dieser Umgang ist übrigens ver- gleichsweise klein und verkürzt. Mündung sehr klein, oval, länglich an beiden Enden verengert; Mundrand nicht scharf, nach unten kaum vorgezogen, aussen varixartig verdicht; Spindel fast grade mit aufliegender Lippe.

Vaterland: Insel Reunion (Deshayes), Mauritius, Ceylon, Andamen, Arakan und Bombai (Nevill), Copie nach Deshayes.

G. Nevill gibt folgende Varietäten an (brieflich);

Var. deformis (Mauritius). major idem Long. 4'/, lat. 13/4. depauperata idem und Singapore. Long. 21/, lat. vix. 1. Demnach ist sie sehr veränderlich., Sehr nahestehend ist R, miranda A. Adams von Japan (1861).

7

78. Rissoina Mohrensterni Deshayes. Taf. 15. Fie. 6. 7.

„R. testa minima, ovato-conica, subturrita, alba, pellueida, apice acuto; anfractibus 7 conve- ziusculis, longitudinaliter minute costellatis, striis exilibus, transversis decussatis, ultimo anfractu magno, ovato, ventriculoso, basi imperforato; apertura semilunari, labro incrassate, intus submargi- nato, antice producto; columella brevi, obsolete subtruncata.“ (Deshayes).

Long. 4; lat. 2 Mm.

Rissoina (Cochlearella) Mohrensterni Deshayes Moll. Reunion p. 62 t. 8 £. 6. 7. 8*

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Schale sehr klein, eiförmig-konisch, weiss, durchscheinend, Spira beinahe thurm- förmig mit sehr spitzem Ende, besteht aus 7 gewölbten Umgängen die der Länge nach mit dünnen Rippchen und spiral mit äusserst feinen Streifehen deeussirt sind; der letzte Umgang ist gross, eiförmig, bauchig, die Längsrippen verlieren sich auf ihm gegen die Basis, doch bleiben die Spiralstreifen bis unten hin; Mündung weit, halbmondförmig, oben verengt, unten ohne Ausguss; Mundrand verdickt, nach unten vorgezogen, innen etwas gerandet, Spindel verkürzt, undeutlich abgestutzt, an der Vereinigung mit dem Mundrand entsteht eine kleine Ausrandung, die die Abstutzung des Spindelrandes stärker erscheinen lässt, als sie ist, als eine zahnartige Erhöhung auf der Zeichnung, was mit der Beschreibung nicht recht stimmt.

Vaterland: Reunion (Deshayes dessen Figur copirt ist).

Diese nette Art gehört der Gruppe Cochlearella an und steht hierin der R. decussata Mont. am nächsten, obschon bedeutend kleiner.

79. Rissoina abnormis Nevill. Taf. 15. Fie. 9.

Testa minuta, solida, ovato-conica, alba; spira turrita, anfractibus 6, duabus primis, glabris abrupte et truncate sinistrorsis, sequentibus longitudinaliter erasse costatis et spiraliter rugosiuscule liratis, anfractu ultimo rotundato, 15 costato, costis basim versus evanitis, lirato, liris densis, saepius rugosis, ad intersectiones subgranulosis; apertura minuta, subovata, obligua, superne sine angulo, in- ferne peculiariter profunde canaliculata; labrum incrassatum, crenulatum, inierne productum, spira- liter granuloso-liratum; columella inferne forte recurvata, calleso-labiata.

Long. 5, diam. maj. 1,5 Mm.

Rissoina abnormis Nevill in Journ. Asiat. Soc, of Bengal B. XLIV. 2. 1875 p. 100 t. 88. 28.

Schale klein, solid, eiförmig-konisch, weiss; Spira thurmförmig, besteht aus 6 Umgängen, die durch’eine deutlich vertiefte Naht zetrennt sind; die beiden obern Em- bryonalwindungen sind abgestutzt und wie gebrochen, links gewunden, die folgenden mit dicken Längsrippen und Spiralleisten gegittert, auf dem Hauptumgang, der abgerundet ist, stehen 15 Rippen, die nach unten sich verlieren, die Spiralleisten stehen dicht gedrängt, sind zuweilen rauh und tragen an den Uebersetzungspunkten knotenartige, schwache Er- höhungen. Mündung klein, halbeifömig sehr schief, oben ohne Ecke, unten in einen deutlichen tiefen Kanal auslaufend; Mundrand gebogen, nach unten vorgezogen, sonst stumpf und verdickt, gekerbt, aussen mit spiral knotig-gestreiftem Varix; Spindel an der Basis stark rückwärts gedreht, diek und ziemlich weit gelippt.

Vaterland: Mauritius, Ceylon, Seychellen, Bombay, Andamanen (G. Nevill).

Dieses eigenthümlich gebildete Schneckchen gehört zu jener Gruppe von Arten für die Otto Semper die Gattung Isselia vorgeschlagen hat (siehe Mus. Godeffroy Cat V p. 10t). Dieser Name ist

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bereits von Bourgignat verbraucht, daher von G. Nevill in Isseliella umgewandelt worden. Semper meinte dieses n. &. gehöreindie Nähe von Planaxis, was wegen des Vorhanderseins eines links ge- wundenen Embryonalendes nicht zulässig erscheint, daher möchte es besser neben Cerithiopsis zu stellen sein. BE. v. Martens stellte es zu Lachesis, was aus dem angeführten Grunde ebenfalls nicht angänglich ist. Ausser der vorliegenden Art gehört hieher R. mirabilis Dunker, als Sempers Type und R. coneinna (A Ad.) Sow.non A. Adams, die von Nevill R. pseudoconcinna genannt worden ist, seine Aenderuug, die nur so lange Platz zu greifen hat, als man diese Arten bei Rissoina belässt, als Iselliella kann sie den Namen ]J. concinna Sow. behalten. Ich handle sie alle 3 hier unter Rissoina ab, weil diese Art bereits seit lange gezeichnet war, bevor mir die Verhältnisse so sicher er- schienen, um auf sie Rücksicht nehmen zu können. Sie sind ja auch heute noch nicht ganz klar ge- tellt. Thier und Deckel müssen erst untersucht sein.

80. Rissoina percrassa Nevill. Taf. 15. Fig. 19.

Testa ovato-conoidea, solidiuscula, alba; spira turrita, apice tumido; anfractibus 7 convexius- eulis angulatis, superioribus 5 longitudinaliter crasse costatis, ceteris 2 absque sculptura, ultimus grandis alteris 6 altitudine aequans, superne prope suturam spiraliter indistincte uniliratus, medio unian- nulatus, annulo rotundato et calloso; Aperturalata, semiovata, inferne acutangulata,; labrum arcuatum nfra medium angulatum, intus incrassatum, extus callosum; columella arcuata, labiata, reflexa.

Long. 8 diam. 3 Mm. (G. Nevill ex ang)).

Rissoina percrassa Nevill in Journ, Asiatie. soc, of Bengal. XLIII, 2. (1874) p. 26 take:

Schale eiförmis-konisch, unregelmässig, ziemlich solid, weiss; Spira gethürmt mit stumpfem Ende (ob abgebrochen?) besteht aus 7 etwas convexen kantisen Umgängen, wo- von die 5 obersten grob längs gerippt sind, die 2 übrigen tragen nur noch undeutlich; Spuren einer Längssculptur, der letzte, in Höhe den 6 übrigen gleich, ist oben längs der Naht mit einem undeutlichen Spiralreifen und in der Mitte mit einem wulstartigen, abge- rundeten und callösen Ring umgeben, der an der obern Ecke der Mündung beginnt und unterhalb der Mitte des Mundrandes endigt, hier aber sehr an Bedeutung abgenommen hat. Mündung breit, halbeiförmig, obere Ecke schwach, untere spitzwinklich ausgezogen; Mundrand verdiekt, geschweift, etwas unterhalb der Mitte kantig, innen und aussen eallös; Spindel etwas gebogen, gelippt und umgeschlagen.

Vaterland: Mauritius (Nevill) Copie nach Nevill.

Das ckarakteristische dieser Art liest in dem Spiralwulst, der den Hauptumgang umzieht und sehr nach einer Monstrosität aussieht, die einer der vielen halbgerippten Arten angehören mag.

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81. Rissoina evanida Newvill, Tat. 15. Fig. 11.

Testa ovato-conoidea, minutissima, alba; spira turrita, anfractibus 6 convexis, superioribus 2 embryonalibus glabris et nitidis, alteris spiraliter anguste et scabre striatis, longitudinaliter oblique undulatis, undulis intertum indistinctis et distantibus, anfr. ultimi parte inferiore undulis carentibus; apertura obliqua semiovalis, superne inferneque acutangulata; labrum arcuatum, inferne bene rotun- datum, parum incrassatum, extus crenulatum et varicosum; columella arcuata, labiata, inferne abrupte reflexa.

Long. 2,5, diam. 1 Mm. Nevill ex angl. 4 Rissoina evanida Nevill in Journ. Asiatic. Soc. of Bengal B. XLII. 2. (1874) p. 25. t. 1 £. 14.

Schale eiförmig-conoidisch, sehr klein, weiss; Spira thurmförmig, besteht aus 6 convexen Umgängen, wovon die beiden obersten embryonalen glatt und glänzend sind, die folgenden tragen enge und scharfe Spiralstreifen und eine schiefe Undularlängsseulptur die zuweilen undeutlich und entferntstehend wird, auf dem untern Theil des Hauptum- ganges sich aber ganz verloren hat; Mündung schief gegen die Axe, oben und unten in scharfe Ecken auslaufend, halb oval; Spindel gebogen, gelippt, unten plötzlich scharf ausgebogen und den obern Schenkel der scharfen Ecke der Mündung bildend; Mund- rand nicht sehr verdickt, ausgeschweift; nach unten wohl abgerundet, am äusseren Rand fein ausgezackt in Folge der scharfen Spiralstreifen und mit Varix versehen.

Vaterland Andamanen (Nevill dessen Bild copirt ist),

Nevill vergleicht dies kleine Schneckchen mit R. nivea A. Adams von Australien es sei nur kleiner, die Spiralsculptur sei über die ganze Schale statt nur auf dem untern Theil verbreitet, die Rippen seien minder ausgebildet una auch schiefer dagegen der charakteristische Theil, die untere Portion der Mündung und Spindel ganz gleich gebildet.

82. Rissoina minuta Nevill, Taf. 15. Fig. 12.

Testa oblongo-conoidea, minutissima, translucida, alba; spira turrita, anfractibus 8 angulatis, superioribus 3 embryonalibus, tenuibus, glabris, interdum decollatis, alteris longitudinaliter costatis, eostis crassis, subobliquis et interdum irregularibus, interstitiis glabris, anfr. ultimo prope basim gra- nulis prominentibus circundatus; apertura lata, semiovata, inferne superneque angulata, columella obliqua, arcuata, labiata; labrum arcuatum, medio productum, incrassatum, laevigatum.

Long. 1,50 diam. 1 Mm. (Nevill ex angl.)

Rissoina minuta Nevill Journal Asiatic Society of Bengal XLIII, 2. (1874) p.25t. if. 15. Schale länglich-kegelartig, sehr klein, durchscheinend, weiss, Spira gethürmt be- steht aus 8 kantigen Umgängen, von denen die 3 obersien embryonal, dünn und glatt,

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die folgenden grob, etwas schief und zuweilen unregelmässig gerippt sind. Zwischen- räume glatt, der Hauptumgang ist unten von einem Halsband umzogen, das durch eine Reihe starker Perlen gebildet wird. Mündung weit, halb eiförmig, unten und oben in Winkel auslaufend, die indess nicht sehr spitz sind; Spindel schief, gebogen und ge- lippt; Mundrand geschweift, in der Mitte vorgezogen, verdickt und aussen mit glattem Varix versehen.

Vaterland: Andamanen (Nevill dessen Bild copirt ist).

Steht der R. obeliscus,Recluz nahe, doch sind die Windungen nicht so stark abgesetzt.

83. Rissoina Rissoi Audoin. Taf. 15. Fig. 18.

Testa oblongo-ovata, costata, alba; spira turrita, anfractibus 9 convexis, superioribus 3 emhryo- nalibus glabris, sequentibus longitudinaliter costatis, sutura impressa; apertura obliqua, ovata su- perne angulata, inferne rotundato-subeffusa; columella obliqua labiata; labrum arcuatum, extus

incrassatum, varicosum. Long. 3,5. diam. maj. 0,8 Mm. ex icone. Mangelıa Rissoi Audoin Explie. des pl. de Savigny Deser. de l’Egypte t. 4 £. 1.

Schale länglich-eiförmig, gerippt, weiss; Spira gethürmt, besteht aus 9 convexen Umgängen, wovon die 3 obersten embryonalen glatt, die übrigen längsgerippt sind, durch eine vertiefte Naht getrennt; Mündung schief, eiförmig, oben winkelig, unten abgerun- det beinahe ausgussartig, Spindel schief, gelippt; Mundrand verdickt, geschweift, aussen mit Varix versehen.

Vaterland: Rothes Meer (Savigny).

Philippi identifizirte die Savigny’sche Figur mitRissoina Bruguieri Payr. und Issel brachte sie fraglich in Beziehung zu R. scalariformis Schwarz, die nothwendigerweise getheilt werden muss, die westindische Form behält den Namen, die ostindische fällt mit R. triticea Pease zusammen, von der allerdings diese Mangelia Rissoi Audoin eine schlanke Form sein könnte, die dann hier als

gedrungene Form angeschlossen werden müsste, Taf. 15b fig. 3 gebe ich davon eine Abbildung nach Exemplaren von Mauritius, die aber ganz mit solchen stimmen, die ich direct aus der Hand von

Pease erhalten habe.

84. Rissoa Bertholleti Audoin. Taf. 15. Fig. 14. 15.

Testa elongato-ovata, spiraliter striatula, longitudinaliter costata, alba; spira turrita, anfracti- bus 10 convexiusculis, superioribus 2 embryonalibus glabris, sequentibus anguste et angulose-costatis interstitiis exilissime spiraliter striatis, sutura vix impressa, tenuissima, anfractu altimo 2/; altitudi-

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nis testae aequante, inferne funiculo spirale ornato; apertura ovata, superne angulata, inferne effusa; columella concava, labiata, inferne recuryata; labrum arcuatum, medio productum, extus varicosum.

Long. 9; diam. maj. 3,5 Mm. wird von Issel 11 Mm. lang angeführt.

Mangelia Bertholleti Audoin Explic. des pl. de Savigny Deser. de l’Egypte t. 4. f. 2. Issel mar rosso p. 208. M’Andrew Rep. p. 6,

Schale schlank-eiförmig, fein spiral gestreift und der Länge nach gerippt, milch- weiss; Spira gethürmt, besteht aus 10 leicht convexen Umgängen, wovon die beiden obersten embryonal und ganz glatt, die übrigen eng und scharf gerippt sind, die viel breitern Zwischenräume sind sehr fein gestreift, sie sind durch eine sehr dünne, kaum ein- gerizte Naht getrennt. Der Hauptumgäng misst ?/, der ganzen Schale und ist unten von einem tief gefurchten Wulst spiral umzogen. Mündung eiförmig ein wenig eckig, oben in eine Spitze auslaufend, unten ausgussartig ausgeschnitten; Spindel concav, gelippt, unten umgebogen, nicht abgestützt, Mundrand wenig verdickt, ausgeschweift, gegen die Mitte stark vorgezogen, aussen mit Varix versehen, der zwar breit aber wenig dick ist.

Vaterland: Rothes Meer, (Savigny Issel) Tor und Zeite Spitze (M’Andrew) Massaua (Jiekeli) Roweiah (Nevill) Persischer Golf (Nevill).

85. Rissoina Seguenziana Issel. Taf. 15 Fig. 16. Taf. 15° Fig. 2.

„iesta solida, alba, turrita; spira elongata, conico-acuminata, longiludinaliter costata, trans- versim cingulata; anfractibus I—10 convexis, sutura impressa separatis; costis longitudinalibus eirea 12—13, eingulis transversis 4—5 in anfractibus superioribus, 6-7 in ultimo; anfractu ultimo eirca 2/, altitudinis zequante; antice callo noduloso cireumdato; apertura gemiovata, angustata, angulo supe- riori acuta, inferiori dilatato-effusa; labro siruato, inferne valde producto, extus valde incrassato, transversim eingulato; margine columellari subobliquo, in medio impresso, infra canali abbreviato et obtusato.

Long. 5 lat. 13), Mm.“ (Issel).

Rissoina Seguenziana Issel Mar. rosso p. 209. auf Savigny Descer. de l’Egypte t. 4 £.3.

Schale verlängert-eiförmig, weiss wie kandirt, zuweilen mit einzelnen braunen Strei- fen; Spira thurmförmig, lang ausgezogen-konisch, besteht aus 9—10 convexen durch eine vertiefte Naht geschiedenen Umgängen, die der Länge nach gerippt und spiral gekielt sind, es sind ungefähr 12-13 Rippen und auf den obern Umgängen 3—2 auf dem vorletzten 4 und auf dem letzten 6—-7 Spiralkiele vorhanden, die deutliche Perlen auf den Kreuzungs- punkten tragen, also geperlte Rippen sind; Hauptumgang etwa 2/, der Gesammtlänge einnehmend ist unten durch keinen besondern Wulst umzogen, es ist der letzte Kiel der diesen ersetzt, der schwächer geperlt aber stärker geknotet ist. Mündung halbeiförmig, eng, obere Ecke scharf, 'untere erweitert ausgussartig; Spindel etwas’ schief, in der Mitte einge- drückt, gelippt, oberhalb des Kanals abgestutzt und stumpf; Mundrand geschweift, nach unten vorgezogen, aussen verdickt mit scharfem, geperltem Rand.

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Vaterland; Rothes Meer (Savigny), Golf von Suez (Issel), Roweiah (G. Nevill), Per sischer Golf und Bombay (G. Nevill).

Diese Art steht der R. media Schwarz, die Jickeli zu Massaua im rothen Meer gesammelt hatte ausserdem von Ceylon, Arakan, Java und den Andamanen bekannt ist und der R. Samoensis Dun- ker, wie ich sie von Otto Semper habe, sehr nahe, ja es scheint mir, als wenn die Diagnose von Issel besser auf R. media passte als auf unsre Art. DieMündung ist bei R. Seguenziana am wenigsten schief, am meisten bei R. media, deren Wulst auch am stärksten ausgebildet ist, wenigstens an äl- tern Exemplaren als dem Schwarz’schen Originale, bei R. Samoensis und media kommt es nicht zu einer Perlenbildung auf den Kreuzpunkten, doch sehr nahe daran, so dass daraus kein Unter- scheidungsmerkmal herzurehmen ist. Es sind dies 3 Arten, die sich einander ergänzen und dann wohl als Varietäten einer Form zu betrachten sind.

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86. Rissoina japonica Weinkauff. N Al 25 iz Al,

Testa minuta, elonsato-conica, pellucida, nitida, alba; spira turrita, apice obtuso, anfractibus 71/5, superioribus 11/5 embryonalibus mamillatis, caeteris superne angulatis, planis, indistincte spi- raliter liratis, lira subsuturali prominente, sutura vix distineta; apertura ovata, superne angulo acuto subcanalieulato munita, inferne subeffusa; columella obliqua, inferne noduloso-abhreviata; labrum acu- tum, arcuatum medio versus produ:tum, extus parum distincte varicosum,

Long. 3,5, diam 1,3 Mill

Schale klein, schlank-konisch, dünn, glänzend glatt und durchscheinend, weiss; Spira gethürmt mit stumpfer Spitze, besteht aus 7!/> Umgärgen, die leicht abgesetzt sind, die obersten 11/, sind embryonal und zitzenförmig, die folgenden an der Naht etwas kantig vorstehend, eben, undeutlich spiral gestreift, der der Naht nächste Streifen am stärksten *) die grosse Durchsichtigskeit lässt auch die innern Windungslinien äusserlich erkennen und als Streifen erscheinen Naht undeutlich. Mündung eiförmig, oben in eine spitzwinklige, fast canalartige Ecke auslaufend, unten fast ausgussartig ausgebogen; Mundrand scharf, ausgeschweift, gegen die Mitte vorgezogen, aussen mit einem wenig deutlichen Varix versehen.

Vaterland: Japan (G. Neyill) aus dem Indian Museum.

*) Auf dem Bild fig. 1 links ist der Hauptleisten zu stark vorspringend gezeichnet, wodurch es den Anschein gewinnt, als wenn er unmittelbar an der Naht stände, was nicht der Fall ist.

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87. Rissoina semiplicata Pease. Taf. 15. a. Fig. 2.

„Testa subulata, polita, nitida, subpellueida, alba, anfraetus 6 plano-convexi,, spira obsolete longitudinaliter plicata; apertura ovata, antice obsolete canaliculata.“ (Pease). Long. 3,5 diam. 1,5 Mm. PR Rissoina semiplicata Pease Proc. zool. Soc. London 1862 p: 242 idem in Am. Journ. of Conch. III. 1867 p. 295 t. 24 f£. 29.

Schale eiförmig-konisch, glatt und sehr glänzend, weiss; Spira gethürmt, schnell zunehmend und sehr spitz, besteht aus zwei glatten, stumpflichen Embryonalwindungen und 6 undeutlich gerippten Hauptumgängen, die durch eine wenig deutliche Naht ge- trennt sind, der beinahe die Hälfte der ganzen Schale einnehmende letzte Umgang ist völlig glatt; Mündung eiförmig, oben kanalförmig ausgespitzt, unten gerundet und leicht ausgussartig verengt; Spindel gebogen, gelippt, Mundrand geschweift, verdiekt. gegen unten stark vorgezogen, ohne deutlichen Varix.

Vaterland; Howland Insel, Ocean pacifique (Pease) aus dem Indian Museum.

Die Durchscheinigkeit ist so gross, wie bei R, vitrea C. B. Adams, dass man die innern Näthe aussen sieht, obgleich gerippt, scheint das Schneckchen doch der Gruppe der R. coronata Recluz also dem Subgenus Zebina anzugehören.

88. Rissoina subulina Weinkauff. Taf. 15a. Fig. 3.

Testa eulimaeformis, laevigata, nitidissima, solidiuseula, albida; spira, subulata, apice obtuso, anfraetibus 8, superioribus embryonalibus mamillatis, caeteris subplanis, glabris, sutura impressa sepa- ratis; apertura rotundata superne angulata, inferne emarginata; columella arcuata, late labiata; labrum incrassatum medio productum et inflexum, extus-varicosum.

Long. 3,75 diam. 1,5 Mm.

Schale kegelförmig, eulimaartig, sehr glatt und glänzend, ziemlich solid, weisslich; Spira pfriemenförmig mit stumpfem Ende besteht aus 8 Windungen,, von denen die obersten embryonalen zitzenförmig, die folgenden beinahe eben und ohne Sculptur, durch eine ver- tiefte Naht getrennt sind. Mündung ziemlich abgerundet, oben in eine Ecke auslaufend, unten weit ausgeschnitten; Spindel gebogen, weit gelippt. Mundrand verdickt, in der Mitte vorgezogen und umgeschlagen, aussen mit Varix versehen.

Vaterland Japan (A. Adams) aus dem indischen Museum.

Auf Figur links ist der Mundrand zu wenig vorgezogen gezeichnet, wodurch die Mündung oval statt rund erscheint. Die Streifen hinter dem Varix auf der Fig. 6 sind als blose Anwachsstreifen viel zu stark und entstellen die Figur. N

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89. Rissoina Adamsiana Weinkauff, Taf. 15a. Fig. 4.

Testa conoidea, alba, spira turrita, anfractibus 7 superioribus3 (2 embryonales) glabris, caeteris sub lente oblique et undulate striatulis, convexiusculis, sutura lineari, impressa separatis; apertura ovata superne angulata, inferne vix emarginata, columella obligua, leviter labiata; labrum tenue, arcuatum basin versus productum, extus marginatum haud varicosum.

Long. 4 diam. 1,2 Mm.

Schale conoidisch, weiss; Spira gethürmt, besteht aus 7 Umgängen, wovon die drei obersten glatt (2 embryonale zitzenförmig) die folgenden leicht gewölbt und mit schie- fen und undulirten Streifehen, die jedoch nur unter der Loupe sichtbar sind, gezeichnet, Naht fein eingeritzt. Mündung eiförmig, oben winklig, unten kaum ausgerandet; Spin- del schief, leicht gelippt unmittelbar ohne Trennungsmerkmal mit dem Mundrand verbun- den; Mundrand dünn, ausgeschweift, nach unten hin vorgezogen, aussen gerandet nicht mit Varix versehen.

Vaterland: Japan (G. Nevill) Indian Museum.

Dies ist eine ausgezeichnete Art, die mit ihrer undulirten Sculptur einzig dasteht und nur an einige Rissoa Arten erinnert, die aber gerippt sind.

Auf dem Bild ist die Mündung zu kurz und die Spindelverdickung ist Phantasie des Zeichners.

90. Rissoina (Isseliella) mirabilis Dunker. Taf. 15a. Fig. 5.

Testa ovato-conica, pallide ochracea, spira turrita, rapide acrescens, anfractibus 9 convexis, su- perioribus 2 cmbryonalibus glabris albidis, caeteris lirulis longitudinalibus et spiralibus aequalibus _exiliter decussatis, sutura impressa separatis; apertura ovata, superne canaliculata, inferne late et profunde effusa; columella eoncava. labiata, inferne nodulo armata; labrum acutum, arcuatum, extus varicosum.

Long. 5,5. diam. 3 Mm. Rissoina mirabilis Dunker in Mus. Godeffroy Cat. IV p. 75. Isselia = O0, Semper in Mus. Godeffroy Cat. V p. 110 nota p. 104. lsseliella G. Nevill MS. in Ind. Museum.

Schale eiförmig-conisch, matt hell ockergelb; Spira gethürmt, schnell zuwachsend besteht aus 9 gewölbten, durch eingerizte Naht getrennten Umgängen, wovon die beiden obersten embryonal und glatt und weiss sind, die folgenden sind durch feine Spiral- und Längsstreifehen sehr schön gegittert, an den Kreuzpunkten zeigen sich nur undeutlich Per- lenreihen. Mündung eiförmig oben canalartig auslaufend, unten mit deutlichem, breitem und tiefem wahren Ausguss versehen, der durch knotenartige Endigungen von Spindel

und Mundrand begrenzt und scharf markirt wird; Spindel einwärts gebogen, gelippt, 9*

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endigt unten in eine knopfförmige Verdiekung; Mundrandscharf, geschweift, ebenfalls in eine doch minder starke Verdiekung endigend, aussen mit Varix versehen. Vaterland: Upolu Insel (Mus. Godeffroy) aus dem Indian Museum.

Bei Isseliella abnormis Nevill habe ich das nöthige über dieses neue Genus gesagt, die vor- liegende schöne Art ist also der Typus desselben.

91. Rissoina Peaseana G. Nevill, Taf. 15a. Fig. 6.

Testa elongato-conica, nitidissima, albida; s ira turrita, acuminata, anfractibus 12, superioribus embryonalibus mamillatis, sequentibas 4 longidutinaliter costatis, caeteris glabris, planiuseulis, sutura impressa separatis; apertura ovata, superne angulata, inferne late emarginata; columeila arcuata, la- biata, inferne contorta, leviter incrassata; labrum incrassatum, arcuatum, inferne productum, intus glabrum, extus varicosum.

Long. 12,5 diam. 5 Mm.

Rissoina tritendata var. curta (Sow.) Pease in Journ de Conch. X p. 382. Peaseana G. Nevill Ms. Hand list. part. I]. _ erassilabra Garret Proc. Calif. Acad. Vol. I. teste Pease.

Schale schlank-kegelförmig, sehr glatt und glänzend, weisslich; Spira gethürmt, lang und spitz ausgezogen, besteht aus 12 fast ebenen Umgängen, wovon die zwei ober- sten, meist abgebrochenen glatt und zitzenförmig, die 4 folgenden kurz gerippt und die übrigen glatt und ohne Sculptur sind. Naht eingeritzt, der Hauptumgang verdickt sich nicht besonders stark im Verhältniss zu dem folgenden; Mündung eiförmig, oben wink- lig verengt, unten weit ausgerandet; Spindel gebogen, gelippt unten gedreht und leicht verdickt; Mundrand verdickt, ausgeschweift, unten vorgezogen, innen glatt nur gegen den Ausguss verdickt, aussen mit Varix versehen.

Vaterland: Rarotonga, Upolu, Tahiti (Mus. Godeffroy) aus dem Indian Museum.

Im Museum Godeffroy hatte man diese Art zuerst als Eulima dentiens Dunker, dann als R. ?afl.R. tritendata angesehen und versendet, die Uebereinstimmung mit dieser letzten Art ist lange nicht so gross, als die mit der fossilen R. macrotoma Deshayes (Schwarz von Mohre: stern t.9 f. 7\) schon das Fehlen der Lippenbewaffnung musste darauf führen. Auf meiner Fig. 6 ist der Mund- rand stark verzeichnet und zwar soll die Ausweitung nicht in der Mitte sondern unten sein, dadurch würde die Mündung statt halbmondförmig mehr halbeiförmig werden und ein anderes Ansehen er- halten, weil oben enger und unten weiter statt umgekehrt.

92. Rissoina Nevilliana Weinkauff. Taf. 15a. Fig. 7. Taf. 15d. Fig. 2.

Testa elongato-conica, albida, indistincte flavidulo-fasciata, modice nitida, spira turrita, lente acrescens, anfractibus 8 angulatis (embryonales fracti) longitudinaliter costatis, costis crassis, inae-

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qualibus, spiraliter exilissime striatis, sutura profunde impressa separatis; apertura ovata, angulis pa- rum äcutis, columella concava, labiata, labrum incrassatum, arcuatum medium versus subproductum, extus subvaricosum.

R Long. 13 diam. maj. 4,6 Mm.

Schale schlank-kegelförmig, weisslich mit undeutlichen gelblichen Binden, mässig glänzend; Spira thurmförmis, sehr langsam zunehmend, besteht aus 8 kantigen Um- gängen, ohne die fehlenden abgebrochenen Embryonalwindungen, die durch eine tief ein- gesenkte Naht getrennt sind, sie sind der Länge nach srob gerippt; die Rippen stehen auf den obern Umgängen sehr gedrängt und sind auch schiefer als auf den untern, zu- weilen blieb ein Mundrand stehen und diese Varices machen die Rippung uuregelmässig, die Zwischenräume sind äusserst fein spiral gestreift, so fein, dass sie bei der gezeichneten Vergrösserung nur ganz untensichtbarsind; Mündung eiförmig, oben wenig eckig, unten leicht ausgussartig ausgeschnitten; Spindel einwärts gebogen, gelippt, verläuft unten ohne Ab- stutzung in den Mundrand beziehungsweise den ausgussartigen Ausschnitt; Mundrand verdickt, geschweift gegen die Mitte leicht vorgezogen, aussen schwach gewulstet.

Vaterland: Kowloon Küste von China, Hongkong gegenüber Nevill.

Ich widme diese neue Specie aus der Verwandschaft der R. costata Adams dem Verwalter des Indian Museums Hın G. Nevill, der durch Herleihen des grossen Materials dieses Museums es hat möglich gemacht, diese Arbeit in dieser grossen Vollständigkeit den Abonnenten des Conchylien Cabinets vorzulegen. (Sowerby im Reeve hat für Rissoa, Rissoina, Alvania und Cingula 123 Nummern, ich habe mehr von Rissoina allein). Leider ist die Figur so stark verzeichnet, dass ich auf einer spätern Tafel eine neue geben muss, die unten zu starke Dicke lässt das Verhältniss der Höhe zur Dicke und das sehr langsame Zuwachsen nicht erkennen.

93. Rissoina miranda A. Adams, Taf. 15a. Fig. 8.

Testa minuta, elongato-conica, flavido-candida, spira tarrita, anfractibus 7, superioribus 11/, em- bıyonalibus glabris, sequentibus costis spiralibus duabus inaequalibus, prominentibus cinctis, majore suturale, granoso crenulata, altera indistinete crenulata, anfractus ultimus breviusculus spiraliter qua- driliratus, lira suprema crenulata; apertura minuta, ovata, angusta, columella arcuata, labiata, labrum modice incrassata, extus vix varicosa.

Long. 3,2. diam. 1 Mill.

Rissoina miranda A. Adams in Ann. et Mag. nat. hist. 1861.

Schale klein, schlank-kegelförmig, gelblich glänzend; Spira thurmförmig, spitz ausgezogen, besteht aus 7 Umgängen, wovon 1!/, glatt und embryonal sind, die folgenden sind von zwei ungleich starken Spiralstreifen umzogen, wovon der der Naht nächste der stärkste und dieser mit dieken Perlenartigen Erhöhungen versehen oder stark crenulirt erscheint, der andere schwächere ist nur undeutlich ausgezackt oder granulirt; Hauptum- gang kurz trägt 4 Ringe, von denen nur der oberste granulirt ist. Mündung klein, ei-

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förmig, eng; Spindel gebogen, gelippt; Mundrand mässig verdickt, aussen mit Varix versehen.

Vaterland: Japan (A. Adams) Hongkong (G. Nevill) aus dem Indian Museum.

Diese nette Art ist kaum von R. insolida Deshayes von der Insel Bourbon verschieden, die sehr vielgestaltig ist. Ich verdanke Herrn Neyill ausser der Hauptform seine 3 Varietäten deformis major und depauperata. Ihre Verbreitung ist auch eine sehr weite: Ausser Bourbon findet sie sich

zu Mauritius, Ceylon, Bombay, Arakan, Andamen und Singapore. Die Figuren müssen auf den ersten Tafel der folgenden Lieferung ersetzt werden, sie sind ganz

missrathen.

94, Rissoina Hungerfordiana G- Nevill. Taf. 1da. Fig. 9.

Testa elongato-conica, albida; spira turrita, regulariter accrescens, anfractibus 81/, convexius- culis, superioribus 11/, embryonalibus glabris, caeteris costulis longitudinalitus spiralibusque noduloso- decussatis, costulis longitudinalibus 12—13 et spiralibus 5 in anfractu penultimo, costulis spiralibus 5 in anfr. ultimo; anfr. ultimo inferne spivaliter sulcato et toroso lirato, sutura canaliculata; apertura semilunata superne inferneque emarginata; columelia obliqua, inferne leviter nodosa, abbreviata; labrum modice inerassatum, medio productum extus marginatum haud varicosum,

Long. 5,3, diam. 2 Mm.

Schale schlank-kegelförmig, weisslich; Spira gethürmt lang und regelmässig aus- gezogen, besteht aus 81/), Umgängen, die durch eine feine in breiter Rinne liegender Naht getrennt sind; die 11/, obersten, embryonalen sind zitzenförmig, dick und glatt, die fol- genden sehr regelmässig durch Längs- und Spiralrippchen deeussirt undan den Kreuzungs- punkten geperlt, auf den obern Windungen zählt man 12—13 Längs- und 3 Spiralrippehen auf den letzten Umgang sind von letzten 5 vorhanden, ausserdem an der Basis durch eine tiefe Furche getrennt.noch ein spirales, gegliedertesHalsband; Mündung halbmondförmig, oben und unten ausgeschnitten, oben winkelig; Spindel schief, wenig gebogen, endet in eine knopfförmige Verdiekung und ist hier abgestutzt; Mundrand wenig verdickt, gegen die Mitte vorgezogen, aussen gerandet ohne Varix.

Vaterland: Hongkong (Nevill) aus dem Indian Museum.

Auf dem Bilde sind die Zwischenräume zwischen den Längsrippchen zu eng und die Rippchen zu dick gezeichnet, dadurch ist die Zahl der Perlen der Kreuzpunkte zu gross, die Mündung ist auch verzeichnet, sie ist nicht so schief und höher als breit, Basalfurche und Halsband sind nicht deutlich

genug.

x

95. Rissoina (Iravadia) ornata Blanford. Taf. 15b. Fig. 1.

„Testa turrita, decollata, subeylindrica (junior elongato-conica) solida, spiraliter costata inter costas confertim verticaliter costulata, sub epidermide olivacea vel ferruginea albida. Anfr. supremi,3—4 rotundati, superi tribus, penultimus quatuor, ultimus sex costis spiralibus ornati, juxta aperturam paulo ascendente. Apertura subverticalis, elliptica, intus alba (in testa juniori postice angulata) antice subangulata et in testa adulta obsolete effusa, in juniori subcaniculata; peristoma extus incrassatum nodoso-variciforme, nodis costis spiralibus congruentibus, intus vix expansum. Opere.?

Long. 4,5 diam. 2,5 Mm.“ (Blanford).

Iravadia ornata Blanford Journ. Asiatic Soc. Bengal. 1867 p. 6 t. XII. f. 13—14.

Schale kegelförmig, meistens decollirt, solid; schmal gerippt und in den Zwischen- räumen eng und fein längst gestreift, unter einer olivengrün oder rostfarbisen Epidermis weisslich; Spira gethürmt, fast eylindrisch bei jungen Schalen länglich-kegelförmig besteht aus 3—4 runden obersten ohne Sculptur und 5 Hauptumgängen, von welcher die 3-obern mit 3, der folgende vorletzte mit 4 und der letzte mit 6 Spiralleisten geziert sind; Mündung fast senkrecht, elliptisch, innen weiss, bei jungen Exemplaren oben eckig, bei alten hier abgerundet eckig, unten beinahe eckig und undeutlich ausgeschnitten bei jungen Schalen beinahe kanalartig ausgeschnitten Spindel wenig gebogen, schief, mit callöser Lippe, unten unmittelbar in den Ausschnitt verlaufend; Mundrand aussen stark varixartig verdickt, breit, an Stelle der Rippen mit Knötchen besetzt, innen gelippt und der Rand nicht vorgezogen, die Rippenenden stehen hier etwas vor und lassen den Rand zackig erscheinen.

Vaterland: Sunderbunds in der Nähe von Port Canning Calcutta (Blanford) Meine Sammlung aus dem Indian Museum zur Abbildung überwiesen.

Auf diese Art gründete Blanford l. c. das Genus Iravadia und charaktrisirte es folgender Maasen:

Testa imperforata, turrita, spiraliter costata, solida epidermide tecta; apertura ovata, integra, antice obsolete effusa, peristomate recto, extus varieiformi-incrassata, intus dilatata. Animal? Opercu-

? ni Schale nicht genabelt, gethürmt, spiral gerippt, dick, mit Epidermis bedeckt; Mündung eiförmig, ganz unten undeutlich ausgeschnitten, aussen varixartig verdickt und meist ausgedehnt.

Ausser der Epidermis ist kaum ein Merkmal vorhanden, das die generische Abtrennung von Ris- soina verlangte, es sei denn, dass Thier und Deckel, bisher noch unbekannt, sie rechtfertige. Ich un- terlasse es daher die ziemlich weitschweifige Auseinandersetzung Blanfords hier zu wiederholen. Als Subgenus mag sie bestehen, dazu würde die folgende Art und die von Schwarz beschriebene und zuerst abgebildete Rissoina sulcifera Troschels zu rechnen sein, vielleicht auch näch Blanford das was A. Adams als Vanesia sulcatina von Japan in Ann. et Mag. Nat. hist. Ser. 3 VIII. p. 24 beschrieben hat,

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96. Rissoina (Iravadia) trochlearis Gould. Taf. 15b. Fig. 2.

„R. testa parva, crassa, cinerea, ovoidea; anfr. nucleosistribus levibus normalibus 4 convexius- culis, ultimo carinis 7 clevatis acutiscincto, quarum 3—5 (plerumque 3) spiram ascendente, interstitiis late excavafis, saepe clathratis; apertura ovalis, peritremate continuo vel in juniori effuso. Axis 0,16; diam. 0,073 poll.“ (Gould).

Long. 4 diam. maj. 1,75 Mm.

Rissoina trochlearis Gould Otia Conch. in Proc. Bost. Soc.N.H. VII. febr. 1861 Sowerby in Reeve’s Conch, Ic. t. Il f. 105. _ annulata Dunker Moll. Jap. p. 12. t- 2 f. 12*)

Schale klein, stark, kegelförmig, graubraun, in der Regel die Rippchen ‚heller, doch auch umgekehrt, dunkel und heller, selbst ganz weiss; Spira gethürmt, besteht aus 7 Umgängen, die durch eine vertiefte Naht getrennt sind, die obersten 3 sind glatte Embryo- nalwindungen, die folgenden sind spiral mit Ringen oder Kielen umzogen, von denen auf die beiden obern 2, auf den vorletzten 3 und auf den letzten 6 oder 7 kommen; die Zwischenräume sind ausgehöhlt und meistens bei guter Erhaltung sehr fein decussirt; Mün- dung eiförmig, schief, oben und unten wenig kantig, der untere Ausschnitt nur bei jun- ger Schale ausgussartig; Spindel schief, wenig gebogen, callös gelippt; Mundrand scharf und ausgezackt, aussen varixartig verdickt, innen ausgedehnt und gelippt.

Vaterland: Japan Decima (Nuhn) China (W. Stimpson) Hongkong, Singapore Andamanen, Arakan, Bombay, Persischer Golf, Ceylon, Aden (G. Nevill) aus dem Indian Museum meiner Sammlung überwiesen.

Diese nette Art wurde fast gleichzeitig veröffentlicht, von Gould nur 3 Monate früher als von Dunker, des Letztern Name A. annulata wäre als passender vorzuziehen, besonders wenn die Dar- stellung Sowerby’s nach Charpenter richtig ist, was ich im Augenblick nicht controlliren kann, aus der hervorgeht, dass Gould dieselbe Art auch noch als R. suleifere Varität und als R. ligata beschrieben habe. Es kommt bei Hongkong, Bombay und im Persischen Busen eine constant kleinere Form vor, die Nevill als var minor (L 31/9 d. 11/g Mm.) ausgeschieden hat., die mir auch vorliegt und rechts abge- bildet ist. Die Ringe sind auch dünner als die Zwischenräume.

A. Adams versendete diese Art aus japanesischen Fundorten als Onoba cingulifera A. Adams.

97, Rissoina triticea Paese. Taf. 15b. Fig. 3.

Testa ovato-conica, albida; spira turrita, rapide acrescens, anfractibus 8 convexis, superioribus 2 embryonalibus glabris, caeteris longitudinaliter costatis, costis validis, compressis, prominentibus,

*) Testa elongata, crassa, alba, anfractibus senis transversim costatis instructa, ultimus dimitiam testae partim occupans; apertura ovata; labrum incrassatum.

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acutis, continuis, ll in ultimo anfractu, sculptura spirali carente aut indistinctissima, sutura impressa; apertura perobligua, ovata, utrinque effussa; labrum subinerassatum, ad mediam partem 'productum; columella obliqua, inferne leviter incrassata et abbteviata. Lon. 2,75 diam. maj. 1 Mm.

Rissoina triticea Pease Proc. zoo]. Soc. London 1860 p. 438 idem Journ. de Conch. X p. 332. _ scalariformis Schwarz Rissoiden p. 127 ex parte. Deshayes Moll. Reunion p. 61 M’Andrew Report RothesMeer.p. p. 14. Lienard Moll. Maur.

p. 45. non C. B. Adams. _ orientalis Nevill Ms.in Handlist Part. Il. idem Journ. of As. Soc. BengalL. II p. 161.

Schale eiförmig-kegelförmig, weisslich; Spira thurmförmig, schnell an Dicke zu- nehmend, besteht aus 8 gewölbten Umgängen, wovon zwei embryonal und glatt, die üb- rigen der Länge nach grob gefaltet sind, die Rippen sind zusammengedrückt, vortretend scharf und stehen übereinander, auf dem Hauptumgang zählt man 11 Rippen, Spiralsculp- ur fehlt ganz oder ist doch so schwach dass sie nur unter stärkster Vergrösserung sicht- bar wird, Naht vertieft; Mündung sehr schief, eiförmig, an beiden Enden ausgussartig verengt; Spindel schief, unten leicht verdiekt und abgestutzt; Mundrand etwas ver- diekt, gegen die Mitte vorgezogen, aussen wenig deutlich varixartig verdickt.

Vaterland: Rothes Meer Massaua, Djedda(Jickeli) Roweiah (Blanford) Aden, Cey- lon, Mauritius und Andamanen, (Nevill) Südsee (Pease). Aus meiner Sammlung, das ge- zeichnete Exemplar stammt aus dem Indian Museum.

Diese Art von Schwarz und Andern mit R. sealariformis C. B. Adams von Pa- nama vermergt, wurde von G. Neyill als gute Art ausgeschieden und in der Handlist zum Indian Museum als R. orientalis bezeichnet und auch so mir eingesandt. Von Pease hatte ich früher 4 Exemplare seiner R. triticea erhalten, die ich auf dieC. B. Adams’- sche Art schon gedeutet und die ich in nichts von den mir durch Nevill gesandten, auch schon von Jickeli erhaltenen Exemplaren aus dem rothen Meer unterscheiden kann, ich lege der Art daher den ältesten Namen bei. Die Unterschiede gegenR. sealariformis liegen im Fehlen oder Obsoletsein der Spiralsculptur, weniger schlanker Form und einem Umgang we- niger bei gleicher Grösse, zitzenförmigem Embryonalende statt „spitzem“ u. s. w. sie genügen um bei so verschiedenem Herkommen eine Trennung zu rechtfertigen. Auf diese und ähnliche Arten gründete G. Nevill sein Subgenus Schwartziella.

98. Rissoina strigillata (?) Gould. Taf. 15b. Fig 4.

„I. fusiformis, turrita, vitrea, lactes; anfr. 8 convexiusculis; sutura profunda; anfr. ultimo elathris elevatis eire. 22 et costis volventibus sensim remotioribus ad 10 cancellato, et ad decussationes gemmato. Apertura parva vix effusa; peritremate crenato, sulco postsiphonali profundo et in rimam umbilicalem producto. Axis 5; diam 2.20 Millim.“ (Gould).

Rissoina strigilata (?) Gould Othia conch. Proc. Bost. Soc. VIII Febr. 1861.

I. 22. 10

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Schale spindelförmig, glassartig, milchweiss, (schmutzig weiss mit schwärzlichen Resten eines Ueberzuges); Spira gethürmt, schnell zuwachsend, besteht aus 81/, Umgän- gen, von denen die 1'/, obersten embryonal, glatt und matt weiss sind, die übrigen sind sehr regelmässig decussirt, auf dem letzten Umgang stehen 22 Längs- und 10 Spiralleisten diese letzteren prädominiren etwas, die Naht ist breit und tief, um die Mündung herum verläuft eine Spiralfurche, die tiefer ist als die Zwischenräume und die neben der ge- drehten Spindel in einen Nabelritz verläuft; Mündung schief, oben spitzwinkelig, unten abgerundet, kaum ausgeschnitten; Spindel schief und gedreht, unten abgestutzt, innen wohl gelippt und faltenartig verdickt; Mundrand scharf, ausgezackt, gegen die Mitte und nach unten vorgezogen, aussen breit doch nicht sehr stark varixartig verdickt.

Vaterland: Loo Choo China (Gould) Hongkong unter Steinen (Nevill) aus meiner Sammlung, Exemplare Geschenk des Herrn Nevill Conservators des Indian Museum, worin noch weitere Exemplare aufbewahrt werden.

Herr Nevill hat mit Recht ein? zugesetzt, das mir zugesandte Exemplar lässt mit der Diagnose verglichen vielfach Zweifel, ob die Art richtig gedeutet ist “vitrea, lactea, passt so wenig als „aper- tura parva“ doch mögen diese Unterschiede theils solche des Erhaltungszustandes, theils wie der Aus- druck „kleine Mündung“ für die auffallend schmale aber lange Mündung des Exemplars einem Miss- griffim Ausdruck den Ursprung verdanken. Uebrigens hat mein Lithograph die Figuren so sehr verpfuscht, das später nach der gelungenen Zeichnung eine andere Figur gebracht werden muss.

99. Rissoina plicatula Gould. Taf. 15b. Fig. 5.

„T. fusiformis, turrita, einerascens, anfr. 8 convexiusceulis, plieis acutis rectis 15 ornatis carinam postsiphonalem amplectentibus, interstitiis lineis volventibus insculptis. Apertura ovoidea, peritremate incrassata. Axis 6, diam 2 Millim.“ (Gould)

Rissoina plicatula Gould Othia Conchologieca Proc. Bust. Soc. N. h. VII. 1861.

Schale kegelförmig mit fast graden Aussenlinien, spitz, durchscheinend graulich oder ganz milchweiss, Spira gethürmt, rasch, doch gleichmässig zunehmend, besteht aus 9 Umgängan, wovon die beiden obersten embryonal, glatt und seulpturlos, die übrigen et- was convex und scharf gerippt sind, Rippen sind grade und an Zahl 15, die Zwischenräume sind breiter und sehr fein spiral gestreift, am Fusse des Hauptumgangs verläuft ein spira- les Halsband d. i. ein rauher Wulst, der die Mündung umgibt. Mündung halbeiförmig, oben ausgezogen, unten ausgeschnitten; Spindel schief, doch etwas weniger als auf dem Bilde, unten abgestutzt, callös gelippt; Mundrand scharf, gegen’die Mitte wenig vorge- zogen, aussen kaum verdickt.

Vaterland: Port Lhoyd- Bonin Insel-; Loo Choo Ins.; Kikeia China (Stimpson) Ceylon, Bombay, Persischer Golf, Roweiah Rothes Meer (Nevill) aus meiner Samm- ung, Geschenk des Indian Museum’s.

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Ich glaube mit Nevill; dass diese Art kaum zu halten ist neben R. plicata A. Ad. und R. Bertholleti Audouin; alle 3 dürften zusammen gehören, als verschiedene Wachsthumstadien der letztern Art, die allein ausgewachsen zu sein scheint.

100. Rissoina andamanica Weinkauff. Taf. 15b. Fig. 6.

Testa elongato-conica, solida, albida, spira turrita, acuminata, anfractibus 8 (embryonalibus de- sunt) longitudinaliter plicatulis, plieis rectis, angustis, anfractu ultimo angustioribus; apertura obliqua vemilunata, superne inferneque effusa; columella subarcuata, inferne nodoso-incrassata et abbreviatas, labiata; labrum acutum, arcuatum, inferne tumidum, productum, extus varicosum.

Long. 8. diam maj. 3,5

Schale schlank-kegelförmig, solid, weisslich; Spira thurmförmig, spitz ausgezogen mit etwas gewölbten Aussenlinien, besteht aus 8 leichtgewölbten,, dieht gerippten Umgängen deren Rippchen auf jedem weitern Umgang dichter und dünner (auf dem 6ten Umgang ste- hen 15, auf dem vorletzten 30 Rippehen und auf dem Hauptumgang sind sie noch zahl- reicher, Embryonalwindungen nicht vorhanden; auf dem Hauptumgang nahe der Spitze ver- laufen einige Spirallinien, die jedoch nur unter starker Vergrösserung sichtbar sind. Naht eingedrükt, schwach entwickelt; Mündung gross, schief, halbmondförmig, oben und un- ten ausgussartig auslaufend; Spindel wenig gebogen, wohl gelippt, unten knopfartig ver- diekt und vor dem Ausguss abgestutzt; Mundrand scharf, ausgeschweift, gegen unten stumpf und vorgezogen, aussen mit weissem Wulst versehen, der nicht sehr verdickt ist.

Vaterland: Andamanen (G. Nevill) aus meiner Sammlung Geschenk des Finders.

Steht der R. pusilla ungemein nahe, unterscheidet sich durch die successive abnehmende Stärke der Rippen und die Mündung.

101. Rissoina Weinkauffiana G. Nevill. Taf. 15b. Fig. 7.

„Testa lanceolato turrita ‚fulvescente alba, solidiuscula; spira acuminata, apice minute mamillato, anfractibus 2'/, nucleolis glabris, lacteis, caeteris 9*/, longitudinaliter costulatis, costulis angustis et serratis, subflexuosis, anfractu ultimo costulis numerosissimis minus distinctis, spiraliter indistinctissime bicarinatis, sutura parum profunde incisa; apertura semiovata, laevigata, nitida, inferne versus basim columellae late emarginata; peristoma rotundata, extus incrassata, laeve-varicosa. Long. 63/, diam. 2%/, Mill.“ (Nevill ex anglicum)

Rissoina Weinkauffiana G. Nevill in Journ. As. Soc. Bengal L. II. 1881 p. 163. Schale lanzettlich-kegelförmig, ziemlich solid, braungelblich weiss; Spira lang ausgezogen thurmförmig mit graden Aussenlinien und mässig zunehmend, besteht aus 12 beinahe ebenen Umgängen, von denen die 21/, obersten embryonal, klein und zitzenför- mig, glatt und milchweiss sind, die folgenden 9!/, sind eng und dicht zusammenstehend gerippt und leicht ausgebogen (äuf den Figuren hat der Lihhograph diese Rippchen dun- 10*

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kel gemacht, was fehlerhaft ist und dem Original nicht entspricht), die Rippchen sind auf dem Hauptumgang etwas zahlreicher aber minder scharf ausgeprägt, hier sieht man unter starker Vergrösserung auch 2 Spiralleisten, die mir von durchscheinender innerer Seulptur herzukommen scheinen und an der Basis eine Spiralwulst, die glatt zu sein scheint, doch unter starker Vergrösserung sich als fein gestreift erweist und vorn mit der Columellarlippe fast zusammenfliesst; Mündung halbeiförmig, glänzend, oben zu einer Ecke ausgezogen, un- ten gegen die Basis der Spindel breit ausgeschnitten; Spindel leicht gebogen callös ge- lippt, unten durch eine knopfförmige Verdickung abgestutzt und vom Ausschnitte der Mün- dung getrennt; Mundrand verdickt, vorgezogen, im Schlund scheinen die äussern Rippen durch , aussen varixartig verdickt, Varix glatt mit undeutlicher Spiralstreifung.

Vaterland: Port Blair- Andamanen- (von G. Nevill dort ziemlich häufig gefunden). Type wornach die Beschreibung Nevill’s gemacht ist aus dem Indian Mus.; Bilder nach Exemplaren meiner Sammlung von Herrn Nevill erhalten.

Ich habe zu bemerken, dass das Verhältniss der Länge zum Durchmesser vom Zeichner nicht getroffen ist, das Schneckchen ist weit schlanker. In Bezug auf Verwandtschaft bemerkt Nevill, dass nur die auch an den Andamanen vorkommende viel kleinere R, funiculata Souverbie in Betracht komme. Der Zeichner hat die Rippen schwarz und die Zwischenräume hell gelassen was fehlerhaft ist und umgekehrt sein muss.

102. Rissoina subfuniculata G. Nevill. Taf. 15b. Fig. 8.

Testa minuta, elongato- conica, solida, albida, opaca; spira turrita, plus minusve acuminata, anfractibus 9, superioribus 11/, aut 2 embryonalibus, glabris, sequentibus longitudinaliter costatis, costis acutis , interstitiis glabris, anfr. ultimi basis spiraliter bilirata et funiculo spirali munito, sutura dis- tineta, impressa; apertura ovata, superne tumido-angulata, inferne late emarginata; columella obliqua, convexa, basi uniplicata; labrum incrassatum, inferne crenulatum, extus parum distinete varicosum.

Long. 4 diam. maj. 1,25 Mm.

Rissoina subfuniculata G. Nevill Ms. of Pt II Handlist Moll. Ind. Mus. Calcutta.

Schale klein, schlank-kegelförmig, solid, weisslich, matt; Spira mehr oder weniger spitz ausgezogen-thurmförmig mit graden Aussenlinien, besteht aus 9 etwas gewölbten Um- gängen, von denen die 1'/)„—2 obersten embryonal und sculpiurlos sind, die übrigen tra- gen zugeschärfte, sonst breite Rippen neben glatten Zwischenräumen, die durch eine recht deutliche, vertiefte Naht getrennt sind; der Hauptumgang trägt unten zwei Spiralleisten und durch eine tiefe Rinne getrennt weiter unten noch ein sculpirtes Halsband das die Mündung umgibt. Mündung eiförmig, oben stumpfwinkelig auslaufend, unten weit aus- gerandet; Spindel schief, convex, am untern Ende mit einer Falte versehen; Mundrand verdiekt, unten mehrmale crenulirt und sehr stumpf, aussen schwach gewulstet.

Vaterland: Persischer Golf, Arakan, Andamanen und Singapore aus meiner Samm- lung, von G. Nevill geschenkt.

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Eine Varietät „validicostata“ wurde von G. Nevill ausgeschieden, die von den letzten drei Orten herstammt, das mir gegebene Exemplar ist auch weniger schlank als der Typus.

103. Rissoina subdebilis G. Nevill. Taf. 15b. Fig. 9.

Testa eonica, solida, albida, spira turrita, acuta, anfractibus subplanis 10, superioribus 2 embryo- nalibus glabris, caeteris anguste costulatis, costulis compressis, subobliquis (14 in anfr. penult.) spiraliter sub lente exilissime striatis, basis versus anfractus ultimi bicarinata, sutura subcanaliculata; apertura semiovata, superne acute angulata, inferne effusa; columella arcuata, labiata inferne abbreviata; lab- rum incerassatum, infra medium et inferne productum, extus varicosum.

Long. 6,50 diam. maj. 2,75 Mm.

Rissoina subdebilis G. Neyill Ms of Pt II Handlist of Indian Mus. Calcutta,

Schale kegelförmig, solid, weisslich, Spira gethürmt, spitz doch rasch zunehmend besteht aus 10 fast ebenen Umgängen, von denen die beiden obersten embryonal und glatt sind, die übrigen tragen etwas schiefe, zusammengedrückte Rippchen (14 auf dem vorletz- ten Umgang); eine sehr feine Spiralseulptur zeigt sich nur unter der Loupe, die an der Basis stärker wird, woselbst sich zwei der Art verstärken, dass sie als deutliche Leisten sichtbar sind; Naht dünn rinnenförmig eingesenkt; Mündung ziemlich gross, wenig schief halbeiförmig, oben ausgespitzt, unten in rinnenartige Ausrandung auslaufend; Spindel gebogen, gelippt, unten abgestutzt; Mundrand verdiekt, unterhalb der Mitte und unten vorgezogen, aussen mit breitem, weissem Varix geziert.

Vaterland: Mauritius (G. Nevill) aus meiner Sammlung, Geschenk des Herrn Neyill.

Mit R. pusilla Brocchi verwand doch durch die Spiralsculptur und anderes unterschieden,

104. Rissoina samoensis Dunker. Taf. 15c. Fig. 1.

Testa minuta, conica, solida, candida; spira acuminato-turrita, anfractibus ? (superioribus fractis) convexis longitudinaliter costatis et spiraliter cingulatis, costis longitudinalibus circa 14, cingulis Ain anfractibus superioribus, 7 in ultimo absque callo noduloso basalı; apertura semiovata lata, angulo superiore acuto, inferiore late emarginato; columella obliqua, labiata, labio superne inferneque incras- sata, inferne abbreviata; Jabrum arcuatum incrassatum, crenulatum, inferne productum, extus varico-

sum. Long. 4 diam. 1,5 Mm.

Rissoina samoensis Dunker in Mus. Godeffroy Cat. IV p. 75 V p. 103.

Schale klein, kegelförmig, solid, gelblich-weiss wie candirt, Spira ausgezogen- thurmförmig, mit etwas convexen Aussenlinien, besteht aus convexen Umgängen, deren Anzahl ich wegen Bruchs der Spitzen meiner Exemplare nicht angeben kann, die längs- gerippt und spiralumringelt sind, mit bedeutendem Vorherrschen der letztern, an den Kreuz-

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punkten entstehen dadurch 4 eckige in die Länge gezogene Perlen; die Zahl der Rippen ist ungefähr 14 und die der Ringe 4 auf den obern, 7 auf dem untersten Umgang, der ausserdem noch an der Basis ein knotiges Halsband trägt; Mündung halbeiförmig, weit, oberes Ende in spitzen Winkel, unteres in eine breite Ausrandung auslaufend; Spindel schief, in der Mitte concav, gelippt, Lippe an beiden Enden etwas verdickt, unten abge- stutzt; Mundrand ausgeschweift, verdickt, ausgezackt, unten vorgezogen, aussen varix- artig stark verdickt. Vaterland: Upolu Insel (Mus. Godeffroy).

Diese Art kann kaum neben R. Seguenziana Issel bestehen bleiben wie dies bereits p. 65 ausgeführt ist.

105. Rissoa exigua Dunker. Taf. 15e. Fig. 3.

Testa minima, conica, solida, albida; spira turrita, anfractibus 7 convexis superioribus 1!/),—2 em- bryonalibus glabris, sequentibus longitudinaliter costatis, costis obliquis crassis, continuis (circa 9—10 in anfı. penultimo) interstitiis latioribus, glabris, sutura profunda, undulata; apertura ovata, superne acute angulata, inferne vix emarginata; columella levıter arcuata, labiata; labrum acutum, arcuatum inferne tumidum, productum, extusmodice varicosum.

Long. 3 diam. maj. 1,2 Mm.

Rissoina exigua Dunker in Mus. Godeffroy Cat IV p. 75 V. p. 103.

Schale sehr klein, kegelförmig, solid, weisslich; Spira thurmförmig, mit etwas con- vexen Aussenlinien, besteht aus 7 convexen Umgängen, von denen die 11/,—2 obersten embryonal und glatt sind, die folgenden sind mit starken, schiefen, zusammenhängenden Längsrippen geziert, deren Anzahl auf dem vorletzten Umgang zwischen 9 und 10 schwankt, sie sind durch eine vertiefte, wegen des Zusammenstossens der Rippen stark undulirte Naht getrennt; Mündung eiförmig, oben in spitzen jedoch nicht engen Winkel auslau- fend, unten kaum deutlich ausgerandet, nur durch umbiegen des Randes ist er angedeutet; Spindel leicht eingebogen, gelippt; Mundrand scharf, innen gelippt, ausgeschweift, un- ten vorgezogen, aussen durch mässig starken Varix verdickt.

Vaterland:Upolu (Mus. Godeffroy) aus meiner Sammlung.

Mit R. triticea Pease nahe verwand, vielleicht nur eine schlanke Abänderung.

106. Rissoina Jickelii Weinkauff. Taf. 15c. Fig. 4.

Testa elongato-coniea, albida, spira turrita, acuminata, anfractibus 9 (apex fractus) planiuseulis, costis longitudinalibus et costulis spiralibus noduloso-decussatis, costis longitudinalibus 18, costulis spi- ralibus 4 in anfractu penultimo; costulis spiralibus 10 in anfr. ultimo, plus costa nodulosa prominente

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basali; sutura canaliculata; apertura oblique-ovata, superne anguste-inferne late-emarginata; columella arcuata obliqua, labiata; labrum tumidum, arcuatum, inferne productum et inflexum extus varicosnm, Long. 11 (sine anfr. embr.) diam 4 Mm.

Schale gross, schlank-kegelförmig, solid, weisslich, Spira ausgezogen thurmförmig mit graden Aussenlinien, besteht ausser dem abgebrochenen Embryonalende aus 9 wenig gewölb- ten Umgängen, deren Sculptur aus einem Netzwerk von starken Längsrippen und schwächern Spiralleisten besteht, die an den Kreuzpunkten stumpfe Knoten bilden, die Zahl der Rippen ist auf dem vorletzten Umgang 18 und die der Leisten 4, auf dem Hauptumgang vermehren sich die letzten auf 10, ausserdem trägt dieser an der Basis noch ein knotiges Halsband, Naht rinnenförmig; Mündung schief-eiförmig, oben eng- unten weit- ausgerandet; Spin- del gebogen, schief, gelippt; Mundrand stumpf, ausgeschweift, unten vorgezogen und umgeschlagen, aussen mit starkem Varix versehen.

Vaterland: Massaua (Jickeli) nach meinem dem Indian Museum übergebenen Exem- plar.

Steht der R. elathrata A. Adams sehr nahe, doch ist die Perlenbildung, bei dieser Art so deutlich, hier nicht vorharden, das Wachsthum’s Verhältniss ist auch ein anderes u. s. w.

107. Rissoina Stoppanii Issel. Taf. 15e. Fig. 5.

„Testa solida, conico-acuminata, laevissima, subnitida; apice acuto ; anfractibus 9 planiusculis, sutura parum distinete junctis; ultimo circa 1/, altitudinis aequante, ad basim rotundato; apertura obli- qua semiovali, superne angulata, inferne subangulata; labro externo ad mediam partem valde pro- ducto, extus varice laevi incrassato; labio inferne rotundato. Long. 21/5 lat. 1 Mill.“ (Issel).

Rissoina Stoppanii Issel Mar vrosso p. 294 (fossil) t. 5 f. 8

Schale sehr klein, solid, schlank kegelförmig, glatt und glänzend, weiss; Spira spitz ausgezogen-thurmförmig, besteht aus 9 fast ganz ebenen Umgängen ohne Sculptur 11); Embryonale nicht zitzenförmig sondern spitz und rasch zunehmend, sie sind durch eine wenig deutliche Naht getrennt; Mündung eiförmig !/;, der Höhe einnehmend, oben aus- gespitzt, unten gerundet ohne deutlichen Ausschnitt; Spindel concav, gelippt, verläuft ohne besonderes Merkmal in den Mundrand; Mundrand stumpf, ausgeschweift, unterhalb der Mitte stark vorgezogen (auf dem nach Issel copirten Bild ist diese Stelle zu weit oben gezeichnet), aussen durch einen schmalen ganz vorn stehenden Varix verdickt.

Fundort: Persicher Golf und Mauritius (Nevill) Copie nach Issel, Beschreibung nach einem mir von G. Nevill geschenkten Exempl. Fussil an den Ufer des rothen Meeres (Is- sel, lebend kannte dieser die Art nicht).

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108. Rissoina turricula Pease. Taf. 15e. Fig. 6.

Testa minima, conica, solidiuscula, nitida, alba, spira turrita, anfractibus S!/,, superioribus 2 embryonalibus mamillatis, glabris, sequentibus 6!/, convexis, longitudinaliter costatis, costis Hexuo- sis, subdistantibus, interstitiis sub lente subtilissime striatis, anfr. ultimi basis spiraliter granuloso- carinata et bilirata, sutura distincta, impressa; apertura ovata superne angulata inferne effusa; colu- mella coucava, labiata inferne truncata; lahrum inerassatum, arcuatum, inferne valde produetum extus modice varicosum,

Long. 3, diam 1 Mm. Rissoina turricula Pease Proc. zool. Soc. 1860 p. 438 idem Journ. de Conch. X p. 382. G. Nevill Handlist Ind. Mus, II part.

Schale klein kegelförmig, ziemlich solid, glänzend, weiss; Spira thurmförmig be- steht aus 81/, convexen Umgängen, von denen die beiden obersten embryonal und zitzen- förmig, glatt sind und sehr schnell zunehmen, die übrigen tragen Längsrippen, die gebo- gen sind und ziemlich weit auseinander stehen, in den Zwischenräumen verlaufen mikros- copisch feine Spirallinien, auf dem Hauptumgang umzieht die Basis ein gekörneltes Hals- band und oberhalb desselben stehen noch zwei Spiralleisten. Naht deutlich, eingesenkt; Mündung eiförmig, oben mit einer nicht engen Ecke, unten in ausgussartige Ausrandung verlaufend; Spindel concav; gelippt, unten abgestutzt; Mundrand stumpf, ausge- schweift, unten stark vorgezogen, aussen mit mässig starkem Varix versehen.

Vaterland: Sandwich Inseln (Pease) Ceylon, Mauritius (Nevill) aus meiner Samm- lung von Nevill erhalten.

Abbildung und Beschreibung sind nach einer Varietät gemacht, die G. Nevill var. cernica ge- nannt hatte, der Type war mir so wenig, als die Originalbeschreibung von Pease zugänglich. G. Ne-

vill erwähnt noch eine subvarietät nana von 2 Mm, Länge und 0,60 Mm. Breite von Galle auf Ceylon die ich auch besitze.

109. Rissoina sublaevigata Nevill. Taf. 15c. Fig. .

Testa conica laevigata, nitida, subtranslucida, lactea, spira turrita, brevis, anfractibus 8 sub- planis, glabris, superioribus 2 embryonalibus, mamillatis, sinistrorsis, caeteris albo faseiatis, fascia opaca, sutura impressa separatis; apertura parum obliqua, superne anguste angulata inferne vix emar-

ginata; columella rectiuscula obliqua, labiata, labrum tumidum, arcuatum, infra medium productum, extus modice varicosum.

Long. 3,43 diam. maj. 1,5 Mm, Rissoina sublaevigata Nevill in Journ. as. Soc. Bengal L. II. 1881 p. 164.

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Schale kegelförmig, glatt, glänzend, durchscheinend, weiss; Spira kurz ausge- zogen, gethürmt, mit sehr leicht convexen Aussenlinien, besteht aus 8 fast ebenen, sculpturlosen Umgängen, von denen die beiden obersten embryonalen zitzenförmig und links gewunden sind, wie bei Odontostoma, die folgenden tragen je eine mattweisse Spi- ralbinde durchscheinende innere Windung, sie sind durch eine deutliche, vertiefte Naht getrennt; Mündung wenig schief, eiförmig, oben engwinklig, unten kaum ausge- randet, Spindel gerade, etwas schief, doch vergleichsweise steil, mit starkem umgeschla- genen Blatt gelippt; Mundrand stumpf, ausgeschweift, unten vorgezogen, aussen mässig verdickt.

Vaterland: Andamanen (Nevill) Stewards Ins. Salomon-Gruppe (Schwarz) aus meiner Sammlung, Exemplare befinden sich noch im Indian-Museum, in den Sammlungen des Herrn Dohrn und Hungerford.

Diese Art ist der R. laevigata C.B. Adams bei Schwarz sehr ähnlich, ist auch wie der Fund- ort Steward’s Insel vermuthen lässt, in der Schwarz’schen Art von Jamaica (pag. 111) eingeschlossen unterscheidet sich aber durch den linksgewundenen Apex sogleich, der eher zu einer Versetzung ins Genus Odontostoma einladet, als zu einer Vereinigung mit der westindischen Art. Auf die Binde lege ich kein Gewicht, denn sie ist nur durchscheinender innerer Windungsverlauf, der sich bei allen stark durchscheinenden Arten einstellt.

110. Rissoina (Fairbankia) Bombayana Blanford. Taf. 15e. Fig. 8.

„Testa imperforata non rimata, turrita, solidiuscula, albida, lineis confertis spiralibus striisque inerementi minute decussata, epidermide fusco-olivacea induta. Spira lateribus convexiusculis, apice papillari, interdum erosulo, sutura impressa. Arfr. 7 convexi, ultimus subtus rotundatus. Apertura subovata, postice angulata; peristomatis marginibus conjunctis, externo mediocriter expanso, varice externo forti. Operculum normale; costa interna ad ambas extremitates torta.“

Long. 7, diam. vix 3 M.; apert. 2!/, Mm. longa, 1?/, lata. (Blanford).

Schale ohne Nabel, kugelförmig, ziemlich solid, weisslich von braun-olivenfarbener Epidermiss eingehüllt; Spira gethürmt mit etwas convexen Seiten und zitzenförmiger, zu- weilen angefressener Spitze, ziemlich rasch zunehmend, besteht aus 7 convexen Umgängen, die durch eine vertiefte Naht getrennnt sind, ihre Sculptur besteht in dicht stehenden Spi- rallinien, die durch eingeritzte Streifehen fein durchkreuzt, also decussirt sind. Haupt- umgang unten abgerundet; Mündung beinahe eiförmig, oben winklig, unten ganz, Spindel schief und leicht gebogen, gelippt; Mundrand scharf, ausgeschweift, gegen die Mitte vor- gezogen, aussen mit starkem Varix versehen.

Vaterland: Bombay (Blanford, Fairbank und Dr. Leith) aus meiner Sammlung,

Exemplare aus dem Indian Museum mir geschenkt. Das Genus Fairbankia ist durch William J. Blanford in Annals and Magazine of Nat. Hist. for December 1868 aufgestellt und diagnostirt worden. Der Deckel ist von dem aller Rissoideen I. 22. 1]

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verschieden und würde das Genus nach der Meinung des Autors mehr mit Rissoella verbinden als mit jenen. Die Epidermis würde allerdings auf die das Brackwasser bewohnenden Rissoina Gruppe Iravadia hinweisen, doch ist Thier und Deckel dieser Arten, die übrigens nicht alle im Brackwasser leben, noch nicht bekannt, weshalb es noch nicht am Platz ist, ihnen eine eigene generische Stellung anzuweisen. Fairbankia ist dazu mehr qualifizirt, wenn ich dieses an dieser Stelle doch als Subgenus von Rissoina behandle, so leiteten mich dabei nur Nützlichkeitsgründe und diese Stellung ist nur eine provisorische.

Blanford begründet 1. e. dieses Genus: Fairbankia nov. gen. |

„Animal tentaculis longis filiformibus; oculis ad basin tentaculorum sessilibus; proboscide elon- gata; pede antice lato sinuato, postice rotundato.

Testa imperforata, turrita, epidermide fusca induta; apertura subovali, antice rotundata; peristomate leviter dilatato, margine externo acuto, sed extus variciformi-incrassato. Operculum corneum, subovale sub- annulare ;nucleo excentrico, juxta medium lateris columellaris posito, intus costa elongata verticali munitum.

Epidermis und in höherem Grade die Weichtheile verbinden dies Genus mit Hydrobia hier sind wohl die Hydrobia von der Verwandtschaft der H. ulvae Pennant also Brackwasserbewohner ge- meint Mündungsparthie wie Rissoa, der Deckel verschieden von allen Rissoidae stimmt mehr mit dem der Rissoella etc.“

Nach den neuesten Mittheilungen Nevill’s hat er eine zweite Art dieses Genus aufgefunden, die Herr Fedden von Westindien mitgebracht hatte, sie wird demnächst im Journal of Asiatic Soc. of Bengal beschrieben und abgebildet werden (als F. Feddeniana Nevill).

111. Rissoina pseudobryerea G, Nevill. Taf. 15d. Fig. 1.

Testa conoidea, solida, alba; spira turrita superne rapite diminuta, anfractibus 8 subplanis superiobus 2 embryonalibus, glabris, sequentibus longitudinaliter costatis, costis crassis, latis, rectis, spiraliter exiliter et anguste striatulis, sutura distineta impressa, anfr. ultimo !/, longitudinis testae; apertura ovata, parva, superne obtusangulata, inferne vix emarginata; columella arcuata, labiata, abbreviata; labrum incrassatum, tumidum, vix productum, extus varicosum.

Long. 5,5, diam. 2 Mm.

Rissoina pseudobryerea G. Nevill in Journ. Asiat, Soc. Bengal 1881 p. 164. _ Bryerea Var. Schwarz von Mohrenstern Rissoiden t. 5 f. 36a non fig. 36.

Schale conoidisch, ziemlich diek und solid, weiss; Spira gethürmt, oben rasch abnehmend oder ausgespitzt, besteht aus 8 fast ebenen Umgängen, von denen die 2 ober- sten glatt und ziemlich stumpf, embryonale sind, die folgenden sind der Länge nach ge- rippt, mit breiten, groben und graden Rippen, die fast an der Basis endigen (was bei R. Bryerea nicht der Fall ist) spiral fein und dicht gestreift, besonders in den Zwischen- räumen der Rippen, die 3 untersten nächst der Basis sind stark entwickelt und bilden durch feine Knötchen eine Art Halsband am Ende der Längsrippen; Hauptumgang verhältnissmässig hoch über !/;, der Gesammthöhe erreichend, höher als in der oben eitir- ten Schwarz’schen Figur, er besitzt 11 Rippen gegen 18—22 der R. bryerea nach Schwarz; Mündung klein, fast quadratisch, oben etwas winklig, unten kaum ausge-

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randet; Spindel gebogen, gelippt, abgestutzt; Mundrand verdickt, stumpf, kaum er- weitert, unten abgerundet, aussen mit Varix versehen. Vaterland: Rowaiah im rothen Meer im Sand (Baxter). Meine Sammlung.

92. Rissoina Nevilleana Weinkauff. Taf. 15d. Fig. 2. Zum Ersatz der das Verhältniss der Höhe zur Breite schlecht darstellenden Fig.7 der Tafel 15a,

93. Rissoina miranda A. Adams. Taf. 15d. Fig. 3. Zum Ersatz der in der Sculptur schlecht gerathenen Fig. 3 der Tafel 15a.

97. Rissoina triticea Pease.

Taf. 15d. Fig. 5.

Zum Ersatz der ungenügenden Fig. 3 der Tafel 15b. Es ist der Synonymie hinzuzufügen: So- werby in Reeve’s Conch. Ic. t. 11 f. 102, nach einer kurzen gedrungenen Varietät genommen.

98. Rissoina strigillata Gould. Taf. 15d. Fig. 4.

Zum Ersatz der völlig missrathenen Vorderseite dieser schönen Art (Taf. 15b Fig. 4). Es ist bei der Beschreibung zu erwähnen vergessen worden, dass Gould bei Gelegenheit seiner Beschreibung dieser Species vorgeschlagen hatte, sie zum Type eines neuen Subgenus Rissolina zu nehmen, denen er seine R. plicatula, R. Iyrata und R. tornatilis angeschlossen hatte, die ich mir alle 3 nicht zur Abbildung verschaffen konnte,

112. Rissoina Blanfordiana 6. Nevill. Taf. 15d. Fig. 6.

Testa oblongo-lanceolata, solidula, alba; spira elongato-conica, apice acuto non mamillato, sutura parum distincta, anfractibus convexzis, rotundatis, longitudinaliter striatis, costis rectis acutis, spiraliter liratis, liris distantibus, costis aequalibus, decussatis, anfractus ultimus brevis 12 —14 costatus et 8 liratus, liris 2 superioribus tenioribus, lira inferiori subgranulosa; apertura modice lata, superne acuta, inferne rotundata, vix emarginata; columella obliqua, vix labiata; labrum rotundatum, inferne dila- tatum, intus distinete labiatum, extus subvaricosum.

Long. 9,75; diam. 3,75 Mm.

Bei

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Rissoina Blanfordiana G. Nevill, New et little known Moll. in Journ. As. Soc. Bengal Bd. L. II. 1881. p. 162. 1.6 £. 11.

Schale verlängert, lanzettförmig, ziemlich stark, ganz weiss; Spira schlank-kegel- förmig, mit spitzem nicht zitzenförmigem Embryonalende und mässig starker Naht, be- steht aus 10—11 gerundeten, convexen Windungen, die gerade, scharfe Längsrippen und ganz gleich beschaffene, doch entfernt stehende Spiralleisten in regelmässigem Gitterwerk tragen, an den Schneidungspunkten entstehen kaum Erhöhungen. Auf dem Hauptumgang ist die Zahl der Längsrippen 13—14 und der Spiralleisten 8, von denen die beiden ober- sten viel schwächer und dünner sind, als die andern, der unterste ist schwach gekerbt. Mündung wenig breit, oben spitz ausgezogen, unten gerundet, kaum oder sehr wenig ausgeschnitten; Spindel schief, sehr schmal gelippt, ihre untere Begrenzung ist wegen des sehr schwachen Ausschnitts kaum markirt; Mundrand verdiekt, gebogen, unten etwas vorgezogen, innen deutlich gelippt und aussen mit einer schwachen Wulst versehen.

Vorkommen selten in der Anneslybai in der Nähe von Massaua im rothen Meer durch Blanford gefunden; nach einer mir von G. Nevill geschiekten Zeichnung.

Ist der Rissoina Deshayesi Schwarz durch die Sculptur am nächsten stehend, unterscheidet sich aber durch gewölbtere Umgänge, hat daher weniger thurmförmiges Ansehen und die bedeutend geringere Anzahl von Längsrippen 1?2—14 gegen 22—24. Ausserdem zeichnet sich die Species durch die bei fast keiner ihrer Verwandten vorkommenden so äusserst schwachen Ausrandung aus, so dass die Begrenzung der Spindel gegen den Mundrand kaum zu erkennen ist. Bei R. Deshayesi ist diese Ausrandung so stark entwickelt, dass ich geneigt bin sie zur Untergattung Isseliella zu stellen.

113. Rissoina Baxtereana G. Newill. Taf. 15d. Fig. 7.

Testa brevi-turrita, solida, nitidissima, laevigata, alba; spira ovato-conica modice producta, su- tura excavata, apice obtusiusculo-acuta, anfractibus 5!/, (excl. 2!/, embryonalibus glabris) planaties, longitudinaliter costatis, costis subrectis, Jamelliformibus, spiraliter 3 liratis, liris ad intersectiones noduli- feris, interstitiis multilirulatis, costis aufr. ult. arcuatis oblique angulatis, basin versus sulco spirali lato, parum profundo interruptis, sulco carinis parum acutis circumseripto; apertura perpendicularis, su- perne inferneque effusa, emarginatione basali latıori; columella rectiuseula, ad basim subangulata; labrum acutiusculum, subarcuatum, medio angulatum, non incrassatum.

Long. 3; diam 1!/, Mm.

Rissoina Baxtereana G. Nevill New et little known Moll. in Journ. As. Soc. Beng. Bd. L. II 1881 p. 161.

Schale kurz-thurmförmig, solid, glatt und stark glänzend, weiss; Spira eiförmig- konisch, mässig verlängert, mit ausgehöhlter Naht und stumpflich zugespitztem Embryonal- ende (das bei dem abgebildeten Exemplar abgebrochen war) besteht aus 5 (ungerechnet 21), glatten embryonalen) ebenen Umgängen, die fast gerade, lamellenförmige Längsrippen, drei Spiralleisten und zahlreiche, äusserst feine Spirallinien tragen, die an den Durchkreuz-

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ungspunkten mit schiefen Knöpfen geziert sind, die Rippen des letzten Umganges sind schief gebogen und kantig, sie werden unten durch eine flache aber breite Spiralfurche abgeschnitten, deren Kanten jederseits schwache Kiele bilden. Mündung senkrecht stehend, eiförmig, oben und unten mit Ausgüssen versehen, von denen der untere breiter und stärker als der obere ist; Spindel ziemlich gerade, am unteren Ende leicht kantig, schwach gelippt; Mundrand nicht verdickt, leicht gebogen, in der Mitte eckig, unten nicht vorgezogen.

Fundort: Rowaia am rothen Meer (nzten) aus meiner Sammlung.

R. nodicincta A. Adams ist am nächststehensten (S. t. 12 f. 1) ist vielleicht der ausgewach- sene Zustand unserer Art.

114. Rissoina pseudoconeinna G. Nevill. Taf. 15d. Fig. 8.

„Riss.(-oina) testa albida, turrita altiusceula; anfractibus senis, convexiusculis, tenuiter costatis, tenuissime spiraliter striatis; apertura majuscula, infra profunde canaliculata.“ (Sowerby). Long. 9; diam. 3?/, Mm. Isseliella pseudoconcinna 6. Nevill MS. Handlist Ind. Mus. Rissoina concinna Sowerby in Reeve Conch. Ic, t. 1 f. 9 non A. Adams.

Schale thurmförmig, ziemlich hoch, solid, weiss oder weisslich; Spira schlank, ziem- lich rasch zunehmend, besteht aus 6 durch eine deutlich vertiefte Naht getrennte Windungen (die oberen sind abgebrochen und müssen noch aus 1 sculptirten und 2—21|, glatten Um- gängen bestanden haben); sie sind leicht gewölbt und tragen dünne Längsrippen und sehr feine Spiralleistehen; auf dem Hauptumgang reichen Rippen und Spiralleistehen nur bis zur Mitte, von da an verschwinden erstere und verstärken sich letztere in der Art, dass sie bis zur Basis stets zunehmen, was auf dem nach Sowerby copirten vergrösserten Bilde nicht ersichtlich ist (Exemplare kamen mir erst später zu). Mündung schief, eiförmig, oben spitz endigend, unten breit ausgerandet und zwar ist es ein wirklicher, den Rand durchbrechender Ausschnitt wie bei Planaxis, nicht eine durch Biegung des Randes ge- bildete Ausgussartige Bucht wie bei den übrigen Rissoinen; Spindel fast gerade, wenig stark gelippt, unten am Ausschnitt abgestutzt; Mundrand dick, doch scharf, in der gan- zen Länge vorgezogen, aussen mit einer Wulst.

Vorkommen Japan (Sowerby).

Sehr verschieden von R. coneinna A. Adams-Schwarz (se. Fig. 8 der Tafel 10) die Schwarz direct von Cuming erhalten hatte, aus diesem Grund änderte Nevill mit Recht den Namen. Gehört in das neue Genus Isseliella Nevill.

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115. Rissoina crebrisulcata Sowerby- Taf. 15d. Fig. 9.

„Rissoina testa elongato-ovata, scabra, costislongitudinalibus subobliquis, validis, nodosis et liris tenuibus spiralibus cancellata; anfractibus octo convexiusculis; apertura parva ovata, infra canalicu- lata; columella crassa, brevi, labio externo crasso, extus crenato.“ (Sowerby).

Long. 4; diam. 2 Mm.

Rissoina crebrisulcata Sowerby in Reeve Conch. Ic. t. 6 f. 56.

Schale länglich eiförmig, rauh, gelblich; Spira kegelförmig besteht aus 8 rasch zu- nehmenden (mehr als auf meiner Zeichnung) gewölbten Umgängen, die durch eine feine Naht geschieden sind, sie tragen starke, etwas schiefe gekörnte Längsrippen und feine Spiralleisten; Mündung klein, eiförmig, oben spitz, unten kanalartig ausgerandet; Spin- del stark gelippt, kurz, Mundrand verdickt, aussen crenulirt.

Vaterland nicht bekannt. Vergrösserte Copie nach Sowerby.

Scheint der R. strigillata Gould nahe zu stehen, wenigstens ist die zierliche Sculptur die gleiche, doch hat jene eine grössere Mündung, gewölbtere und noch rascher zunehmende Windungen.

116. Rissoina variegata Angas, Taf. 15d. Fig. 10.

„Rissoina testa subeylindrica, alba vel maculis vel fasciis varie picta; anfractibus rectiusculis, superne ad suturam crenulatis, ultimo majusculo, apice acuminato; apertura semiovata, columella brevi, acuminata.“ (Sowerby).

Long. 6; diam. 1,5—1,9 Mm.

Rissoina variegata Angas Proc. zool. Soc. London 1867 p. 113. Sowerby in Reeve Conch. Ic. t. 7 f. 64a—d.

Schale beinahe eylindrisch, weiss oder mit braunen Flecken oder Binden auf ver- schiedene Weise geziert; Spira gethürmt, mit spitz ausgezogenem Apex; besteht aus 7—8 glatten nur an der Naht gekerbten, kaum gewölbten Umgängen, von denen der letzte besonders hoch ist; Mündung halbeiförmig, unten breit gerundet mit schwachem Ausschnitt; Spindel kurz, unten etwas gedreht ausgezogen; Mundrand gebogen, ein- fach oder schwach gelippt, doch ohne äussere Wulst.

Vaterland: Port Jackson (Angas). Vergrösserte Copie nach Sowerby.

Scheint sehr veränderlich, Sowerby gibt 4 verschiedene Bilder, doch auf keinem eine Andeutung von schwachen Rippen, sonst würde ich geneigt gewesen sein die Art auf R. Hanleyi Schwarz von gleichem Fundort zu beziehen, mit der sonst grosse Aehnlichkeit besteht.

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117. Rissoina cincta Angas. Taf. 15d. Fig. 11.

„Ris, testa parva, alta, alba tenuiter interruptim castaneo fasciata; anfractibus septem, con- vexiusculis, costatis, costis eleganter flexuosis, interstitiis striatis, ultimo anfractu brevi, rotundato, sübreticulata.“ (Sowerby).

Long. 5; diam 2 Mm.

Rissoina cincta Angas Proc. zool. Soc. London 1867 p. 114. Sowerby in Reeve Conch. Ic. t. 8 £. 7.

Schale klein, hoch, weiss dünn und unterbrochen kastanienbraun gebändert 7 con- vexe Umgänge die elegant ausgebogene Rippen tragen, deren Zwischenräume gestreift sind, Hauptumgang kurz, gerundet, schwach gegittert. Mündung?

Vaterland: Port Jackson Ostküste von Neuholland (Angas). Vergrösserte Copie nach Sowerby.

118. Rissoina stricta Menke Sp. Taf. 15d. Fig. 12.

„R. testa ovato-oblonga, spira turrita, alba, anfractibus septem planiusculis, longitudinaliter dense costatis, costis distinctis, vieinis, validis, aequalibus, laevibus, interstitiis transverse obsolete li- ratis; apertura obliqua elliptico-ovata, anterius juxta basin columellae subcanaliculata; labio calloso utrinqgue cum labri extremitate conjuncto.“ (Menke). Long. 9; diam. 2 Mm. Rissoa stricta Menke Cat. in Zeitschr. für Mal. 1850 p. 117.

Rissoina Schwarz von Mohrenstern Rissoina p. 131. Carpenter Mazatlan shells p. 356 idem Report p. 238. 257. 327. Sowerby in Reeve Conch. Ic. t. 10 £. 37.

Schale länglich-eiförmig, weiss, solid; Spira thurmförmig mit leicht convexen Aussenlinien, durch rasches Wachsen der oberen Umgänge, besteht aus 9—10 wenig ge- wölbten Umgängen, die durch eine deutlich vertiefte Naht getrennt sind, sie tragen gegen 20 dichtstehende, starke und gleichbreite glatte Längsrippen und in den Zwischenräumen undeutliche Spiralleisten jedoch nur auf den obern Windungen; Mündung schief, ellip- tisch-eiförmig, unten gegen die Basis der Spindel leicht ausgerandet; Spindel kurz, unten abgestutzt, jedoch nicht so stark, als auf der Zeichnung; Mundrand verdickt, gegen die Mitte etwas vorgezogen.

Vaterland: Mazatlan (Menke). Vergrösserte Copie nach Sowerby.

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: 119. Rissoina flexuosa Gould, Taf. 15d. Fig. 13.

„Testa fusiformis, turrita, straminea aut rufo fusca ; anfr. 7 convexiusculis, plicis obtusis flexuosis circa 15 clatratis et lineis volventibus numerosis cincta; apertura satis magna, semicircularis; peri- tremate simpliei, expanso, antice effuso. Axis 6 diam. 2 Mm. (Gould.)

Long. 15, diam. 6 Mm. 5

Rissoina flexuosa Gould Otia Conch. in Proc. Bost. Soc. Nat. Hist. VII. 1861. So- werby in Reeve Conch. Is. t. 11 f. 97. turricula Angas Proc. zool. Soc. 1867 p. 6 non Pease; Sowerby 1. e. t. 8 f. 69 non Pease. Angasi Pease in Am. Journ. of Conch. VII. p. 20.

Schale spindelförmig, fahl gelb oder rothbraun, Spira thurmförmig, besteht aus 7—8 etwas convexen Umgängen, die durch eine deutliche wellenförmige Naht getrennt sind, sie tragen stumpfe, gebogene und in der Mitte durch Querleisten geschnittene, quasi hier verdiekte Längrippen, ungefähr 15, ausserdem sind feine gestreifte Spirallinien in den Zwischenräumen sichtbar; Mündung ziemlich gross, halbzirkelförmig wohl etwas mehr als halb Spindel unten abgestutzt, oben etwas callös gelippt; Mundrand einfach oder verdickt, weit ausgedehnt, unten mit Ausguss versehen.

Vaterland: Hafen von Sydney (Stimpson) nicht Nordamerika wie Sowerby schreibt. Vergrösserte Figur nach Sowerby, auf Original und Copie fehlt die Spiralseulptur.

R. turricula Angas non Pease, daher mit Recht von Pease in R. Angasi umgetauft, ist sicher nur eine Farbenmutation der R. flexuosa, vielleicht, da ein etwas weniger weit gespannier Mundrand gezeichnet ist, eine Varietät und der völlıg erwachsene Zustand, während Gould’s Art auf einem Jugendzustand beruht, nach dem Diagnose und Beschreibung genommen sind.

120. Rissoina subvillica Weinkauff. Taf. 15d. Fig. 14.

„Riss. testa pyramidata, acuminata, albida; anfractibus novem, prope suturam angulatis, costis numerosis angulatis longitudinalibus munitis; ultimo infra medium spiraliter costato, costis longitu- dinalibus desinentibus; apertura parva, subpyriformi, columella infra recta.“ (Sowerby).

Long. 15. diam. 5 Mm. Rissoina villica Sowerby in Reeve Conch. Ic. t. 11 f, 98 non Gould.

Schale pyramidalisch, sehr hoch, weisslich; Spira spitz ausgezogen-konisch, thurm- förmig, besteht aus 9 nächst der wellenförmigen Naht, winkligen, sonst ebenen Umgängen, und feiner Spitze, sie tragen zahlreiche oben gebogene Längsrippen, die auf dem Haupt- umgang unterhalb der Mitte durch Spiralleisten abgeschnitten werden. Mündung klein, beinahe birnförmig in Folge der obern Verengung. Kolumella unten gerade, mit schwa- chem Ausschnitt.

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Vaterland: Loo Choo. Vergrösserte Figur nach Sowerby. Der neben der Figur steh- ende Strich muss als falsch wegfallen.

Nahe verwandt ist die auf derselben Tafel gezeichnete Fig. 2 Rissoina Nevilleana Wk.

Die Diagnose Gould’s ist so abweichend, dass ich mich nicht entschliessen kann sie auf die vorliegende Art zu deuten, ich muste deshalb einen neuen Namen geben.

121. Rissoina costulata Pease. Taf. 15d. Fig. 15.

„Testa elongata, fusiformis, gracilis, longitudinaliter valde costata, transversim striata; anfr. plano-convexis, sutura bene impress&s, sulcata; apertura parva, ovata; alba anfractibus medio fascia castaneo-fusca cingulatis.“ (Pease),

Long. 5, lat. 2 Mm. Rissoina costulata Pease Amer, Journ. Conch. III. 1867 p. 295 t. 24 Fig. 28. So- werby in Reeve Conch. Ic. t. 13 £. 121.

Schale verlängert, spindelförmig, schlank, weiss mit dunkelkastanienbrauner Binde in der Mitte der Umgänge; Spira thurmförmig, besteht aus 8 oben ebenen, in der Mitte convexen durch eine wohl eingeschnittene wellenförmige Naht getrennten Umgängen mit spitzem Ende, sie tragen starke Längsrippen und feine Querstreifen. Mündung klein, schiefeiförmig, oben ausgespitzt und unten kaum ausgeschnitten; Spindel und Mund- rand einfach und kaum gelippt, dünn.

Vaterland: Paumotus Inseln (Pease). Vergrösserte Kopie nach Sowerby.

122. Rissoina australis Sowerby. Taf. 15d. Fig. 16.

„Ris. testa minuta, alba, costis nodosis, distantibus longitudinalibus et liris paueis spiralibus profunde cancellata; anfractibus quinis, biangulatis; äpertura subtrigona, canali conspicua; columella erassa, labio externo crasso, margine interno crenulato.“ (Sowerby).

Rissoina australis Sowerby in Reeve Conch. Ice. t. 13 f. 123.

Schale eiförmig, klein, weiss; Spira kegelförmig, besteht aus 5 zweikantigen Um- gängen ohne die 2 glatten Embryonalen, die durch eine wohl eingeritzte Naht getrennt sind, sie tragen entfernt stehende knotige Längsrippen und sind durch starke aber wenige Spiralleisten tief gegittert; Mündung gross, beinahe dreieckig, oben und unten, mit Aus- guss versehen; Spindel stark gelippt, unten abgestutzt; Mundrand verdickt, mit erenulirter Lippe.

Vaterland: Australien (Sowerby). Vergrösserte Copie.

Gehört wohl in die Gruppe der R. nodicincta und R. Baxteriana Nevill.

T. 22. 12

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Von nachfolgenden Arten konnte ich mir keine Exemplare verschaffen, die meisten sind auch ohne Abbildung veröffentlicht, wo dies nicht der Fall ist, war mir die Abbildung nicht zugänglich. n

123. Rissoina tenuistriata Pease.

T. solida, subulata, alba, longitudinaliter creberrime tenuistriata; anfr. 6—-7 convexis, ad su- turam vix depressis marginatis; anfr. ultimo magno, dimid!am longit. testae aequante; apertura obli- quata, semilunaris, subeffusa; columella callosa.

Long. 9, diam. 4 Mm.

Rissoina tenuistriata, Pease Amer, Journ. Conch. III. 1867 p. 295 t. 24 fig. 30.

Hab. Paumotus Inseln (Pease).

124. Rissoina striatula Pease.

T. crassa, subulata, alba, transversim tenuiter et creberrime striata, anfr, convexis ad suturam vix depressis, ultimo magno; apertura obliquata, oblongo-ovata; columella vix arcuata, callosa; ad basim subeffusa. Long. 9, diam. 31/, Mm. Rissoina striatula Pease Amer. Journ. Conch. III. 1867 p. 296. t. 24 fig. 31.

Hab. Paumotus Inseln (Pease).

Diese Art bildet mit tenuistriata Pse, und ambigua Gould eine kleine Gruppe mit fast gleicher Mündungsform; R. ambiqua ist die kleinste und deutlich gerippt, tenuistriata fein längs gestreift, striatula quergestreift.

125. Rissoina balteata Pease.

T. elongata, gracilis; anfr. convexis, longitudinaliter tenuiter granoso-costatis, transversim tenui striatis; anfr. ultimo ad basin sulcato; apertura elliptica, vix obliqua; labro extus varicoso; alba, fulvo unifasciata.

Long. 4, diam. 1!/), Mm. Rissoina balteata Pease Amer. Journ. Conch. V. 1870 p. 72,

Hab. Hawaii. (Pease).

91

126. Rissoina vitrinella Mörch.

„Differt a R. vitrea C. B. Ad. testa majore minus pellucida, lactes, anfractibus planis angusti- oribus; labro crasso lato striato; striae inerementi insculptae, distinetae, obliquae regulares sat remo- tae; fascia suturalis coloris testae lactea lata, linea pellucente candidissima marginata.“ Mörch,

Long. 5 lat. 2 Mm. Var. major 5!/, Mm. longa, 2 Mm. lata.

Rissoina (Zebina) vitrinella Mörch. Mal. Bl. 1876 p. 45.

Habitat ad insulam St. Thomas Antillarum.

127. Rissoina expansa Ph. Carpenter.

„R. testa magna, lata, tenuisculpta, alba nitente, subdiaphana; marginibus spirae parum excur- vatis; anfr. nucl. laevibus, vertice mamillato; norm, 5 planatis, suturis distinctis; costulis radiantibus eire. 24, obtusis, haud extantibus, interstitia aequantibus, peripheriam versus evanites; eirca basim produetam striis spiralibus expressis; medio laevi; apertura valde expansa, semilunata; labro subantice producto, varicoso, antice et postice alte sinuato; labio calloso.“ (Ph. Carpenter).

Long. 0,35, diam. 0,17”, long. spira 0,18 Mm.

Rissoina expansa Ph. Carpenter Diagn. in Ann. et Mag. Nat. hist. 3 Serie XV. p. 399 idem in Shmithsonian Misc. Coll. X. L. p. 1.

Hab. Mazatlan (Col. Jewett).

Ist die grösste Art dieser Region und kommt zunächst der R. infreques C. B. Adams von Panama, die nach einem todten Exemplar beschrieben ist.

128. Rissoina imbricata Gould,

„T. ovato-lanceolata, porcellana, nitida; anfr. 3 planulatis, tabulatis, liris imbricantibus nume- rosis eineta; apertura ovata, effusa; peritremate expanso, simpliei; columella torta. Axis 7; diam 3 Millim.“ (Gould).

Rissoina imbricata Gould Otia Conch. in Proc. Bost. Soc. Nat. Hist, VII. 1861.

Inhabits China Seas (W. Stimpson).

Ist wahrscheinlich nur eine Varität von Rissoina (Iravadia) trochlearis Gould.

129. Rissiona nitidula Gould.

„T. acicularis, vitrea, nitida; anfr. 9 ad suturam profunde declivibus, plicis ineonspieuis ad 18 et filis volventibus circ. 4 insculptis: apertura ovata vix effusa, peritremate acuto, filis crenato. Axis

5. diam,. 2 Mm.“ (Gould). Rissoina nitidula Gould Otia Conch, in Proc, Bost. Soc. Nat. Hist. VII. 1861.

Inhabits China Sea (W. Stimpson). 12*

92

130, Rissoina villica Gould.

„T. elevato-conica, turrita, alba; anfr. 9 tabulatis, clathris ad 20 obtusis et liris 4—5 sensim antrorsum deerescentibus decussatis. Apertura modica vix antice sinuosa; peritremate simplici expanso, vix incrassato. Axis 6. diam. 3 Mm.“ (Gould).

Rissoina villica Gould Otia Conch. in Proc. Bost. Soc. Nat. Hist. VII. 1861 non Sowerby.

Inhabits Loo Choo and Kikaia (W. Stimpson).

131. Rissoina modesta Gould.

„L. fusiformis, ventricosa, solida, alba; anfr. 9 convexis, suleis numerosis longitudinalibus mi- nutis et striis volventibus exilibus decussatis; apice acuminato; apertura obliqua, antice effusa; peri- tremate simplici, expanso, incrassato. Axis 5; diam. 2,25 Mm.“ (Gould).

Rissoina modesta Gould Otia Conchologica in Proc. Bost. Soc. Nat. Hist. VII. 1861.

Inhabits Loo Choo (W. Stimpson).

132. Rissoina Iyrata Gould.

T. lanceolata, acuminata albida; anfr. 10 convexiusculis costas acutas Hexuosas eirc. 23 gerentibus, ad interepatia striis tenuibus volventibus inseulptis; ultimo dimidiam longitudinis testae subaequante; costa basali elevata acuta. Apertura angusta, effusa. Axis 6, diam. 2,5 Mm.“ (Gould).

Rissoina lyrata Gould Otia Conchologica in Proc. Bost. Soc. Nat. Hist. VII. 1861.

Inhabits Kikaia and Ousima (W. Stimpson).

133. Rissoina tornatilis Gould,

T. subulata, acuminata, straminea; anfr. 9 convexis, elathris acutis longitudinalibus circ. 22, filis elevatis volventibus 4—5 insignibus. Apertura modica, antice vix effusa; peritremate acuto, extus valde incrassata, crenato. Axis 5,5, diam. 2 Mm. (Gould).

Rissoina tornatilis Gould Otia Conchologica in Proc. Bost. Soc. Nat. Hist. VIT 1861,

Inhabits Loo Choo (W. Stimpson).

R. strigillata, plicatula, lyrata und tornatilis sollen sich durch eine starke Leiste neben einer tiefen Rinne am Fuss des Hauptumganges, oberhalb der Mündung auszeichnen und neben des Vorherrschens der Längssculptur dazu eignen, ein wohl definirtes Subgenus zu bilden, für das Gould den Namen Rissolina vorschlägt. Dies passt wenig auf die Art, die ich von Nevill allerdings mit ? und Varietät unter R. strigillata erhalten und auch so beschrieben habe. Sie besitzt zwar einen Nabelritz, der zwischen dem letzten Kiel und dem Spindelumschlag steht, aber die Sculptur ist eine von der der folgenden Arten stark verschiedene.

Rissolina entspricht der Abtheilung I. b. bei Schwarz.

93

134. Rissoina (Zebinella) sigmifer Mörch,

Testa conica, acuta, solida albescens, anfr. convexis; costae validae continuae oblique leviter arcuatae eirca 25 inanfr. ult. columellam versus angustiores, ubique lirulis confertissimis spiralibus decussati; sutura angustata, linea marginata; apertura antice effusa, labro medio subangulato extus costellis 3 confertis.

Long. 11 Mm., lat. 43), Mm. spm. max.

8 —- —4 » min. Hab.: New-Providence 1866 (H. Krebs). Var. a, T. brevior, tenior costis paucibus (21) distantibus, magis obliquis; in anfr. ultimo basin versus evanescentibus. Rissoa duplicata D’Orb. Schw. |. c. f. 86 simillima. Hab.: ? (H. Krebs). Rissoina (Zebinella) sigmifer Mörch in Mal. Blätter 1876 p. 48.

Subgenus Zebinella Mörch., Zebina H. et A. Adams p. p.

T. costellata, spiraliter striata. Typus R. reticulata Sow. Schwarz f. 40. 90.

135. Rissoina clandestina (, B. Adams,

R. testa elongata, ovato-conica, sordide alba; costis robustis, compressis, prominentibus 18 vel19 ad singulos anfractus, usque ad inferam extremitatem productis; apice acuta; spira subconoidea, an- fraetibus 7 subeonvexis, sutura impressa; apertura magna, utrinque subeffusa; labro ad mediam partem longe producto, a varice lato valde incrassato; umbilico nullo.

Diverg. 30°, long. 2,9 lat. 1,27, spirae long. 1,73 Mm,

Rissoina clandestina C. B. Adams Pan. Shells p. 177 Nr. 243, Schwarz von Mohren- stern Rissoiden p. 137. Hab.: Panama (C. B. Adams).

136. Rissoina pseudoprinceps Weinkauff.

„Ris. pyramidata, attenuata alta, alba, acuminata; anfractibus tenuissime costatis et striatis; ultimo elongato, infra laevigato; apertura subtrigona, labio externo tenui.“ (Sowerby). Long. 6; diam. 2,4 Mm. Rissoina princeps Sowerby in Reeve Conch. Ice. t. 10 f. 95 non C. B. Adams,

Hab.: Jamaica.

Das Bild bei Sowerby ist zu undeutlich und verwischt gezeichnet, um es copiren zu können, Mörch gibt R. reticulata (Sow.) Schwarz für R. princeps C, B. Ad. aus, in deren Synonymie letztere auch bei Schwarz steht, aber er setzte hinzu non R. reticulata Sow. Gen. = R. striata Quoy et Gaimard. Sowerby in Reeve gibt R, striata in der Synonymie der R. caelata A. Adams mit gut stimmender Figur, dagegen als R. reticulata eine eng gegitterte Form mit grosser Mündung ähnlich R. obsoleta Partseh jedoch mit gekerbtem Mundrand. Wollte man letzteres für Phantasie

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halten, so könnte die Figur ganz gut mit der von reticulata bei Schwarz übereinstimmen und da sie aus Mus. Sowerby stammt so könnte sie auch wohl das Original der ersten Abbildung, da-

her die ächte Art Sowerby sen. sein.

137. Rissoina Woodwardi Carpenter,

R. t. minore, elongata, angusta, albida interdum alabastro simili; anfr. 7—8 subplanatis, quo- rum 3 primi laeves, tumidiores; sutura impressa; marginibus spirae excurvatis, costis 12—14 in anfr. utroque angustis, acutioribus, lineis declivibus apicem versus ascendentibus, aperturam versus saepe crebrioribus; t. juniore ad basin elongatam evanidis, seniore basin subelongatam amplectantibus; interstitiis latis, concavis, interdum minutissime striulatis, striulis costibus parallelis; apertura normali; axi t. juniore producta, subeanaliculata, seniore subemarginata, plica seu linea spirali nulla; labio solidiore.

Long. 0,123‘, long spir. 0,08‘, lat. 0,053”, div. 24°, Rissoina Woodwardi Carpenter Mazatlan shells p. 357 idem Rep. p. 356. Comp. Rissoa elandestina C. B. Adams Pan. shells p. 177 Nr. 243, _ firmata —_—_ p. 177 Nr. 244. _ Bryerea Mont. in Forbes et Hanley Br. Moll. III. p, 149,

Hab.: Mazatlan rare; on Chama and Spondylus. (Carpenter).

Sowerby in Reeve setzt R. clandestina und firmata als synonym mit dieser Art, während Carpenter ausdrücklich sagt, sie ist nicht conspecifique mit den zur Vergleichung hinzugesetzten Arten. Schwarz gibt eine der R. Bryerea ähnliche Art als R. firmata von Cuba, die allerdings gut auf Carpenters Diagnose passt, während er von R. clandestina aus Mangel an einem Exemplar keine Abbildung, wohl aber eine ausführliehe Beschreibung gibt. Das Sowerby’sche Bild war mir nicht gut genug, um darnach eine vergrösserte Copie anfertigen zu lassen.

r

138. Rissoina contabulata Mörch.

T. cylindrica, scalata, recte costata, costae distantes cireiter 14 in anfr. ultimo, quadratae, fere ubique continue, prope suturam productae et acutae, funiculo infra-suturali junetae; sutura canalicu- lata; costae in anfr. ultimo abruptae, costa quadrata mediana spirali junctae; columella costa spirali eircumdata; apertura triangulari-lunata. Long. 3 lat. 1 Mm, (Mörch.)

Rissoina contabulata Mörch Beiträge etc. in Mal. Bl. Bd. VII p, 68.

Sonsonate 1 Exemplar. (Oerstedt).

Rissoa scalaris Frem. Mon. f.32 hat viel Aehnlichkeit mit dieser Art und hat ebenfalls eine abgestossene Spitze. Rissoa notabilis Adams Pan. Shells p. 181 ist nicht unähnlich. Die Rippen und die beiden Basalkiele sind eckig mit sehr tiefen Zwischenräumen.

95

139. Rissoina effusa Mörch.

T. elongata solida costata lactea, fasciis duabus aurantiis, costis compressis 12 in anfractu ultimo 15, in penultimo prope suturam angulatis; labrum tenue productum, callo varicoso firmatum; apertura auriformis; columella callo crasso, antice oblique producto et inflexo obtecto.

Long. 4'/,, lat. 2 Mm. (Mörch.) 4

Rissoina effusa Mörch Beiträge zur Molluskenfauna Central- Amerika’s in Mal. Blätter Bd, VII p. 67.

wu

Panama (Oerstedt).

Muss sehr verwandt mit R. firmata Ad. Pan. p. 313 sein, unterscheidet sich aber durch die scharfen angulirten Rippen, die 2 orangegelben Bänder, welche über und unterhalb der Mitte des letzten Umganges verlaufen, und ganz besonders durch den schmelzartisen Kolumellarcallus, der über die Nabelgegend hingezogen ist. Die Mündung erinnert an R. denticulata Mtg.

140. Rissoina infrequens C. B. Adams.

R. testa oblongo-ovata, alba; spira conica apice subacuto; anfractibus 7, superne contractis, medio convexis aut subangularis, sutura modice impressa; anfr. longitudinaliter costatis et interstitiis striatis, costis 16 indistinctis, subobtusis vix elevatis, spiraliter sub lente lirulatis; anfr. ult. oblongus subangularis; apertura obliqua, subovata, vix effusa, labrum excurvatum, incrassatum.

Div. 23°, long. 0,24‘, diam. 0,075“, long. spir. 0,18”.

Rissoa infrequens C. B. Adams Pan. Shells p. 179. Carpenter Rep. p. 327. Rissoina Carpenter in Ann. et Mag. Nat. hist. Ser. XV, p. 399 idem in Shmithsonian Misc, Coll. X L. p. 1.

Hab.: Panama (C. B. Adams ex angl.).

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Nachträge und Zusätze.

p. 6. In die Synonymie der Rissoina striata Q. et G. ist aufzunehmen: Rissoina caelata Sowerby in Reeve C. J. t. 2 f. 14.

p. 7% In die Synonymie der Rissoina gigantea Desh. ist aufzunehmen: Rissoina Cumingi Sowerby in Reeve C. J.t.1f. 4.

In die Synonymie der Rissoina Orbigyni A. Adams ist aufzunehmen:

Sowerby in Reeve C. J. t. 1f. 7.

p: 8 In die Synonymie der Rissoina clathrata A. Adams ist aufzunehmen; Sowerby in Reeye C. J. t. 9 £. 76.

p: 9 Zeile 19 von oben nach 44a zuzusetzen: Sowerby in Reeve C. J. t. 9 f. 78.

C.J.t.1f

p.-10 19 hinter 16 _ —_ - —_ 5. p 15 5 die Zahl 2 zu löschen. pr. 16 2 statt 3. 4 zu lesen 2. p.23 8u. 21 von unten statt denticulatum zu lesen dentieulatus. p: 25 8 von oben zuzusetzen: Sowerby in Reeve C. J. t. 4 f. 1. _ 1 unten statt Poumotus zu lesen Paumotus. p»28 6 oben elegantissime zu lesen elegantissima.

p. 29 Zu Rissoina Bryerea Mtg. Sowerby gibt in Reeve C. J. Genus Rissoa unter Nr. I eine grosse nur sehr schwach gerippte und weitmündige Figur unter dem Namen R. scala- roides C. B. Adams „von den Philippinen“, später Taf. 6 Fig. 1b. gibt er dann als Er- satz dafür eine nur an den Nähten gekerbte, weitmündige und nicht gebänderte Figur unter dem Namen R. denticulata ohne Autorname und verweisst auf "Taf. 1, woselbst aber keine R. denticulata vorhanden ist, wohl aber Fig. 1 die R. scalaroi- der, Ich weiss nicht, was ich daraus machen soll, habe es deshalb unterlassen, die Fi- guren aufzunehmen. Bei Schwarz und Mörch steht R. sealaroides €. B. Ad. (von Ja- maica) unter den Synonymen. der R. Bryerea Mont. und R. denticulata Mont. ist ein verschollenes Conchyl, das wohl eine Columbella vorsellt. R, denticulata Schwarz ist eine abgeriebene Form der R. plicata von Java, also eine kurze, gedrungene Art, auf die sich die Sowerby’sche Darstellung auch nicht deuten lässt.

p-. 29 Zeile 15 von unten ist ist zu setzen: 50 und hinter diese Zabl Sowerby in Reeve €C.J. t.1 f.8.

P.30 5 -— zuzusetzen: Sowerby in Reeve Conch. Ic. t. 8. f. 75.

p. 31 In die Synonymie der Rissoina coneinna A. Adams ist aufzunehmen:

Rissoina bureana Sowerby in Reeve C, J. t. 10 £f. 90. Der Name ist unzulässig, er muss bureasensis lauten, weil nach der Insel Bureas genom- men, nicht nach einer Person, die Burea heisst, Zeile 13 von unten zuzusetzen non Sowerby. Pe. 0 —- Sowerby in Reeve (. J. t. 6. f. 52. p. 3885 5 u. 15 von oben statt Sagrayana zu lesen Sagraiana. —. 17 von oben hinter 5l zuzusetzen non Sowerby.

p. 37 Der Synonymie der Rissoina Deshayesi Schwarz ist hinzuzufügen:

Rissoina Deshayesiana (Recluz) Sowerby in Reeve C. J. t. 7 £. 62.

97

Dem Text dieser Art ist hinzuzufügen: Diese und wohl auch die folgende Art (R. labiosa)

scheinen der Zeichnung und Beschreibung nach auch in das Subgenus Isseliella aufge- nommen werden zu müssen,

p. 33 Zeile 5 von unten statt Jave zu lesen Java.

p. 40 p. 41 p- 42 p. 43

p- 63

14 1% 3 11 —- 2 et 14

zuzusetzen: ? Sowerby in Reeve C. J. t. 8 f. 72: Mündung passt schlecht.

oben _ Sowerby in Reeve C. J. t. 7 f. 63. unten _ —_ _ 4.7f. 65. 42 f 17. oben —_ _ _ 10%. 92. unten —_ _ _ 1 7£58 —_ _ _ _ 1761.

In die Synonymie der Rissoina tridentata Michaud ist aufzunehmen:

16 10 3

2 _ 4 9

Rissoina crassilabrum Sowerby in Reeve C. J. t., 7 £. 59 non Garret.

Zeile 14 von unten statt Negroes zu lesen Negros.

zuzusetzen: Sowerby in Reeve C. J. t. 11 £. 99.

_ _ _ _ tt. 11£ 101.

_ _ _ _ in ul Al oben statt 4 zu lesen 2.

balbeata zu lesen balteata

zuzusetzen: Sowerby in Reeve C. J. t. 9 f. 85. unten _ —_ _ IL 34,

statt 2. 3. zu lesen 3. 4, oben zuzusetzen; Sowerby in Reeve ©. J. t. 5 f. 46,

statt Montrouzieri zu lesen Montrouzier.

zuzusetzen: Sowerby in Reeve C. J. t. 5 f. 43. unten _ _ _ 1.7 £ 57. oben statt seine zu lesen eine,

Ikelliella zu lesen Isseliella.

Der Synonymie der Rissoina Rissoi Andoin ist zuzufügen:

Rissoina crassa (Angas MS.) Sowerby in Reeve C. J. t. 8 f. 70.

p. 72 Zeile 11 von unten statt sulcifere zu lesen sulcifera. p. 80 Der Synonymie der Rissoina turricula Pease ist hinzuzufügen:

Rissoina Smithi Angas Proc. zool. Soc. 1867. Sowerby in Reeve C, J. t. 8 £. 68.

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